Sklaven und Herren (TV)

Sklaven und Herren

Filmplakat Sklaven und Herren (TV)
Regie Stefan Kornatz  Drehbuch Klaus-Peter Wolf  Produzent Uli Dautel 
Genre Drama  Filmlänge 90 min
Land Deutschland, 2008  Verleih HR

Story

Als die 18-jährige Tina erfährt, dass ihr kleiner Bruder Klaus von einem ihrer Mitschüler Yogi unterdrückt und gewaltsam zu kriminellen Taten gezwungen wird, beschließt sie dem ganzen ein Ende zu setzten. Sie stellt Yogi zur Rede und bittet ihn, Klaus zukünftig in Ruhe zu lassen. Yogi ist jedoch längst über den Punkt hinaus, an dem er anderen Menschen einen Gefallen tut und schlägt daher vor, dass er Klaus aus seiner Sklavenrolle entlässt, wenn er dafür Tina bekommt. Als sie zusagt, ahnt sie noch nicht, auf welch gefährliches Spiel sie sich damit eingelassen hat. Die kommenden Wochen geht sie buchstäblich durch die Hölle, bis die Situation eines Tages vollkommen zu eskalieren droht…

Schauspieler

Sklaven und Herren (TV) Paula Schramm, Franz Dinda, Leonard Carow, Fabian Busch, Anna Thalbach, Vinzenz Kiefer, Marie Zielcke, Natalie Rudziewicz, Pegah Ferydoni, Sonja Gerhardt, Martin Kiefer

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Sklaven und Herren (TV) Dass die Situation an deutschen Schulen immer ernster wird, berichten die Medien schon beinahe täglich. Gewalttaten unter Schülern und Gangs, die sich zusammenfinden um ihre Mitschüler zu unterdrücken, sind ernsthafte Probleme vor denen viele (deutsche) Schulen stehen. Um uns einen kleinen Einblick zu gewähren und zu zeigen, welche Zustände an so manchen Schulen herrschen, wurde „Sklaven und Herren“ gedreht. Ein eindringlicher Film, der viele Seiten dieses grausamen Teufelskreises beleuchtet: Zum einen die Situation der unterdrückten und vollkommen hilflosen Schüler, zum anderen aber auch die Position der Lehrer und Eltern, die oftmals hilflos zwischen den Fronten stehen und nicht selten auch selbst zum Opfer werden. Natürlich, so zumindest hofft der Zuschauer inständig, wurde die Geschichte sehr extrem dargestellt. Ein solches Ausmaß wie in „Sklaven und Herren“ nehmen die Gewaltübergriffe hoffentlich nur in den seltensten Fällen an. Aber gerade durch diese Extremdarstellung gewinnt der Film an Intensität. Ein schockierter und mitgenommener Zuschauer ist das Endprodukt. Damit hat „Sklaven und Herren“ sein Ziel vollkommen erfüllt: Er rüttelt wach, regt zum Nachdenken an und im besten Fall dient er auch dazu, einige der Gewaltübergriffe an deutschen Schulen zukünftig zu verhindern.

„Sklaven und Herren“ ist aber nicht nur inhaltlich gut gelungen, sondern auch rein inszenatorisch ein kleines Meisterwerk. Die Bilder, die hier mit der Kamera eingefangen wurden, sind nicht selten hervorragend komponiert und damit ein wahrer Augenschmaus. Auch der Soundtrack wurde passend ausgewählt und unterstützt die Atmosphäre des Filmes grandios. Einzig so mancher Dialog wirkt etwas aufgesetzt, doch ist das auch schon der einzige Kritikpunkt an „Sklaven und Herren“. Was der Film dadurch verliert, machen die Schauspieler mühelos wieder wett. Vor allem die beiden jungen Hauptdarsteller Franz Dinda und Paula Schramm überzeugen durch ihre glaubhafte Darstellung und lassen „Sklaven und Herren“ zu einem tollen Film werden, der hoffentlich viel bewegen kann.

Wissenswertes

Sklaven und Herren (TV) Klaus-Peter Wolf schrieb das Drehbuch nach Motiven seines gleichnamigen Jugendromans.



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