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Kommissar Bellamy
Bellamy
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Regie
Claude Chabrol
Drehbuch
Claude Chabrol, Odile Barski
Produzent
Patrick Godeau
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 110 min Land Frankreich Kinostart 09.07.2009 DVD-Start 03.12.2009 Verleih Concorde Film |
Story
Verreisen ist nicht das Ding von Kommissar Paul Bellamy, daher sind er und seine Frau auch dieses Jahr wieder von Paris in ihr südfranzösisches Feriendomizil in Nîmes gefahren. Sehr zum Verdruss von Frau Bellamy, die gerne einmal eine Nilfahrt oder etwas anderes exotisches in der Art machen würde. Doch dieses Jahr kommt Paul Bellamy nicht zur Ruhe. Das Provinzstädtchen wird von einem Versicherungsbetrugsfall mit Leiche in Atem gehalten und es dauert nur wenige Tage bis auch der Ermittler in den undurchsichtigen Fall verwickelt ist. Außerdem steht Pauls depressiv-melancholischer Halbbruder Jacques plötzlich vor der Tür und macht wieder einmal nichts als Ärger. Die idyllische Ferienruhe scheint damit in diesem Jahr auf immer dahin...
Schauspieler
Gérard Depardieu, Clovis Cornillac, Jacques Gamblin, Vahina Giocante, Marie Bunel, Vahina Giocante, Marie Matheron, Adrienne Pauly, Rodolphe Pauly, Yves Verhoeven
Filmkritik von Melanie Frommholz
Für einen Kriminalfall zu schleppend und schwerfällig und für eine psychologische Betrachtung zu nebulös und oberflächlich: Der Film „Kommissar Bellamy“ kann sich nicht entscheiden, ist keines von beidem richtig und wird daher von Minute zu Minute anstrengender. Das Autorenteam Claude Chabrol und Odile Barski hat es nicht geschafft die Story so packend aufzubauen, dass man den Geschehnissen aufmerksam und gefesselt folgt. Mit Gérard Depardieu steht einer der großen Schauspieler Frankreichs im Zentrum des Films und die Geschichte scheint ganz auf den präsenten Darsteller zugeschnitten zu sein. Doch auch Depardieu vermag der Geschichte ihre „Harmlosigkeit“ nicht zu nehmen. Die Handlung plätschert behäbig vor sich hin und lässt Dynamik und Biss vermissen. Vergeblich wartet man auf die sich auftuenden menschlichen Abgründe hinter den bürgerlichen Fassaden, doch selbst das Geständnis Bellamys seinen Halbbruder in der Kindheit fast umgebracht zu haben entlockt einem letztlich nur ein Schulterzucken. 110 Minuten werden da zur echten Geduldsprobe im Kinosessel.

