Brüno

Filmplakat Brüno
Regie Larry Charles  Drehbuch Sacha Baron Cohen, Anthony Hines, Dan Mazer, Jeff Schaffer  Produzenten Jay Roach, Sacha Baron Cohen, Dan Mazer, Monica Levinson 
Genre Satire  FSK 12  Filmlänge 77 min
Land USA  Kinostart 09.07.2009  DVD-Start 26.11.2009  Verleih Universal Pictures

Story

Brüno ist das heißestes, was Österreichs Modewelt zu bieten hat. Der homosexuelle Moderator des Fernsehmagazins „Funkyzeit“ ist hot, hot, hot und immer auf Augenhöhe mit den neusten Trends. Doch auf der Mailänder Fashion Week unterläuft Brüno ein folgenschwerer Fauxpas und er wird entlassen. Über Nacht ist er ein Niemand und ganz unten angekommen. Doch Brüno gibt nicht auf. Er beschließt nach Amerika, genauer nach Los Angeles, zu gehen und der größte österreichische Superstar nach Hitler zu werden. Doch vor Ort angekommen entpuppt sich sein Plan, der neue Star am Himmel über Hollywood zu werden, als steiniger als zunächst angenommen. Immer an Brünos Seite: sein Assistent Lutz, der unerschütterlich zu seinem Boss hält.

Schauspieler

Brüno Sacha Baron Cohen, Gustaf Hammarsten, Clifford Bañagale, Josh Meyers

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms Brüno So konsequent schräg, verrückt und schmerzfrei ist nur einer: Sacha Baron Cohen! Bereits als „Borat“ walzte er in einer Manier über unsere Leinwände, die das Fremdschämen in ganz neue Dimensionen führte. Auch wer seine Art von derbem Humor nicht teilt, muss neidlos anerkennen, dass er es versteht seine Figuren mit Haut und Haaren zu leben. Von den manikürten Zehenspitzen, über den gewachsten Po, bis in die stylisch frisierten Haarspitzen ist er (diesmal) Brüno. Konsequent und keine Peinlichkeit auslassend hat es sich der Engländer diesmal zur Aufgabe gemacht der oberflächlichen und holen Welt der Stars und Sternchen der Mode- und Filmwelt den Spiegel vorzuhalten. Auch die Schwulenhasser und jene, die denken, sexuelle Neigungen seien nur eine Frage des richtigen Glaubens, bekommen ordentlich ihr Fett weg. Erneut bedient sich Cohen wieder eines „dokumentarischen“ Erzählstils, bei dem nie so ganz klar ist, wer nur eine Rolle spielt und wer gerade seine eigene, echte Einstellung kundtut. So „entlarvt“ er bei einem Fotoshooting für Babys karrieregeile Mütter und Väter, die ihre lieben Kleinen auch ohne Sicherheitsgurt hinter das Steuer eines rasenden Pkws setzen würden oder entlockt einem Trainer für Selbstverteidigung Sprüche wie „Homosexuelle sind wie Terroristen“. Er besucht die „anonymen Arschoholiker“ genauso wie eine private Swingerparty und lässt dabei auch keine nackten Tatsachen aus. Teilweise mutet das Ganze daher eher wie ein Pornofilm an. Für die einen ist das die hohe Kunst des derben Humors, der vor keinem Vorurteil und Klischee halt macht und gnadenlos die Heuchelei hinter den Hochglanzfassaden der Celebrities anprangert. Alle anderen werden die erste halbe Stunden dieses Films nicht überstehen, und angewidert abschalten.

Wissenswertes

Brüno Der Originaltitel des Filmes sollte eigentlich heißen: “Brüno: Delicious Journeys Through America For The Purpose Of Making Heterosexual Males Visibly Uncomfortable In The Presence Of A Gay Foreigner In A Mesh T-Shirt” (frei übersetzt: Herrliche Reisen durch Amerika mit dem Ziel, heterosexuellen Männern Unbehagen zu bereiten in der Gegenwart eines schwulen Fremden in einem Netzhemd.)



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