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1. Mai - Helden bei der Arbeit
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Regie
Jan-Christoph Glaser, Carsten Ludwig, Sven Taddicken, Jakob Ziemnicki
Drehbuch
Carsten Ludwig, Michael Proehl, Oliver Ziegenbalg, Jakob Ziemnicki
Produzenten
Jon Handschin, Alexander Bickenbach, Christian Rohde
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 98 min Land Deutschland Kinostart 30.04.2008 DVD-Start 06.11.2008 Verleih EuroVideo |
Story
Der 1. Mai. Der Tag der Arbeit. In Berlin traditionell nicht nur der Tag, an dem für die Arbeiterrechte demonstriert wird, sondern auch an dem sich die Gewalt auf der Straße entlädt. Die beiden Landeier Pelle und Jacob aus Minden sind genau deswegen da. Sie wollen es so richtig krachen lassen und interessieren sich wenig für politische Themen oder Ziele. Ganz anders der Alt-Revoluzzer Harry, der dem türkischen Jungen Yavuz erstmal zeigt, wie man eine echte Straßensperre baut. Während sich die Stimmung in der Hauptstadt Stunde um Stunde mehr aufheizt, brodelt es auch zunehmend in Polizist Uwe. Seine Frau hat ihm noch kurz vor dem Einsatz einen Seitensprung gestanden und nun steht er im Puff, um es ihr mit gleicher Münze heimzuzahlen.
Schauspieler
Cemal Subasi, Peter Kurth, Benjamin Höppner, Jacob Matschenz, Ludwig Trepte, Hans Löw, Dirk Borchardt, Oktay Özdemir, Torsten Michaelis, Hannah Herzsprung
Filmkritik von Melanie Frommholz
„1. Mai – Helden bei der Arbeit“ ist das Projekt der vier Regisseure Jan-Christoph Glaser, Carsten Ludwig, Sven Taddicken und Jakob Ziemnicki die vor dem Hintergrund der alljährlichen Feiertagsrandale drei unterschiedliche Geschichten erzählen, die alle der Gewalt nachspüren und den vielfältigen Ursachen, die uns ausrasten lassen. Warum gib es Jahr für Jahr die berüchtigten „Maikrawalle“? Drei Momentaufnahmen suchen nach Antworten, von denen die des türkischen Yavuz, der einen „Bullen“ umbringen will, um seinen Bruder zu beeindrucken, die eindrücklichste ist. Sven Taddicken gelingt es in seiner Sequenz die Entwicklung und Beweggründe seiner Figuren am besten einzufangen und glaubwürdig zu erzählen. Die Geschichten „Pelle und Jacob“ und „Uwe“ bleiben in ihrer Aussage dagegen eher diffus und auch teils banal. Das eigentliche Manko von „1. Mai – Helden bei der Arbeit“ ist jedoch, dass sich die drei unterschiedlichen Geschichten zwar kreuzen, dabei aber nie zu einer Einheit werden. Die Übergänge sind holprig und nehmen dem Film die Möglichkeit eine kraftvolle Gesamtaussage zu entwickeln und zu dem zu werden, was durchaus aus ihm hätte werden können: ein Spiegelbild der Gesellschaft an einem 1. Mai im bunten Menschengemisch der Stadt Berlin.
