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Die Lust der schönen Rose
Rambling Rose
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Regie
Martha Coolidge
Drehbuch
Calder Willingham
Produzent
Renny Harlin
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 112 min Land USA Kinostart 16.04.1992 DVD-Start 31.08.1993 Verleih Scotia |
Story
Georgia, Mitte der Dreißigerjahre. Die neunzehnjährige Rose nimmt eine Stellung als Hausmädchen bei der wohlhabenden Südstaatenfamilie Hilyer an. Rose ist eine lebenslustige und äußerst freizügige junge Frau und hat, was für die damalige Zeit eher ungewöhnlich ist, schon zahlreiche sexuelle Erfahrungen gesammelt. Ihre erotische und sinnliche Ausstrahlung bleibt weder dem gestrengen Hausherrn, noch dessen dreizehnjährigem Sohn Buddy verborgen. Doch während der Vater den Reizen der schönen Nymphe tapfer widersteht, als diese ihn verführen will, ist Buddy weniger standhaft. Doch er bleibt nicht Roses einziges sexuelles Abenteuer in jenen Tagen. Die junge Schönheit, die als Kind sexuell missbraucht worden war, lässt sich mit der halben Nachbarschaft ein – was natürlich sämtliche Moralapostel aus ihren dunklen Löchern kommen lässt. Mit ihrer doch sehr unkonventionellen Art bringt sie das beschauliche Leben in der biederen Kleinstadt gehörig durcheinander. Als Rose schwer erkrankt, sehen die kleinlichen Moralisten ihre Chance als gekommen, Rose ausschweifendem Lebenswandel mithilfe einer gerichtlich angeordneten Zwangssterilisation endlich ein Ende zu setzen. Doch haben sie die Rechnung ohne die Wissenschaftlerin und Feministin Mrs. Hilyer gemacht…
Schauspieler
Laura Dern, Robert Duvall, Diane Ladd, Lukas Haas, John Heard, Kevin Conway, Robert John Burke, Lisa Jakub, Evan Lockwood, Matthew Sutherland, D. Anthony Pender, David E. Scarborough, Robin Dale Robertson, General Fermon Judd Jr., Richard K. Olsen
Filmkritik von Stefanie Rufle
Laura Dern als liebeshungrige, durch und durch sinnliche Nymphomanin. Wer, wenn nicht sie, hätte die Rolle der schönen Rose derart überzeugend und authentisch spielen können? Ihr gelingt es, dieser jungen Frau ein liebenswertes, ja beinahe rührseliges Gesicht zu geben, das den Zuschauer in jeder Sekunde davon überzeugt, dass sie eben kein männermordender Vamp ist, sondern eine naive Frau, die sich nach einem Halt in ihrem Leben sehnt. Es gelingt Regisseurin Martha Coolidge, die Stimmung und den damaligen Zeitgeist der Südstaaten einzufangen und gleichzeitig brisante Themen wie die erwachende kindliche Sexualität einzuflechten. Ein besonders behutsamer Umgang mit der Thematik der Nymphomanie zeichnet „Die Lust der schönen Rose“ aus, denn immer verspürt man große Sympathie und tiefes Mitgefühl mit dieser jungen Frau, die von einem übergroßen Bedürfnis nach menschlicher Zuwendung getrieben wird. Dies ist eine großartige Leistung von Hauptdarstellerin und Regisseurin.
Doch auch Robert Duvall als etwas knöcherner Hausherr und Diane Ladd als dessen feministische Ehefrau bieten eine überzeugende Leistung. „Die Lust der schönen Rose“ ist zweifelsohne ein bewegendes Drama, kann aber dennoch mit viel Humor und menschlicher Wärme vor zu viel Ernsthaftigkeit bewahren. Dieser Film lebt von seinen wunderbaren Charakteren und kann dort, wo die eine oder andere dramaturgische Schwäche auftaucht, mit großartigen Darstellern von sich überzeugen.
Wissenswertes
Laura Dern erhielt im Jahr 1991 einen Preis des World Film Festivals. Martha Coolidge, Renny Harlin und Diane Ladd gewannen im Jahr 1992 den Independent Spirit Award. Robert Duvall und der Kameramann Johnny E. Jensen wurden für den gleichen Preis nominiert. Lukas Haas und Lisa Jakub wurden 1992 für den Young Artist Award nominiert.
Diane Ladd und Laura Dern wurden als Mutter und Tochter erstmals in der Geschichte des OSCAR im selben Jahr für die Trophäe nominiert.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Schauspielerin - Drama (Laura Dern), Beste Nebendarstellerin (Diane Ladd)
OSCAR-Nominierungen
Beste Hauptdarstellerin (Laura Dern), Beste Nebendarstellerin (Diane Ladd)
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