Fixing Frank

Filmplakat Fixing Frank
Regie Michael Selditch  Drehbuch Ken Hanes  Produzenten Michael Selditch, Randi Snitz 
Genre Drama (Gay)  FSK 12  Filmlänge 103 min
Land USA  DVD-Start 28.04.2010  Verleih Pro-Fun Media

Story

Jonathan Baldwin ist Psychotherapeut und mächtig scharf darauf seinen Kollegen, Dr. Apsey, anzuzeigen, damit der seine Lizenz verliert. Apsey arbeitet laut seinen Aussagen höchst erfolgreich daran, Schwule in Heterosexuelle verwandeln zu können – nur durch Gespräche. Also fixt Jonathan seinen Lebensgefährten Frank an, eine Entüllungsstory über Absey zu schreiben. Er gibt sich als schwuler Mann aus, der hetero werden will und begibt sich in Therapie bei Dr. Apsey. Sowohl Jonathan, als auch Frank haben Dr. Apseys manipulative Brillanz jedoch stark unterschätzt, mit der er es tatsächlich schafft, dass Frank nicht nur seine eigene Sexualität, sondern letztendlich sogar seine sechsjährige Beziehung zu Jonathan in Frage stellt…

Schauspieler

Fixing Frank Dan Butler, Andrew Elvis Miller, Paul Provenza

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 5 von 5 Ms Fixing Frank Michael Selditch gibt mit „Fixing Frank“ sein Langfilm-Debüt als Regisseur und setzte das von Ken Hanes auf dessen Theaterstück basierende Drehbuch eindrucksvoll in Szene. Dabei hatte der Filmemacher beeindruckende Schauspieler zur Verfügung. Dan Butler ist als Dr. Apsey, der homosexuelle Männer heilen kann, eine Wucht und besticht durch Authentizität und Scharfsinn. Man zweifelt keine Sekunde an der Kompetenz dieses Mannes und geht ihm mit Freuden auf den Leim. Sein Gegenspieler ist ein umwerfend agierender Andrew Elvis Miller, der als Frank Johnston Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist. Er gerät in die Fänge zweier konkurrierender Psychotherapeuten, was für sich genommen schon eine erschreckende Vorstellung ist. Er meistert seine Rolle mit echter Professionalität und schafft es, seinen Kollegen Paul Provenza, der Jonathan spielt, manchmal ziemlich alt aussehen zu lassen. Überhaupt ist Provenza das schwächste Glied der Kette – auch wenn dessen Leistungen sicherlich nicht als schlecht zu betiteln sind.
„Fixing Frank“ ist ein außergewöhnlicher Film. Scharf beobachtet, intelligent und zu spannenden Diskussionen anregend, ist dieses Drama in seinen 103 Minuten höchst spannend und packend. Einzig die Kamera geht dem interessierten Zuschauer ab und an auf die Nerven. Sie klebt regelrecht auf den Protagonisten, was dazu führt, dass man seinen Sessel unweigerlich einen Schritt nach hinten ziehen möchte.

„Fixing Frank“ ist ein anspruchsvolles, außergewöhnlich gutes schwules Kammerspiel. Nicht verpassen!

Wissenswertes

Fixing Frank "Fixing Frank" ist lediglich im englischen Original mit deutschen Untertiteln erhältlich. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück.



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