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Zwölf Runden
12 Rounds
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Regie
Renny Harlin
Drehbuch
Daniel Kunka
Produzenten
Mark Gordon, Renny Harlin, Becki Cross Trujillo, Michael Lake, Vince McMahon, Josh McLaughlin
Genre Action FSK 16 Filmlänge 108 min Land USA Kinostart 28.05.2009 DVD-Start 08.01.2010 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
Als Police-Officer Fisher einen Millionen Dollar Coup verhindert und dafür sorgt, dass die Täter gefasst werden, verunglückt die Freundin von Miles Jackson, dem Kopf der Verbrecherbande, beim Fluchtversuch tödlich. Miles schwört zugleich, sich an Fisher zu rächen, sobald sich ihm die Gelegenheit dazu bietet. Als Miles ein Jahr später aus dem Gefängnis ausbricht, beginnt er sein gefährliches Spiel mit Fisher. Er entführt dessen Verlobte Molly und legt eine Spur aus zwölf Aufgaben, denen sich Fisher stellen muss, um das Leben seiner Verlobten nicht zu gefährden…
Schauspieler
John Cena, Ashley Scott, Brian J. White, Taylor Cole, Steve Harris, Aidan Gillen, Lara Grice, Peter Navy Tuiasosopo, Gonzalo Menendez, Travis Davis, Vincent Flood, Louis Herthum
Filmkritik von Kathrin Lang
Kenn sie den schon? „Treffen sich zwei Detectives im Ghetto von New Orleans, um nach einem Hinweis für einen möglichen Tatort zu suchen. Sagt der eine zum anderen: „Hey, da ist ein Graffiti an der Wand. Zwei Gratzahlen und zwei Uhrzeiten.“ Der andere: „Was könnte das bedeuten?“ Der eine: „Gratzahlen, Uhrzeiten. Was bedeutet das bloß?“ Der andere: „Hey, ich weiß was das bedeutet, das sind Koordinaten.“ Der eine: „Mensch, woher weißt das nur?“ Welcome to the wonderful world of „Zwölf Runden".
„Ich kaute gerade auf einem Sandwich herum und räsonierte über die achthundert Dollar, die noch auf meinem Bankkonto lagen. Vielleicht war ich doch im falschen Geschäft. Da klingelte das Telefon. Am anderen Ende waren die Produzenten, die mir sagten, dass John Cena und WWE Films mein Buch verfilmen wollten.“ (Drehbuchautor Daniel Kunka)
Ja, hätte Kunka doch bloß weiter auf seinem Sandwich gekaut, dann wäre er früher oder später bestimmt darauf gekommen, dass er mit der Annahme, vielleicht im falschen Geschäft tätig zu sein, vollkommen richtig lag. Selten, wirklich selten schafft es ein solch grottenschlechtes Drehbuch wie dieses bis in die Lichtspielhäuser. Bereits wenige Minuten nach dem Vorspann ist eigentlich schon alles klar: In den kommenden 108 Minuten Spiellänge wird der Zuschauer eine Salve an miserablen Dialogen und gänzlich sinnfreien Handlungsverläufen über sich ergehen lassen müssen. Gnadenlos und geradezu brutal in seinem Nonsens, kann man diesem ganzen Actionspektakel nur kopfschüttelnd gegenübertreten. Hier wird sich wirklich jedem Klischee bedient - Von „Schatz, vertraust du mir?“, bis hin zu „Ich habe immer an dich geglaubt“, kann „Zwölf Runden“ wirklich alle flachen Sprüche in seinem Repertoire vorweisen und nimmt sich dabei, und das ist wohl mit das Schlimmste an der ganzen Sache, auch noch vollkommen ernst.
Dass „Zwölf Runden“ so ist wie er ist, kann nur an der geistigen Umnachtung der gesamten Filmcrew liegen. Während Produzent Mark Gordon dem Hauptdarsteller John Cena durch diesen Auftritt eine große Karriere als Hollywoodstar prognostiziert, glaubt Regisseur Renny Harlin, dass sein Film realitätsnah sei und sein Actionheld Sinn für Humor habe. Hallo? Erde an Filmcrew: Euer Film dürfte mit das Schlimmste sein, das das Kinojahr 2009 für sein Publikum bereithält.


