Eine Nacht im Grandhotel (TV)

Eine Nacht im Grandhotel

Regie Thorsten Näter  Drehbuch Sathyan Ramesh, F. Göhre, U. Waller  Produzent Heike Wiehle-Timm 
Genre Krimi  FSK Filmlänge 90 min
Land Deutschland, 2008  Verleih NDR

Story

Hoteldetektiv Sander schlägt sich in dieser Nacht mit den verschiedensten Problemen herum. Der Gast von Zimmer 124, Herr Petersen, traktiert in seinem Liebeskummersuff seine Umwelt mit lautem Gesang, der Restaurantchef sucht verzweifelt zwei Kisten seines besten Rotweins und verdächtigt zunächst einmal alle außer sich selbst, der erste Koch bangt um das Leben seiner drogensüchtigen Tochter und die alternde Chanson-Diva van Borgers echauffiert sich über einen entblößten Masseur. Dies alles wäre für Sander noch „normales“ Tagesgeschäft, wäre da nicht dieser durchdringende Duft, der durch die Hotelflure wabert und der ihn an ein vergangenes Leben erinnert. Seine Nase trügt Sander nicht, seine große Liebe Greta, ist tatsächlich im Hotel und wartet auf ihren kriminellen Ehemann. Doch sie wartet nicht allein, wie sich herausstellt.

Schauspieler

Uwe Kockisch, Barbara Auer, Udo Samel, Judy Winter, Stephanie Japp, Birge Schade, Gustav Peter Wöhler, Hans Uwe Bauer, Franco Nero

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 5 von 5 Ms „Eine Nacht im Grandhotel“ ist ein atmosphärisch dichter und klar gefilmter TV-Film, der eigentlich auf die große Leinwand gehört, damit er all seine Stärken voll ausspielen kann. Die Geschichte verbindet gekonnt die Haupthandlung mit vielen kleinen Einzelschicksalen, die sich in einem Hotel, wie diesem fast schon erwartungsgemäß versammeln. Ein in seiner Inszenierung stiller Film, der Spannung dort aufbaut, wo sie notwendig ist und durch Wortwitz und geschliffenen Dialogen Auflockerung an den richtigen Stellen bietet. Zwischen Kammerspiel, Thriller und Tragik-Komödie balanciert die Handlung gekonnt zwischen den Genres und unterhält dabei über die gesamte Spiellänge von 90 Minuten. Die Produktion zeigt überdies deutsche Schauspieler in Bestform, die ihre Charaktere glaubwürdig mit Leben füllen und so die Geschichte erst zu dem machen, was sie ist: Unterhaltung auf hohem Niveau.

Wissenswertes

Aus dem Jahre 1931 existiert eine Kinoversion der Geschichte mit dem gleichen Titel.



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