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Männer al dente
Mine Vaganti
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Regie
Ferzan Ozpetek
Drehbuch
Ferzan Ozpetek, Ivan Cotroneo
Produzent
Domenico Procacci
Genre Drama (Gay) FSK 0 Filmlänge 112 min Land Italien Kinostart 15.07.2010 DVD-Start 11.11.2010 Blu-ray-Start 11.11.2010 Verleih Prokino |
Story
Tommaso Cantones’ Plan so ist einfach, wie genial. Um seinen konservativen Eltern zu beichten, dass er schwul ist, will er sein Outing an einem ganz besonderen Abend durchführen. Seine Familie ist in Lecce alles andere als unbekannt. Seit Generationen leiten die Cantones eine berühmte Pasta-Fabrik, sodass das Ansehen der Familie durchaus als hoch in der Stadt einzustufen ist. Wenn die neuen Geschäftspartner am Tisch sitzen, so der Plan, will Tommaso die Bombe platzen lassen, sodass sein Vater ihn rausschmeißt und er zurück nach Rom kann, um weiter seiner Arbeit als Schriftsteller nachgehen zu können. Da kommt ihm nur eine winzige Kleinigkeit dazwischen: Sein Bruder Antonio. Der hält nämlich kurz vor Tommaso ihn davon abhalten kann, eine flammende Rede darüber, wie er sich all die Jahre verstellen musste, um „normal“ zu sein. Nun müsse es raus, so Antonio: „Ich bin schwul!“ Es kommt, wie es kommen muss: Antonio wird des Hauses und der Firma verwiesen. Wenig später liegt sein Vater im Krankenhaus, nachdem sein Herz ausgesetzt hatte. Nun ist guter Rat teuer: Was jetzt? Ein zweites Outing durchführen und damit den Vater ins Grab bringen? Tommaso steht vor schwierigen Entscheidungen…
Schauspieler
Riccardo Scamarcio, Nicole Grimaudo, Alessandro Preziosi, Lunetta Savino, Ennio Fantastichini, Elena Sofia Ricci, Ilaria Occhini, Bianca Nappi, Daniele Pecci
Filmkritik von Thomas Ays
Regisseur Ferzan Ozpetek schrieb das Drehbuch zu „Männer al dente“ mit und hatte bereits oft in seiner Karriere die Möglichkeit, solch filmische Stoffe umzusetzen. Dabei ist ihm mit diesem Stück Film wohl die eindrucksvollste Arbeit gelungen.
Neben einer wunderbar skurrilen Familie, in der niemand so wirklich normal zu sein scheint, sind es vor allem die auf der einen Seite sehr komischen Dialoge, die überzeugen und auf der anderen die bestechende Tiefgründigkeit der Szenerie. Ozpetek taucht ein in die italienische Mentalität und schafft es eine ernste Geschichte mit vielen lustigen Szenen wunderbar aufzulockern, sodass die Handlung die Möglichkeit hat, sich zu entfalten und so ganz beim Zuschauer anzukommen. „Männer al dente“ hat überdies wundervolle Schauspieler zu bieten, die man gesehen haben muss. Riccardo Scamarcio spielt seinen Tommaso authentisch und melancholisch und Nicole Grimaudo ist nicht nur wunderschön, sondern auch absolut faszinierend.
Hier kann man herrlich lachen und sich noch dazu eine nachhaltige und beeindruckende Geschichte erzählen lassen. „Männer al dente“ ist wahr, echt und durchweg überzeugend.
Regisseur und Co-Drehbuchautor Ferzan Ozpetek inszenierte bereits die schwulen Dramen "Hamam - Das türkische Bad" und "Saturno contro - In Ewigkeit Liebe".
