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Der scharlachrote Buchstabe
The Scarlet Letter
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Regie
Roland Joffé
Drehbuch
Douglas Day Stewart
Produzenten
Roland Joffé, Andrew G. Vajna
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 135 min Land USA Kinostart 18.04.1996 DVD-Start 03.06.1997 Verleih Constantin Film |
Story
Neuengland im 17. Jahrhundert. Die verheiratete Hester Prynne und der weltoffene Reverend Arthur Dimmesdale verlieben sich ineinander. In der bigotten und puritanischen Gesellschaft, in der die beiden leben, gilt Ehebruch allerdings als Todsünde, weshalb sie gezwungen sind, ihre Liebe im Geheimen zu leben. Obwohl alle Welt denkt, dass Hesters Mann tot ist, muss die den Schein der glücklichen Ehefrau aufrecht halten. Als Hester schließlich von Arthur schwanger wird, kommt es zum Eklat. Obwohl sie von allen Seiten bedrängt wird, den Namen des Kindsvaters zu verraten, schweigt Hester eisern – weiß sie doch, dass Arthurs Karriere als Reverend damit beendet wäre. Daraufhin wird die schwangere Frau mit dem Buchstaben A gebrandmarkt, dem Anfangsbuchstaben des englischen Wortes für Ehebruch. Hester ist damit der öffentlichen Ächtung ausgesetzt, wird inhaftiert und bringt im Gefängnis eine Tochter zur Welt. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf, als Hesters tot geglaubter Ehemann zurückkehrt und alles daran setzt, den Namen von Hesters Geliebten zu erfahren, um sich rächen zu können…
Schauspieler
Demi Moore, Gary Oldman, Robert Duvall, Lisa Joliffe-Andoh, Edward Hardwicke, Robert Prosky, Roy Dotrice, Joan Plowright, Malcolm Storry, James Bearden, Larissa Laskin, Amy Wright, George Aguilar, Tim Woodward, Joan Gregson
Filmkritik von Stefanie Rufle
Spätestens seit „Enthüllung“ und „Striptease“ dürfte ja allgemein bekannt sein, dass Demi Moore einen gewissen Hang zum Exhibitionismus hat, was sich auch in „Der scharlachrote Buchstabe“ wieder bestätigt. Die Liebesszenen zwischen Reverend Dimmesdale und Hester Prynne wirken wie aus einem Soft-Porno entstiegen und rauben dieser Literaturverfilmung dadurch einiges an Glaubwürdigkeit. Was Nathaniel Hawthorne zu dieser Verfilmung seines Romans gesagt hätte, bleibt nur zu erahnen, doch ganz sicher war sein hauptsächliches Anliegen nicht das Schwelgen in einer anrührenden Liebesgeschichte. Auch wenn die gesellschaftskritischen Töne hier durchaus ihren Platz finden, wird das eigentliche Thema aufkosten des Leides der beiden Liebenden etwas vernachlässigt. Vor allem die differenzierte Auseinandersetzung mit dem Puritanismus der damaligen Zeit sucht man hier vergebens, so dass dieses Drama sich zunehmend in die Emanzipationsgeschichte einer rebellischen Frau verwandelt. Lediglich ein durchweg überzeugender Darstellerstab und die wirklich gelungene Optik dieses Films sind es, die „Der scharlachrote Buchstabe“ dann doch noch zu einem ganz sehenswerten und streckenweise auch sehr berührenden Drama machen. Doch alles in allem kann man sagen, dass es kein Wunder ist, dass die Produzenten Roland Joffé und Andrew G. Vajna für diese fünfte Verfilmung von Nathaniel Hawthornes Roman die Goldene Himbeere in der Kategorie Schlechtestes Remake/Schlechteste Fortsetzung erhielten.
Die literarische Vorlage von "Der scharlachrote Buchstabe" ist der gleichnamige Roman von Nathaniel Hawthorne, der 1850 veröffentlicht wurde. 