Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Rubber
|
Regie
Quentin Dupieux
Drehbuch
Quentin Dupieux
Produzenten
Julien Berlan, Gregory Bernard
Genre Horror Komödie FSK 16 Filmlänge 79 min Land Frankreich, 2010 DVD-Start 01.07.2011 Blu-ray-Start 30.03.2012 Verleih Capelight Pictures |
Story
Mitten in einer amerikanischen Wüste erwacht Robert zum Leben. Robert ist ein Reifen, der fortan den unbändigen Drang verspürt, fast alles und jeden zu killen, der/das ihm über den Weg läuft. Aus der Ferne wird er von einer buntgemischten Publikumsschar beobachtet, die in den kommenden Stunden und Tagen, mit Ferngläsern ausgestattet, Zeuge eines außergewöhnlichen Schauspiels wird…
Schauspieler
Stephen Spinella, Roxane Mesquida, Thomas F. Duffy, David Bowe, Devin Brochu, Ethan Cohn, Pete Dicecco, Wings Hauser, Hayley Holmes
Filmkritik von Kathrin Lang
Die Grundidee des Filmes klingt reichlich kurios: Robert, ein Reifen, der mit Intelligenz gesegnet ist, erwacht mitten in der amerikanischen Wüste zum Leben, um fortan alles zu töten, was ihm dort in die Quere kommt. Überraschenderweise verkommt Quentin Dupieuxs dubioser Plot im Kommenden jedoch nicht zu einer trashigen Horror-Komödie. Obwohl die Grundelemente durchaus vorhanden sind, und der Film stellenweise in diesem Genre auch funktioniert, so will „Rubber“ doch vielmehr postmoderner Experimentalfilm sein, als blutiger Horrorfilm mit lustigem Einschlag. Leider fehlen ihm dazu jedoch die großen, bahnbrechenden Ideen: Nach der Publikumsansprache eines Protagonisten zu Beginn des Films, indem sogleich die Willkürlichkeit all dessen postuliert wird, was im Folgenden passiert, reihen sich einige weitere selbstreflexive Momente aneinander. Nett und immer wieder amüsant ist es zwar, wenn das Publikum selbst als zusätzliche Instanz im Film fungiert, doch neuartig oder gar sonderlich aufregend ist das an kaum einer Stelle. „Rubber“ kommt daher um einige Längen und das ein oder andere Stirnrunzeln nur schwer herum.
Trotz hübsch designtem Szenenbild, fein inszenierten Tricksequenzen und einem sicherlich guten Versuch das klassische Erzählkino zu dekonstruieren, bleibt die radikale Erkenntnis am Schluss doch aus. Dazu kommt „Rubber“ ein gutes Jahrzehnt zu spät.
"Rubber" wurde unter anderem auf dem Filmfestival in Cannes sowie in Locarno gezeigt.
