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Die Entführung der U-Bahn Pelham 123
The Taking of Pelham 123
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Regie
Tony Scott
Drehbuch
Brian Helgeland
Produzenten
Todd Black, Jason Blumenthal, Steve Tisch, Tony Scott
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 106 min Land USA Kinostart 24.09.2009 DVD-Start 25.02.2010 Blu-ray-Start 25.02.2010 Verleih Sony Pictures |
Story
Walter Garber ist eigentlich ein ganz schön hohes Tier in der Verwaltung der New Yorker Verkehrsbetriebe, wurde jedoch wegen des Verdachts der Bestechlichkeit zum Fahrdienstleiter zurückgestuft. Hier fristet er sein Dasein und beteuert nebenher immer wieder seine Unschuld.
An einem scheinbar normalen Tag verändert sich das Leben von Garber von einem Moment auf den anderen schlagartig. Als die mit Passagieren besetzte U-Bahn Pelham 123 entführt wird, ist Garber derjenige, der plötzlich in die Rolle des Verhandlungsführers gedrängt wird. Im Wagon sitzt der undurchsichtige und mit allen Wassern gewaschene Ryder, der zehn Millionen Dollar erpressen will - in einer Stunde! Die Uhr tickt...
Schauspieler
Denzel Washington, John Travolta, Luis Guzmán, Victor Gojcaj, John Turturro, Michael Rispoli, Ramon Rodriguez, James Gandolfini, John Benjamin Hickey, Alex Kaluzhsky, Gbenga Akinnagbe, Katherine Sigismund, Jake Richard Siciliano, Jason Butler Harner, Gary Basaraba, Tonye Patano, Aunjanue Ellis
Filmkritik von Thomas Ays
Das was für Regisseur Tim Burton Johnny Depp ist oder für Ridley Scott Russell Crowe, das muss für Tony Scott Denzel Washington sein. Es ist das vierte Mal nach Filmen, wie zum Beispiel „Man on Fire“ oder „Deja Vu“, dass der Erfolgsregisseur („Top Gun“, „Tage des Donners“) mit Washington zusammenarbeitet. Mit John Travolta hatte er dann gleich zwei schlagkräftige Argumente und das Remake „Die Entführung der Pelham 123“ konnte eigentlich nicht mehr schief gehen.
Brian Helgeland gewann für sein mit Curtis Hanson geschriebenes Drehbuch zu „L.A. Confidential“ einen OSCAR und wurde 2004 für seine Schreibarbeit zu „Mystic River“ erneut mit einer Nominierung geehrt. Für Helgeland bestand die Schwierigkeit darin, den Stoff des 70er Jahre-Thrillers in die heutige Zeit zu holen und Scotts Job war es, daraus einen knallharten Streifen zu machen. Beide, sowohl Scott, als auch Helgeland, schaffen es nicht, glaubhafte Arbeit abzuliefern. Der Ausgang der Geschichte ist höchst fragwürdig, während des Films klaffen Logiklöcher und die Figurenzeichnung ist durchweg unbefriedigend, klischeehaft und eindimensional. Wenn es ein Tony Scott schafft, sowohl Washington, als auch Travolta blass aussehen zu lassen, dann ist das schon eine echte Leistung. Es kann doch nicht so schwer sein, derart gute Schauspieler hervorzuheben, sodass man ihnen überall hin folgen möchte. All dies geschieht nicht, im Gegenteil. Denzel Washington als Walter Garber und John Travolta als Entführer Ryder bleiben beide absolut farblos und sind jederzeit austauschbar, was nur als regelrechte Schande zu bezeichnen ist.
„Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“ ist belangloses, ja schon langweiliges „Thriller“-Kino, das sich gegen Ende zieht wie ein ausgelutschter Kaugummi. Die Figuren und die Handlung fesseln zu ganz wenigen Zeitpunkten und am Ende wird es widerlich patriotisch. Einzig der Inszenierungsstil und einige Actionsequenzen tragen dazu bei, dass dieser Streifen nicht vollends untergeht.
„Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“ ist das Remake des 1974 gedrehten „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“. Der auf einem Roman basierende Thriller wurde damals mit Walter Matthau und Robert Shaw verfilmt.
