Amphetamine

Filmplakat Amphetamine
Regie Scud  Drehbuch Scud  Produzent Scud 
Genre Drama (Gay)  FSK 12  Filmlänge 97 min
Land Hong Kong, China, 2010  DVD-Start 19.11.2010  Verleih Pro-Fun Media

Story

Kafka hat kein einfaches Leben. Er benötigt gleich mehrere Jobs, um seine kranke Mutter finanziell unterstützen zu können. In der Nacht, in der er seine Freundin May verlässt, trifft er auf den jungen, gut aussehenden Finanzmanager Daniel, der ihn schnell heftig umwirbt und für sich gewinnen will. Doch Kafka ist nicht schwul - oder doch?
In den kommenden Wochen und Monaten gibt Kafka Daniel immer mehr nach bis sie so etwas wie eine Beziehung führen. Doch dann kommt eine schreckliche Erinnerung hoch und droht alles zu zerstören...

Schauspieler

Amphetamine Byron Pang, Thomas Price, Linda So, Winnie Leung, Simon Tam

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 4 von 5 Ms Amphetamine Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Scud liefert mit „Amphetamine“ ein außergewöhnlich starkes Drama ab, das auf mehreren Ebenen funktioniert. „Amphetamine“ ist nicht nur die Bezeichnung für eine Droge, sondern bedeutet im chinesischen auch „Ist dies sein Schicksal?“ In diesem schwulen Drama passen jedoch beide Bezeichnungen wie die Faust aufs Auge.
Optisch ist „Amphetamine“ nicht zu toppen. Scud liefert schlicht fantastische Bilder und überschwemmt unsere Sinne mit Eindrücken, die in dem gezeigten Moment nicht zu überbieten sind. Die Kamera vollbringt meisterhafte Dinge und die Intensität der eingefangenen Farben ist unglaublich.
Mit den beiden Hauptdarstellern Byron Pang (Kafka) und Thomas Price (Daniel) durfte Scud mit zwei aufregenden und optisch wunderschönen und ausdrucksstarken Menschen arbeiten, die gerade in den kunstvollen Szenen nicht hätten ästhetischer inszeniert werden können. In den emotional anstrengenden Szenen jedoch stößt vor allem Pang an seine Grenzen. Hier nimmt man ihm die Verzweiflung und Wut auf das Leben nicht immer ab. Auch die Liebesszenen, die optisch einwandfrei sind, scheitern oft an dem verhaltenen Spiel seiner Protagonisten, was schade ist.
Auch die Inszenierung, gerade am Schluss, ist zweifelhaft kitschig und trübt den sonst poetisch wundervollen Gesamteindruck. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Nichtsdestotrotz ist aus „Amphetamine“ ein kleines Kunstwerk geworden, das Fans solcher feinsinnigen Filme nicht verpassen sollten.

Wissenswertes

Amphetamine "Amphetamine" ist lediglich in der kantonesisch/englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln erhältlich.



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