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Factory Girl
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Regie
George Hickenlooper
Drehbuch
Captain Mauzner
Produzenten
Malcolm Petal, Morris Bart, Kimberly C. Anderson, Holly Wiersma, Aaron Richard Golub
Genre Biopic FSK 12 Filmlänge 87 min Land USA Kinostart 06.08.2008 DVD-Start 04.12.2008 Verleih EuroVideo |
Story
Als Edie Sedgwick in den 60er Jahren von der Kunstschule in Cambridge in die Metropole New York reist, ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben in den nächsten Monaten vollkommen verändern wird. Als sie den Pop Art-Künstler Andy Warhol bei einer Ausstellung trifft, ist dieser gleich angetan von der hübschen Brünetten. Er lädt sie in seine Factory ein und bietet ihr eine Rolle in einem seiner künstlerischen Filme an. Schnell wird aus der reichen und verwöhnten Künstlerin, die neue Stilikone New Yorks. Edie Sedgwick gilt als Superstar und avanciert zu DEM It-Girl der Swinging Sixties. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer…
Schauspieler
Guy Pearce, Sienna Miller, Hayden Christensen, Jimmy Fallon, Jack Huston, Armin Amiri, Tara Summers, Mena Suvari, Meredith Ostrom, Beth Grant, Shawn Hatosy, Illeana Douglas, Edward Herrmann, James Naughton
Filmkritik von Kathrin Lang
Andy Warhol, wer kennt ihn nicht? Seine Drucke sind noch heute einem jeden von uns bekannt. Marilyn Monroe, Mona Lisa, Blumen – in den buntesten Farben - und Alltagsgegenstände, die zum Kunstobjekt erhoben werden. Im Zentrum dieses Filmes steht jedoch nicht der bekannte Künstler Warhol selbst, sondern seine Muse Edie Sedgwick, die einige Jahre ihres Lebens bei Warhol in der Factory verbracht hat und in Filmen Warhols zu sehen war. Zwar ist nicht klar, inwiefern dieses Biopic die Realität tatsächlich widerspiegelt, doch könnte man es sich genau so vorstellen - das wilde Leben der modernen Künstler, 60er Jahre, New York! Ja, doch. So, oder zumindest so ähnlich, stellt man sich das vor: Verrückte aber kreative Menschen, Drogen, Partys und dazwischen die Entstehung von Kunstwerken, die noch heute bekannt sind und die die Kunstszenen verändert und in eine neue Richtung geprägt haben. Zwar wünscht man sich nicht selten, dass die Kunst ein wenig mehr in den Mittelpunkt des Geschehens gestellt wird, doch diesem Anspruch wollte „Factory Girl“ wohl nicht gerecht werden. Viel mehr sollte hier eine Lebensgeschichte dargstellt werden, die spannend, traurig und verrückt zugleich ist. Das Ganze erscheint zum Schluss hin ein wenig klischeebeladen, kann aber dennoch überzeugen. Hochkarätig besetzt und mit dem nötigen Ernst herangegangen, wurde aus „Factory Girl“ ein interessanter und erkenntnisreicher filmischer Beitrag, den vor allem Liebhaber der Pop Art nicht verpassen sollten.
"In den 60ern gab es einen Menschen, der mich mehr fasziniert hat, als irgend jemand sonst. Die Faszination, die ich spürte, kam einer gewissen Art von Liebe sehr nah." (Andy Warhol)