Radio Rock Revolution

The Boat That Rocked

Filmplakat Radio Rock Revolution
Regie Richard Curtis  Drehbuch Richard Curtis  Produzenten Tim Bevan, Eric Fellner, Hilary Bevan Jones 
Genre Musikfilm  FSK 12  Filmlänge 135 min
Land Großbritannien  Kinostart 16.04.2009  DVD-Start 27.08.2009  Blu-ray-Start 27.08.2009  Verleih Universal Pictures

Story

Wir schreiben das Jahr 1966: Es ist die Zeit des Rock ’n’ Rolls, doch davon wollen angesehene Radiosender wie BBC nichts wissen. Sie ignorieren die neue Musikrichtung und halten weiterhin an ihrem Soul fest. Innerhalb kurzer Zeit sprießen in Großbritannien jedoch überall Piratensender aus dem Boden, die schnell eine treue Hörergemeinschaft gewinnen können. Einer der bekanntesten Sender ist „Rock Radio“, der von einer Handvoll Radiorebellen ins Leben gerufen wurde. Ihre Sendestation haben die wilden Musikfreaks auf einem alten Boot, mitten in der Nordsee, errichtet und beglücken damit Tag für Tag rund 25 Millionen Hörer. Dies passt vor allem der britischen Regierung nicht in den Kram, die sich gleich daran machen, dem Piratenradio den Hahn zuzudrehen…

Schauspieler

Radio Rock Revolution Philip Seymour Hoffman, Bill Nighy, Rhys Ifans, Tom Sturridge, Kenneth Branagh, Nick Frost, Gemma Arterton, Emma Thompson, Tom Wisdom, January Jones, Jack Davenport, Talulah Roley, Chris O´Dowd, Katherine Parkinson, Ralph Brown

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Radio Rock Revolution „Das Einzige, das sinnvoll ist in dieser verrückten Welt ist der Rock ’n’ Roll. Und ich war so verrückt zu denken, dass ich das jemals vergessen könnte.“ (Gavin)
Jimi Hendrix, The Rolling Stones, Leonard Cohen, The Kinks, und The Supremes – das sind nur einige große Namen der Musiklegenden, die in den 60er Jahren den Rock ’n’ Roll erschufen und zu dem gemacht haben, was er noch heute ist. Ein Musikstil, der die Menschen berührt, sie begeistert und einem Lebensgefühl Ausdruck verleiht. Musikliebhaber, Regisseur und Drehbuchautor Richard Curtis hat es sich zur Aufgabe gemacht die tollsten Songs der 60er einzufangen und in seinem neuen Film „Radio Rock Revolution“ neu aufleben zu lassen. Und welcher Rahmen könnte geeigneter sein als ein Piratenradiosender und seine verrückten Rock ’n’ Roll -DJs?

„Es ist 21.00 Uhr, und die Langweiler dieser Welt sitzen da in ihren Pantoffeln und schlürfen Sherry. Aber die wilden Fans des Rock ’n’ Roll schwingen sich wieder in die Achterbahn und lassen es krachen! Ihr hört „Radio Rock“ – und ich bin der Count! Ich zähle auf euch beim Countdown in die Ekstase. Rock ’n’ Roll DEN GANZEN TAG UND DIE GANZE NACHT!“ (The Count)
Die Geschichte rund um das legendäre Piratenradio „Radio Rock“ hält dabei viel Charmantes für sein Publikum bereit. Allem voran natürlich einen fantastischen Soundtrack, der sowohl die großen Hits der 60er, als auch weniger bekannte Songs beinhaltet. Während Hymnen wie „Sunny Afternoon“ von The Kinks zum leisen Mitsingen geradezu einladen, ertönen immer wieder auch neue Melodien, die sich in das stimmige Musikkonzept aber dennoch hervorragend einreihen. Bereits in seinen anderen Filmen hat Richard Curtis Feingefühl bei der Auswahl seiner Filmmusik bewiesen, doch „Radio Rock Revolution“ dürfte sein bisheriges Glanzstück in dieser Richtung sein - und gleichzeitig ein Paradebeispiel dafür, wie Musik die Atmosphäre eines ganzen Films bestimmen und leiten kann.

Neben einem fabelhaften Soundtrack hat „Radio Rock Revolution“ aber auch eine irre Geschichte zu erzählen, die von exzellenten Schauspieler getragen wird. Das alte Boot, das mitten in der Nordsee verankert ist und auf dem die Rock ’n’ Roll -DJs ihr wildes und freies Dasein zelebrieren, wurde überaus reizvoll angelegt. Die Idee von einem solch schwerelosen Leben – zwischen toller Musik und den besten Freunden – wirkt anziehend und nimmt den Zuschauer mit auf eine abenteuerliche Reise, mitten hinein in das wilde Hippieleben der 60er Jahre. Die Freikarte zurück auf den Boden der Tatsachen, ist dabei allerdings auch inklusive. Mit dem britischen und stockkonservativen Minister, der für die Abschaffung von Piratenradios verantwortlich ist, hat Curtis einen witzigen und zugespitzt realitätsnahen Gegenpol in seinen Film integriert, der für Abwechslung sorgt und während den 135 Minuten Spiellänge auch kurze Blicke über den Bootsrand hinaus gewährleistet. Leider gesellen sich zu dieser gelungenen Parallelhandlung, noch einige Zeit schindende Nebenhandlungen, die überflüssig wirken und den Film unnötig in die Länge ziehen. Die traurige Geschichte vom Sohn, der ohne Vater aufwachsen musste, wirkt da ebenso deplaziert wie das schier ins Unendliche hinausgezögerte Ende. Die eine oder andere Storyschwäche wird jedoch beinahe problemlos von der tollen Besetzung wieder wettgemacht. Überzeugend sind dabei nicht nur die ganz großen Akteure wie Philip Seymour Hoffman und Bill Nighy. Auch in den Reihen der eher unbekannten Namen schlummern große Talente. Neueinsteiger Tom Sturridge und der bislang eher namenlose Rhys Ifans, können beinahe mühelos mit ihren Kollegen mithalten. Alle zusammen liefern sie ein überzeugendes Schauspiel ab, das hervorragend zu der musikalisch dichten Atmosphäre passt.

Wissenswertes

Radio Rock Revolution „Radio Rock Revolution“ ist nach „Tatsächlich Liebe" der nächste starbesetzte Streifen von Richard Curtis mit Erfolgsgarantie.

Der Film wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.



Besucherbewertung
4.8 / 5  (4 votes)

Kommentare

miscue schreibt am 14.04.09, 15:27
Absolut genialer Film!
Gestern glücklicherweise in der Sneak gesehen... lustig bis zum Schluss! ;)
Absolut empfehlenswert!
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