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12 Meter ohne Kopf
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Regie
Sven Taddicken
Drehbuch
Matthias Pacht
Produzenten
Hejo Emons, Stefan Schubert, Ralph Schwingel, Bjoern Vosgerau, Uwe Kolbe
Genre Abenteuer Komödie FSK 12 Filmlänge 102 min Land Deutschland Kinostart 10.12.2009 DVD-Start 27.08.2010 Blu-ray-Start 27.08.2010 Verleih Warner Home Video |
Story
Irgendwann um 1400, nahe Helgoland: Zusammen mit seinem besten Freund und treuen Begleiter Gödeke Michels treibt der gefürchtete Freibeuter Klaus Störtebeker sein Unwesen auf hoher See. Als er bei einem Überfall schwer verletzt wird und dennoch überlebt, ist auf dem Piratenschiff allerdings nichts mehr so, wie es einmal war. Nicht nur, dass sich der einst unverfrorene Freibeuter auf einmal verliebt, auch die See scheint plötzlich nicht mehr seine zweite Heimat zu sein. Vor allem Michels versteht die Welt nicht mehr, war es doch schon immer ihr größter Traum einmal als Legenden in die Geschichte einzugehen. Soll dieser Traum wegen Störtebekers seltsamem Sinneswandel auf einmal geplatzt sein?
Schauspieler
Ronald Zehrfeld, Matthias Schweighöfer, Oliver Bröcker, Hinnerk Schönemann, Jacob Matschenz, Franziska Wulf, Jana Pallaske, Devid Striesow, Alexander Scheer, Milan Peschel, Detlev Buck, Peter Kurth, Matthias Klimsa, Sascha Reimann, Simon Gosejohann
Filmkritik von Kathrin Lang
Man darf gänzlich zu Recht etwas skeptisch sein, wenn auf einmal ein Piratenfilm aus heimischen Gefilden unsere Leinwand ereilt. Nur allzu oft wurden große Legenden und sagenumwobene Mythen bereits fürs Kino, oder zumeist den Bildschirm abgedreht und vermochten in ihrer Aufgesetztheit meist nur wenig zu überzeugen. Wiedererwartend reiht sich „12 Meter ohne Kopf“ nicht in dieser Kategorie ein, sondern wurde zu einem überaus gelungenen Genrefilm, der von dem sagenhaften Leben des deutschen Piraten Störtebeker und dessen treuem Begleiter Gödeke Michels erzählt.
„Eigentlich war ich schon tot und ich lebe trotzdem“ - diese und ähnliche Sagen benutzt Sven Taddicken, um seinem Piratenfilm den nötigen Anschub zu geben. Neben einem gelungenen Drehbuch, das ein Stück deutsche Geschichte mit zwinkerndem Auge aufarbeitet, sind es vor allem die Kulissen, die „12 Meter ohne Kopf“ zu einem überzeugenden Genrefilm werden lassen. Die Kulissen des alten Hamburgs sowie der kleinen Hafenstadt in Friesland, entpuppen sich nicht nur als ausdrucksvolle, sondern durchaus auch als authentische Spielorte, an denen diese Piratengeschichte toll funktioniert. Auch bei dem Dreh auf hoher See wurde bei der deutschen Produktion weder Kosten noch Mühen gescheut, wodurch sich auch diese Aufnahmen als authentisch herausstellen und den illusorischen Charakter des Filmes nicht stören. Zudem konnte Sven Taddicken mit Ronald Zehrfeld und Matthias Schweighöfer zwei durchweg überzeugende Darsteller für sich gewinnen. Als Freibeuter auf hoher See geben sie ein ebenso witziges wie unterhaltendes Gespann ab und sorgen damit durchweg für gute Stimmung. Auch in den Reihen der Nebendarsteller befinden sich einige bekannte Gesichter, die „12 Meter ohne Kopf“ mit ihren gewitzten und überzeugten Darstellungen bereichern.
Sven Taddicken drehte mit drei originalgetreuen Hansekoggen 20 Tage auf offener See. 