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The Fall
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Regie
Tarsem Singh
Drehbuch
Tarsem Singh, Dan Gilroy, Nico Soultanakis
Produzent
Tarsem Singh
Genre Fantasy FSK 12 Filmlänge 117 min Land Indien, Großbritannien, USA Kinostart 12.03.2009 DVD-Start 28.08.2009 Verleih Capelight |
Story
Die kleine Alexandria hat sich beim Orangenpflücken den Arm gebrochen und muss deshalb einige Tage im Krankenhaus verbringen. Dort begegnet sie dem Stuntman Roy, der bei seinem letzten Job einen schweren Unfall erlitten hat. Da er durch seine Verletzung nie wieder wird arbeiten können und zu allem Unglück auch noch von seiner Freundin verlassen wurde, hat er mit dem Leben eigentlich schon abgeschlossen. Da er allerdings mit beiden Beinen ans Bett gefesselt ist, gibt es für ihn keine Möglichkeit seinem jämmerlichen Leben ein Ende zu setzen. Da kommt ihm die neugierige und aufgeweckte Alexandria genau richtig. Er erzählt ihr spannende Geschichten von großen Helden und fordert dafür als Gegenleistung, dass sie ihm Tabletten besorgt. Alexandria ahnt nicht, dass sich ihr mittlerweile lieb gewonnener Freund Roy das Leben nehmen will. Als sie es dann doch versteht, könnte das fünfjährige Mädchen Roys letzte Hoffnung sein…
Schauspieler
Lee Pace, Catinca Untaru, Justine Waddell, Robin Smith, Julian Bleach, Leo Bill, Emil Hostina
Filmkritik von Kathrin Lang
In einer Zeit, in der Märchen und Mythen ihre zauberhafte Kraft scheinbar schon fast verloren haben, nimmt sich Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Tarsem Singh genau diesem Thema an und setzt eine fantastische Welt, bildgewaltig und meisterhaft in Szene. Das entzückende Resultat ist eine Hommage an die Magie des Erzählens, des Zuhörens und der fantastischen Imaginationsfähigkeit geworden, der man sich nur schwer entziehen kann.
Und dabei beginnt alles ganz anders: Ein kleines Mädchen mit gebrochenem Arm stromert durch die Gänge eines Krankenhauses. Sie scheint lebensfroh, aber doch bedrückt. Die Atmosphäre lässt einen schweren Film vermuten, der nicht viel Lustiges mit sich bringt. Wie richtig und gleichzeitig falsch man mit dieser Einschätzung liegt, wird erst etliche Szenen und Filmminuten später klar. Das Mädchen, gespielt von einer herausragenden Catinca Untaru, begegnet einem betrübten Stuntman, der sich bei seinem letzten Job eine schwere Verletzung zugezogen und dabei jeglichen Lebensmut verloren hat. Er beginnt ihr Geschichten zu erzählen. Geschichten von großen und kleinen Helden, die große und kleine Abenteuer bestreiten. Plötzlich, ohne dass man in seinem Kinosessel so ganz begreifen kann wieso eigentlich, nimmt der Film Abschied von der bedrückenden Krankenhausatmosphäre und entführt den Zuschauer in die schillernden Landschaften einer bildgewaltigen Fantasiewelt. Fortan bewegt sich „The Fall“ auf zwei Ebenen, die zweier vollkommen unterschiedlichen Genres angehören. Je mehr Filmminuten verstreichen, desto mehr verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen (filmischer) Realität und Fantasiewelt. Die eine Ebene nimmt auf die andere Einfluss – bis sie beinahe gänzlich zu Einem werden. Großartig, wie Tarsem diese Wendung gelingt. Langsam und einfühlsam, beinahe ohne dass der Zuschauer es zur Kenntnis nimmt, wird aus dem anfänglich großen Fragezeichen, ein bildgewaltiges Meisterwerk, das seine volle Wirkung erst im Laufe der Zeit entfaltet.
Die Bereitschaft sich auf diese Geschichte einzulassen, gehört hier ebenso dazu wie Geduld. Aber es lohnt sich: Wer sich mitnehmen lassen will auf eine spannende und abenteuerliche Reise durch sämtliche Märchen und Mythen und dabei auch ein wenig Tragik verkraften kann, der wird seine Freude mit dem preisgekrönten „The Fall“ haben.
Regisseur Tarsem Singh drehte vier Jahre an diesem Film und reiste dazu in über 20 verschiedene Länder. 