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Männerherzen
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Regie
Simon Verhoeven
Drehbuch
Simon Verhoeven
Produzenten
Quirin Berg, Max Wiedemann
Genre Komödie FSK 6 Filmlänge 107 min Land Deutschland Kinostart 08.10.2009 DVD-Start 26.03.2010 Blu-ray-Start 26.03.2010 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Sie alle fünf sind vollkommen unterschiedlich, doch ihr Ziel ist im Grunde dasselbe: Im Großstadtdschungel Berlin suchen sie nach der großen Liebe. Dem einen fällt diese Aufgabe jedoch einfacher als dem anderen: Während Womanizer Jerome eigentlich jede Frau haben kann, die ihm über den Weg läuft, gelingt es dem schüchternen Beamten Günther nur schwer über seinen Schatten zu springen. Der notorische Planer Niklas steht kurz vor seiner Hochzeit und dem Erwerb eines Eigenheims, bekommt dann jedoch Torschusspanik und stürzt sich in eine heiße Affäre. Währenddessen erfährt sein chaotischer Freund Philipp, dass er bald Vater werden wird und U-Bahnfahrer Roland kämpft um seine längst gescheiterte Ehe.
Fünf unterschiedliche Geschichten, die sich turbulent vereinen…
Schauspieler
Florian David Fitz, Maxim Mehmet, Til Schweiger, Nadja Uhl, Christian Ulmen, Jana Pallaske, Wotan Wilke Möhring, Liane Forestieri, Justus von Dohnanyi, Inez Björg David, Bastian Pastewka, Elyas M'Barek
Filmkritik von Kathrin Lang
Überraschenderweise ist es mal nicht Til Schweiger der dafür sorgt, dass man begeistert das Kino verlässt, nachdem man einen Film mit ihm gesehen hat. Bei dem immensen Aufgebot an großen Namen, ist es für den deutschen Vorzeigeschauspieler ausnahmsweise mal nicht spielend einfach seine Kollegen zu übertreffen. Viel zu stark ist im Fall von „Männerherzen“ die Konkurrenz: Während Justus von Dohnányi in seiner abgedrehten Rolle des Schlagersängers Bruce zu absurdkomischer Hochform findet, erobert Christian Ulmen in seiner Rolle des hilflos wirkenden Günthers schnell die (mitleidigen) Herzen der Zuschauer. Dahingegen hatte es Wotan Wilke Möhring recht einfach aufzutrumpfen, fügt sich sein Part ohnehin schon spannend in das Gesamtbild der Komödie. Während das Rad mit allen anderen Figuren nicht unbedingt neu erfunden wurde, wirkt Möhrings Rolle in einem Film wie „Männerherzen“ zunächst befremdlich. Sein gespaltener und sehr dramatischer Charakter, der den Zuschauer in seinem Empathieverhalten erheblich schwanken lässt, entpuppt sich aber immer mehr zu dem Interessantesten des ganzen Filmes. Diese ohnehin gute Grundvoraussetzung nutzt Möhring gekonnt aus und unterstreicht seinen Vorteil mit einer durchweg überzeugenden Darstellung.
Zu dem tollen Schauspielerensemble gesellt sich in „Männerherzen“ eine unterhaltende Geschichte, die über das männliche Geschlecht zwar nicht viel Neues zu erzählen hat, durch einen charmanten Witz aber dennoch überzeugen kann. Neben den ganz alltäglichen Geschichten, bietet „Männerherzen“ auch einige außergewöhnliche, die den Spaßfaktor ordentlich hochschrauben. Letztlich macht es aber dennoch die Mischung aus beidem: Während das eine Lebensschicksal etwas mehr berührt, ist das andere eben etwas komischer. Als einziges Problem der deutschen Produktion kristallisiert sich die grundsätzliche Tatsache heraus, dass es sich hier um einen Episodenfilm handelt. Immer wieder kommt das Gefühl auf, dass einzelne Charakter nur oberflächlich ergründet werden oder gar zu kurz kommen. Schade, denn „Männerherzen“ hält etliche tolle Figuren bereit, bei denen etwas mehr Tiefgang sicherlich lohnenswert gewesen wäre.
Wissenswertes
Bei dem Bayerischen Filmpreis wurde Simon Verhoeven mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet.
Diese Filmreihe umfasst folgende Teile:
Männerherzen
Männerherzen…und die ganz, ganz große Liebe
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Kommentare
Martin schreibt am 22.10.09, 04:45
also ich war nach dem film leider etwas enttäuscht. Weder wirklich lustig noch storyseitig spannend oder/und intensiv.
da war einfach nix los in dem filmchen und noch dazu kommt, dass man sich für Bruce (dem Sänger) mehr "fremdschämen" musste, anstatt ihn komisch finden zu können...
Altana schreibt am 12.10.09, 11:47
Der Film entsprach überhaupt nicht meinen Vorstellungen - ER WAR VIEL VIEL BESSER !!!
Langeweile hat man wahrscheinlich nur deswegen (s. Kommentar von Diana) wenn man auf Slapstick ohne Ende eingestellt ist - klar, dass dann eine "richtige" Filmhandlung zu anstrengend ist. Wie dem auch sei ...
Meiner Meinung nach bietet der Film wirklich gute Unterhaltung, ist vielschichtig und überzeugend gespielt; eindringlich ohne kitschig zu werden/witzig ohne platt zu wirken. Ein Lob an Regie und Schauspieler !
Diana schreibt am 10.10.09, 17:23
Die Hälfte des Filmes fand ich amüsant, wie zum Beispiel die Story von Jerome, dem Schlagersänger Manfred, Niklas sowie die von Rolands kleinem Sohn. Doch Günther und den Rest hätte man meiner Meinung rausschneiden können...
Ich denke das Problem ist, dass alle Lebensgeschichten nicht jeden fesseln und dadurch für manche ein Teil des Filmes einfach langweilig ist.
