Ricky

Filmplakat Ricky
Regie François Ozon  Drehbuch François Ozon  Produzenten Chris Bolzli, Claudie Ossard, Vieri Razzini 
Genre Drama  FSK Filmlänge 90 min
Land Frankreich  Kinostart 14.05.2009  DVD-Start 08.10.2009  Verleih Concorde Film

Story

Die allein erziehende Mutter Katie lebt mit ihrer Tochter Lisa in bescheidenen Verhältnissen. Die Arbeit in der Fabrik macht ihr wenig Freude. Bis zu jenem Tag, als sie dort Paco kennen lernt. Zwischen beiden funkt es gleich und es dauert nicht lange, da zieht Paco bei Katie und Lisa ein. Lisa ist von dieser Entwicklung wenig begeistert, doch dann ist Katie schwanger und als Brüderchen Ricky erstmal auf der Welt ist, scheint alles perfekt. Es läuft alles gut, doch dann entdeckt Katie eines Tages blaue Flecken auf Rickys Rücken. Katie beschuldigt Paco, den Jungen misshandelt zu haben, doch erst als dieser auf und davon ist, entdeckt sei die unglaubliche Wahrheit: Ricky wachsen Flügel.

Schauspieler

Ricky Alexandra Lamy, Sergi Lopez, Mélusine Mayance, Arthur Peyret, André Wilms, Jean-Claude Bolle-Reddat

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 3 von 5 Ms Ricky „Seltsam“ – mit diesem Attribut beschreibt man „Ricky“ wohl am treffendsten. Denn seltsam ist an diesem französischen Beitrag zu den 59. Filmfestspielen von Berlin so einiges. Die Geschichte beginnt als Erzählung aus dem französischen Arbeitermilieu und mutet eher wie eine Sozialstudie an, bekommt aber im Verlauf der Handlung einen starken fantastischen Einschlag, den man nicht so recht zu deuten weiß. Es ist wirklich eigenartig mit zu verfolgen, mit welchem Pragmatismus Mutter Katie akzeptiert, dass ihrem Sohn plötzlich Flügel wachsen. Dieser wundersame Umstand gehört einfach plötzlich zu ihrer Realität, zu ihrem Alltag. Auch der Sinn hinter dieser Entwicklung erschließt sich nicht. Soll hier nun gezeigt werden, dass Mütter ihre Kinder lieben, egal wie anders sie sind? Oder hat Katie hier ihren eigenen Schutzengel zur Welt gebracht, der ihr hilft endlich eine richtige Familie zu gründen? Man weiß es auch nach dem Film nicht und so bleiben Fragen über Fragen, auf die auch das Ende des Streifens keine Antworten liefert. Und so wären wir wieder bei der Anfangsbeschreibung: Dieser Film ist einfach seltsam.



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