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Zerrissene Umarmungen
Los Abrazos rotos
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Regie
Pedro Almodóvar
Drehbuch
Pedro Almodóvar
Produzent
Agustín Almodóvar
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 128 min Land Spanien Kinostart 06.08.2009 DVD-Start 05.02.2010 Blu-ray-Start 05.02.2010 Verleih Tobis Film |
Story
Vor gut 14 Jahren wurde aus dem spanischen Filmemacher Mateo Blanco Harry Caine, der Drehbuchautor. Nachdem er bei einem tragischen Autounfall das Augenlicht und seine Geliebte Lena verlor, war Blanco gestorben und nur noch sein Alter Ego Caine sollte weiterleben. Harry verdrängte die Ereignisse von damals. Nun holen sie ihn wieder ein, als plötzlich ein mysteriöser Jungfilmer vor seiner Tür steht und ihn bittet das Drehbuch für einen sehr persönlichen Film zu machen. Harry erkennt in ihm den Sohn von dem kürzlich verstorbenen Finanzmagnaten Ernesto Martel, der einst Lenas Lebensgefährte und sein Nebenbuhler war. Längst vergessen geglaubte Gefühle kommen ans Tageslicht und plötzlich ist es, als sei es gestern gewesen, dass Lena bei Mateo für dessen Film „Frauen und Koffer“ vorsprach und Ernesto Martel sich bereit erklärte, das Projekt zu finanzieren um seine schöne Geliebte jederzeit unter Kontrolle zu haben.
Schauspieler
Penélope Cruz, Rossy de Palma, Rubén Ochandiano, Carlos Leal, Ángela Molina, Lola Dueñas, Blanca Portillo, Chus Lampreave, Lluís Homar
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Zerrissene Umarmungen“ vereint Spaniens angesehenen Filmemacher Pedro Almodóvar wieder mit seiner Lieblingsdarstellerin Penélope Cruz. Nachdem der Regisseur 2006 in „Volver - Zurückkehren“ wohl eine ihrer besten Leistungen aus der Mimin herauskitzelte, stand sie nun erneut in einer Hauptrolle vor seiner Kamera. Auch diese Zusammenarbeit ist eine sehr sehenswerte geworden, wenn sie auch nicht ganz an „Volver - Zurückkehren“ heranreicht. Vielleicht liegt es daran, dass sich „Zerrissene Umarmungen“ in einer etwas kühleren Distanziertheit präsentiert, wo „Volver - Zurückkehren“ Wärme ausstrahlte. Pedro Almodóvar steigt mit seinem Melodram wieder in die Tiefen der menschlichen Gefühle und thematisiert Liebe, Leidenschaft und Eifersucht mit der ihm eigenen Eindringlichkeit, die nie kitschig oder überzogen wirkt. Neben der emotionalen Dimension blickt der Regisseur zudem auch ein wenig hinter die Kulissen einer Filmproduktion und beleuchtet welche „Macht“ ein Filmschnitt haben kann. Abseits der Hauptrollen gibt er außerdem auch den Nebenfiguren ihre kleinen Geschichten, die sich dann stimmig in das Gesamtbild einfügen. Der Filmemacher ist ein virtuoser Geschichtenerzähler, der mühelos mit verschiedenen Zeitebenen und Erzählsträngen jongliert und dabei nie den Überblick zu verlieren scheint. Auch optisch ist sich Almodóvar treu geblieben und zaubert erneut Bilder in knalligen Farben und einer ganz besonderen Ästhetik auf die Leinwand. Penélope Cruz inszeniert er dabei als sinnliche Verführung, die als „Lena“ die männliche Fantasie beflügelt und als Hauptdarstellerin vom Film im Film „Frauen und Koffer“ als Audrey Hepburn-Anlehnung Herzen gewinnt.
„Zerrissene Umarmungen“ – im besten Sinne anspruchsvolles europäisches Kino.

