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Manic - Weggesperrt
Manic
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Regie
Jordan Melamed
Drehbuch
Michael Bacall, Blayne Weaver
Produzenten
Trudi Callon, Kirk Hassig
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 98 min Land USA, 2001 DVD-Start 15.12.2008 Verleih Senator Film |
Story
Lyle hat ein winziges Aggressionsproblem. Nun ja, eigentlich ist das Problem schon etwas größer. Wenn dem Schüler etwas oder jemand nicht passt, schlägt er zu. Gnadenlos. Als er einen Schulkollegen mit einem Baseballschläger fast totgeschlagen hat, hat seine Mutter genug und steckt ihn in eine psychiatrische Anstalt. Dort soll Lyle lernen, sich unter Kontrolle zu halten. Doch dazu muss man bereit sein, hinzusehen und zu erkennen, was Lyle a) nicht im Traum einfällt und wozu er b) nicht in der Lage zu sein scheint. Sein Therapeut Dr. Monroe hat mit ihm und den weiteren jungen Menschen viel zu tun...
Schauspieler
Joseph Gordon-Levitt, Don Cheadle, Zooey Deschanel, Adrienne Rollo, Maggie Baird, Blayne Weaver, Lydell M. Cheshier, Roxie Fuller, Bree Nogueira, Kathy Paradise, Elden Henson, Cody Lightning
Filmkritik von Thomas Ays
Jordan Melamed, ein Regisseur, den man nicht kennen kann, wenn man „Manic – Weggesperrt“ nicht gesehen hat, macht hier etwas sehr Erstaunliches. Er filmt sein im Grunde wichtiges Drama mit herausragenden Schauspieltalenten ab, schneidet und stellt ihn fertig und liefert einen Film ab, den er damit eigentlich genauso gut hätte in die Tonne kloppen können. Die Wackel- und Halt-Drauf-Kamera ist schlicht eine Zumutung für jeden Zuschauer und bewirkt, dass man nach wenigen Minuten bereits genug hat von diesem nervenzerrenden Inszenierungsstil. Was hat sich der Regisseur bloß dabei gedacht? Er verheizt seinen Hauptdarsteller Joseph Gordon-Levitt, der erneut herausragend und eindrucksvoll agiert, aufs Äußerste, sodass man sich am Ende nur noch mehr ärgert. Auch die Co-Stars sind überzeugend. Don Cheadle als Therapeut und Zooey Deschanel als stille Tracy wirken authentisch.
Es ist kein Wunder, dass dieser Streifen nur auf DVD erschien – und das sieben Jahre nach Entstehung. „Manic – Weggesperrt“ hat dennoch ein wichtiges Thema zu erzählen und hätte ein eindrucksvolles Drama über junge Menschen mit schrecklichen Problemen werden können. Leider scheitert der Film an der eigenen, eigenwilligen Inszenierung und ist nur für jene etwas, die Filme lieben, die gänzlich anders sind.
