Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Toast
|
Regie
S.J. Clarkson
Drehbuch
Lee Hall
Produzent
Faye Ward
Genre Biopic FSK 6 Filmlänge 92 min Land Großbritannien Kinostart 11.08.2011 DVD-Start 06.12.2011 Blu-ray-Start 06.12.2011 Verleih Ascot Elite |
Story
Nigels Mutter ist nicht gerade ein Kochtalent: eigentlich ist alles, was sie in der Küche zustande bringt, Toast. Wenn es mal gut läuft, wirfst sie gerne auch ein paar Konservendosen in das kochend heiße Wasser und beschert ihrer dreiköpfigen Familie damit ein „Festmahl“. Als Nigels Mutter an einer schweren Krankheit stirbt, trifft jedoch schon bald eine neue Frau in das Leben von Nigel und seinem Vater: Mrs. Potter ist so ziemlich genau das Gegenteil von Neigels Mutter – was sich vor allem am Herd bemerkbar macht. Mrs. Potter zaubert die feinsten Gerichte und macht damit vor allem Neigels Vater überaus glücklich. Neigel selbst hingegen blickt der neuen Frau an der Seite seines Vaters jedoch skeptisch entgegen und beschließt ihr Contra zu geben: heimlich studiert er Kochbücher und belegt in der Schule den Hauswirtschaftskurs. Schon bald zeigen sich unerwartete Kochtalente…
Schauspieler
Helena Bonham Carter, Ken Stott, Victoria Hamilton, Freddie Highmore, Colin Prockter, Oscar Kennedy, Matthew McNulty, Frasier Huckle, Kia Pegg, Rielly Newbold, Roger Walker, Rob Jarvis, Amy Marston
Filmkritik von Kathrin Lang
2011 lief „Toast“ in der Reihe „Kulinarisches Kino" auf der Berlinale und erfreute sich dort großer Beliebtheit. Weiter auch kaum verwunderlich, denn das von Lee Hall („Billy Elliot“) verfasste Drehbuch erzählt eine im Grunde simple, aber gerade deshalb doch sehr nachhaltige Coming-of-Age-Geschichte. Ohne große Schnörkel und Gesten begleitet man den jungen Nigel Slater gerne auf seinem Reifeprozess, an dessen Ende er nicht nur viel über seine Sexualität gelernt hat, sondern auch über seine zukünftige Bestimmung. Heute ist Nigel Slater tatsächlich als Kochstar bekannt und hat unter dem Titel „Halbe Portion“ 2006 bereits eine Autobiografie in Deutschland veröffentlicht. Auf diesem basiert auch das Drehbuch, das von Lee Hall toll transkribiert und von Regisseur S.J. Clarkson passend für die Leinwand aufbereitet wurde.
Durchweg pendelt „Toast“ zwischen Tragik und Komik, ohne jemals dem Extremen zu verfallen. Bis zum Schluss bleibt das Biopic eine leise Abhandlung über das Heranwachsen eines Kochgenies zu weitgehend widrigen Bedingungen. Wirklich Mitleid hat man mit Protagonist Nigel Slater jedoch nie. „Toast“ hält die Balance – ist dadurch manchmal vielleicht etwas träge, besticht jedoch immer wieder durch seine Unaufgeregtheit. Dass das Konzept so gut aufgeht, liegt vor allem an den Darstellern. Helena Bonham Carters Darstellung ist wie immer ein Fest und auch die beiden Jungdarsteller Oscar Kennedy und Freddie Highmore, die den heranwachsenden Neigel verkörpern, überzeugen durch eine facettenreiche und dem Erzählton des Filmes angepassten Darstellung.
"Toast" wurde mit großem Erfolg in der Reihe "Kulinarisches Kino" auf der Berlinale 2011 gezeigt.