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Taking Woodstock
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Regie
Ang Lee
Drehbuch
James Schamus
Produzenten
Ang Lee, James Schamus
Genre Komödie FSK 6 Filmlänge 121 min Land USA Kinostart 03.09.2009 DVD-Start 18.02.2010 Blu-ray-Start 18.02.2010 Verleih Tobis |
Story
Elliot Teichberg hat den Absprung aus dem elterlichen Nest nicht ganz geschafft, genauer gesagt hängt er zwischen seinem alten Leben in einem öden Kaff mitten im Nirgendwo und New York City herum ohne wirklich zu wissen, wohin er gehört. Seine Eltern betreiben in dem kleinen Örtchen ein heruntergekommenes Motel, in das sich Elliot immer wieder hinreißen lässt, weiter Geld zu investieren.
Als er aus der Zeitung erfährt, dass einem groß angekündigten Open Air Konzert die Erlaubnis entzogen wurde, bietet er kurzerhand die riesige Wiese eines Nachbarn an, ohne wirklich zu wissen, was da auf ihn zurollt. Die Veranstalter sagen zu und bald sieht sich Elliot nicht nur mit „Love, Peace & Understanding“ konfrontiert, sondern auch mit einer halben Million Hippies in seiner kleinen Stadt. Nach diesem Festival wird nichts mehr so sein, wie zuvor…
Schauspieler
Demetri Martin, Henry Goodman, Imelda Staunton, Eugene Levy, Jeffrey Dean Morgan, Emile Hirsch, Liev Schreiber, Dan Fogler, Paul Dano, Kelli Garner, Mamie Gummer, Christina Kirk, Anthoula Katsimatides
Filmkritik von Thomas Ays
Ang Lee erzählt gerne besondere Geschichten, die sich in außergewöhnlichen Drehbüchern niederschlagen. Das macht den Filmemacher zu einem ganz eigenen und respektierten kreativen Kopf, der uns Filme, wie „Sinn und Sinnlichkeit“ und natürlich auch „Brokeback Mountain“ in die Kinos brachte. 2009 waren nun die Hippies dran und Lee inszenierte die von James Schamus adaptierte Geschichte, die auf dem Roman „Taking Woodstock“ basiert. In der Hauptrolle findet sich ein Name, den man eher nicht kennt: Demetri Martin. Er spielt Elliot Teichberg, womit wir schon beim vielleicht einzigen Kritikpunkt des Films angelangt sind. Der sonst eher auf komische Projekte abonnierte Martin schafft es nicht, die Handlung zu tragen. Immer wieder laufen ihm seine Co-Stars den Rang ab, was dazu führt, dass man seine Performance überhaupt nicht wahrnimmt. Imelda Staunton als seine Mutter beispielsweise oder auch Henry Goodman als sein Vater Jake sind doppelt so aussagekräftig, wie Martin in seiner Hauptrolle. Auch Emile Hirsch als Kriegsveteran, Liev Schreiber als Drag-Queen oder Eugene Levy als Großgrundbesitzer Max: Sie alle fügen sich herausragend in die Szenerie und die Geschichte ein. Nur Demetri Martin nicht. Er ist nach Kräften gewillt, zu überzeugen, schafft es aber einfach nicht - vielleicht weil ihm die Erfahrung fehlt. In jedem Fall hätte Ang Lee hier reagieren und sich nach einem Ersatz umsehen müssen. Die Geschichte hätte es verdient gehabt, zu berühren und zu überzeugen, doch in den emotionalen Szenen kommen keine Emotionen auf, weil Demetri Martin keine Verbindung zum Zuschauer herstellen kann.
Somit bleibt von „Taking Woodstock“ ein wirklich einwandfrei inszenierter Versuch eines berührenden Films zurück, der leider an der falsch besetzten Hauptrolle scheitert.
"Taking Woodstock" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Elliot Tiber und Tom Monte.
