Der Fussfessel-Mörder (TV)

Filmplakat Der Fussfessel-Mörder (TV)
Regie Michael Karen  Drehbuch Wolf Jakoby  Produzenten Martin Ganz, Robert Stiemerling 
Genre Thriller  FSK 16  Filmlänge 92 min
Land Deutschland, 2003  Verleih SAT.1

Story

Kathrin ist Kunststudentin und froh darüber, mit ihrem Babysitter-Job etwas dazu zu verdienen. Als sie in einer stürmischen Nacht auf das Kleinkind der Nachbarn aufpasst, passiert das Schreckliche: Ein Dieb dringt ins Haus ein. Kathrin kämpft verzweifelt um ihr Leben und kann schließlich den Eindringling in die Flucht schlagen. Doch der kleine Sebastian liegt tot in seinem Bettchen. Kathrin kann ein derart reales Bild des Einbrechers zeichnen, dass der bald darauf dingfest gemacht werden kann. Ingo Brunner wird wegen Totschlags verurteilt, doch er schwört Rache. Neun Jahre später ruft das Justizministerium ein Pilotprojekt ins Leben, an dem Brunner teilnehmen darf. Er wird mit einer elektronischen Fußfessel ausgestattet und somit zum überwachten Freigänger. Als Kathrin davon erfährt, ahnt sie, dass sie sich in höchster Gefahr befindet.

Schauspieler

Der Fussfessel-Mörder (TV) Esther Zimmering, Filip Peeters, Florian Fitz, Lambert Hamel, Nina Kronjäger, Clemens Rosenbauer, Ruth Reinecke, Laura Alberta Szalski, Johannes Hitzblech, Jochen Schropp, Erich Hallhuber, Fritz Roth

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 2 von 5 Ms Der Fussfessel-Mörder (TV) Allein schon am Titel erkennen wir, dass wir es hier mit einem Krimi der Kategorie „Der große SAT 1-Film“ zu tun haben. Doch wer noch eine winzige Hoffnung hat, es dennoch mit einem einigermaßen anspruchsvollen Film zu tun zu bekommen, der wird schon in den ersten Minuten eines besseren belehrt. Hier wird so ziemlich jedes Klischee erfüllt: ein verängstigtes Kindermädchen, ganz allein in einem düsteren Haus, Gewitter grollt und Blitze zucken, eine knarrende Treppenstufe, die die Spannung noch steigern soll. Oh je, denkt man da nur frustriert, und man behält leider recht. Die Story ist von Anfang an völlig durchschaubar, die Charaktere fast schon stereotyp und die Schockeffekte sind auch nicht wirklich dazu angetan, Herzrasen zu verursachen. Die Darsteller sind allesamt nicht unbedingt dazu geeignet, hier noch etwas zu retten. Esther Zimmering macht ihre Sache als hilfsloses Opfer zwar ganz gut, doch das kann auch nichts daran ändern, dass man das Gefühl hat, eine ähnliche Story schon tausendmal zuvor gesehen zu haben. Abschließend kann man sagen, dass „Der Fussfessel-Mörder“ für ein „Tatort“-geprüftes Publikum bestimmt ganz annehmbar ist, doch wer Lust auf einen wirklich spannenden Schocker mit Niveau hat, sollte hiervon lieber die Finger lassen.



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