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Cadillac Records
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Regie
Darnell Martin
Drehbuch
Darnell Martin
Produzenten
Andrew Lack, Sofia Sondervan
Genre Musikfilm FSK 12 Filmlänge 109 min Land USA Kinostart 23.04.2009 DVD-Start 01.10.2009 Verleih Sony Pictures |
Story
Der polnischen Emigrant Leonard Chess ist sofort begeistert, als er den Südstaatengitarrist Muddy Waters und sein Mundharmonikaspieler Little Walter zum ersten Mal spielen hört. Er besorgt den beiden ein Studio, in dem sie ihren ersten Song aufnehmen, der in den USA sofort einschlägt wie eine Bombe. Sofort sieht Chess seine Berufung als Musikproduzent und gründet das Plattenlabel Chess Records. In den kommenden Jahren produziert er in seinem Studio zahlreiche Nummer 1 Hits und lebt, zusammen mit seinen Musikern die schnell zu seinen engsten Freunden werden, ein luxuriöses aber auch gefährliches Leben. Als weißer Emigrant, der Musik Farbiger fördert, rückt er sich in Zeiten des wütenden Rassismus in ein schlechtes Licht…
Schauspieler
Adrien Brody, Jeffrey Wright, Gabrielle Union, Columbus Short, Eamonn Walker, Mos Def, Cedric the Entertainer, Emmanuelle Chriqui, Tony Bentley, Norman Reedus, Beyoncé Knowles
Filmkritik von Kathrin Lang
“Wenn du Gitarre spielen kannst, bist du Superman.” (Willie Dixon)
Es war eine spannende Zeit für die Musikgeschichte, als der Blues in den späten 40er Jahren seinen Abschied von den Baumwollfeldern der Südstaaten nahm und Einzug in der großen amerikanischen Stadt hielt. Wovon viele Weiße zunächst nichts wissen wollten, wurde bald zentrales Thema: Die Musik Farbiger, die den Blues populär machten und später den Startschuss für den Rock ’n’ Roll gaben. Der Weg war steinig, hart und von den Problemen des Rassismus gepflastert, doch große Namen wie Muddy Waters, Little Walter, Howlin’ Wolf, Etta James und Chuck Berry setzten sich durch und ließen die Musik, die sie im Herzen trugen, trotz allen Hürden aufleben.
Regisseurin und Drehbuchautorin Darnell Martin setzt das Plattenlabel Chess Records in das Zentrum ihres Filmes und erzählt, ausgehend von Musikproduzent Leonard Chess, den Aufstieg des Blues. Um ihn herum hat sie die wichtigsten Namen dieser Zeit versammelt, die stellvertretend für eine ganze Ära stehen. Obwohl sie in den Grundzügen eigentlich alles richtig gemacht hat, ergibt „Cadillac Records“ im Endergebnis aber dennoch kein stimmiges Bild. Dabei scheitert das ganze Gefüge schon an der Synchronisation. Wo im englischen Original sicherlich ernstzunehmende Stimmen ertönen, wirken die rauen und kratzigen Synchronstimmen albern und geradezu unangenehm. Vermutlich liegt es auch daran, dass so mancher Dialog seine Wirkung schlicht verfehlt. Während dicke Tränen über die Gesichter der Schauspieler kullern, wirken die dazugehörigen Worte hölzern und transportieren keinerlei Emotionen. Das ist schade und kommt „Cadillac Records“ teuer zu stehen. Berühren kann das filmische Stück Musikgeschichte während seinen zahlreichen Dialogen nämlich nicht. Das gelingt dem Streifen nur während seiner musikalischen Einlagen, die schlicht großartig sind und „Cadillac Records“ in der deutschen Fassung gerade noch rechtzeitig vor dem gänzlichen Absturz bewahren. Wenn Jeffrey Wright alias Muddy Waters oder Beyoncé Knowles alias Etta James das Gequatsche bleiben lassen und stattdessen ihre Songs zum Besten geben, ist Gänsehaut und ein tolles musikalisches Feeling vorprogrammiert. Stimmgewaltig und toll in Szene gesetzt, macht „Cadillac Records“ dann doch noch richtig Spaß.
