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Public Enemies
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Regie
Michael Mann
Drehbuch
Ronan Bennett, Michael Mann, Ann Biderman
Produzenten
Michael Mann, Kevin Misher
Genre Krimi FSK 12 Filmlänge 143 min Land USA Kinostart 06.08.2009 DVD-Start 10.12.2009 Blu-ray-Start 10.12.2009 Verleih Universal Pictures |
Story
Während der Depressionszeit der 30er Jahre überfällt John Dillinger mit seiner Bande zahllose Banken. Keiner kann ihn stoppen, immer wieder entkommt er mit seinen tolldreisten Aktionen der Polizei. Auch Gefängnismauern können Dillinger nicht aufhalten und seine wagemutigen Ausbrüche machen ihn beim amerikanischen Volk beliebt, entwischt er dabei doch gerade jenen Behörden, unter denen auch der Durchschnittsbürger zu leiden hat. So wird Dillinger mehr und mehr zu einer Symbolfigur für die Amerikaner, denn er raubt genau die Banken aus, die sie für den Verlust ihres eigenen Geldes verantwortlich machen. John Dillinger wird zu einer Art modernem Robin Hood und kann mit seinem Charisma schon bald den Soziopathen Baby Face Nelson und den Entführer Alvin Karpis zu seiner Gang zählen. Mit seinem unglaublichen Charme erobert er auch das Herz der bezaubernden Billie Frechette, die zu seiner großen Liebe wird.
Doch vor allem einem ist Dillinger mit seinen Abenteuern ein Dorn im Auge: J. Edgar Hoover möchte die Gefangennahme der Bankräuber und vor allem die von John Dillinger dazu nutzen, sein Bureau of Investigation weiter auszubauen und so zu erreichen, dass es zur polizeilichen Bundesbehörde befördert wird. So wird durch Hoovers Dazuhalten John Dillinger zum ersten US-amerikanischen Staatsfeind Nr. 1 erklärt. Es ist nun an Melvin Purvis vom FBI, Dillinger dingfest zu machen.
Schauspieler
Johnny Depp, Christian Bale, Marion Cotillard, Giovanni Ribisi, Billy Crudup, Stephen Dorff, Channing Tatum, Leelee Sobieski, Emilie de Ravin, David Wenham, John Ortiz, Lili Taylor, James Russo
Filmkritik von Stefanie Rufle
„Public Enemies“ erzählt vom kurzen aber abenteuerlichen Leben der Gangsterlegende John Dillinger. Dabei bleibt der Streifen aber weit entfernt davon, einen Helden zu glorifizieren, der Dillinger keineswegs war. Gerade die dunklen Seiten des Gangsters arbeitet Regisseur Michael Mann präzise heraus: Dillinger war ein kaltblütiger und rücksichtsloser Bankräuber, der ohne mit der Wimper zu zucken Menschen umbrachte. Auf der anderen Seite stand seine weiche, durch und durch charmante Seite, für die ihn die Menschen geradezu vergötterten. Hauptdarsteller Johnny Depp gelingt es mit Bravour, diese beiden unterschiedlichen Gesichter Dillingers herauszuarbeiten und dem Gangster so ein wirklich authentisches Gesicht zu verleihen. Über Depps Darstellung kann nur bewundernd gesagt werden, dass sie facettenreich, zutiefst glaubwürdig und berührend ist. Hier darf der Mime nach „Fluch der Karibik“ erneut beweisen, dass er eben nicht nur der durchgeknallte Jack Sparrow ist, und wir dürfen uns von seiner ernsten und dramatischen Seite überzeugen lassen. Depp, der schon seit Beginn seiner Karriere davon träumt, einmal den Dillinger zu spielen, gelingt es gemeinsam mit Michael Mann die Persönlichkeit des Gangsters auszuloten und so ein facettenreiches Bild Dillingers darzulegen.
Sehr blass hingegen wirkt neben dem großartigen Johnny Depp leider Christian Bale. Seine Rolle des gut aussehenden FBI-Ermittlers Melvin Purvis, der auch scherzhaft der „Clark Gable des FBI“ genannt wurde, gibt dem Mimen wenig Raum, sich zu entfalten. Die Persönlichkeit von Purvis bleibt stets im Dunkeln, nur andeutungsweise lässt Bale erkennen, wie dessen Haltung zu den Ereignissen ausgesehen haben mag. Schade, denn dass in Christian Bale mehr steckt, hat er bereits hinreichend bewiesen und es bleibt zu hoffen, dass er nicht allmählich auf die wortkargen, einsamen Helden festgelegt wird, die für das Gute einstehen. Gerade diese Figur des Purvis, der sich ein Jahr nach dem Tod von Dillinger das Leben nahm, hätte etwas mehr Raum verdient gehabt. Brillant hingegen ist OSCAR Preisträgerin Marion Cotillard, die an Johnny Depps Seite dessen Freundin Billie Frechette darstellt und dabei durchweg überzeugen kann. Leider etwas im Hintergrund bleibt allerdings die Elite an Schauspielern, die Mann zusätzlich für seinen Film verpflichten konnte: David Wenham, Jason Clarke und Stephen Graham spielen Dillingers Hauptverbündete, Billy Crudup stellt den jungen J. Edgar Hoover dar. Das Hauptaugenmerk bei „Public Enemies“ liegt eindeutig auf Johnny Depp und Marion Cotillard, die diesen Gangsterfilm zu etwas ganz Besonderem machen. Rasante Schusswechsel und wilde Verfolgungsjagden halten den Zuschauer in Atem und lassen ihn bis zum Schluss mit diesem dreisten Gangster bangen. „Public Enemies“ fängt die Faszination dieser besonderen Ära ein und schildert das kurze Leben eines legendären Gangsters. Ganz großes Starkino!
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Kommentare
Stefan schreibt am 20.08.09, 09:21
Ich sag auch danke für die fast immer guten Filmkritiken!
Allerdings ist mit der neuen Page ein deutlicher Rückschritt erfolgt.
Macht optisch eher den Eindruck eines
semiprof. programmierung! Sehr schade!
ICH WÜNSCHE MIR DIE ALTE PAGE ZURÜCK!
Gruß
philipp schreibt am 14.10.09, 00:02
kann Stefan nur zustimmen! Bitte die alten Page wieder zurück!
Der Film ist nicht das was man erwartet..geht so...mittelmaß
Martin schreibt am 08.08.09, 10:30
Heyyy, die Kommentare gehen wieder?!
Guter Zeitpunkt, um Danke zu sagen! Für einen wahnsinns Relaunch der Seite und das schier unaufhörliche Engagement des Teams!!!
DANKE!
