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Twelve
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Regie
Joel Schumacher
Drehbuch
Jordan Melamed
Produzenten
Charlie Corwin, Sidonie Dumas, Ted Field, Jordan Melamed, Robert Salerno
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 95 min Land USA, Frankreich Kinostart 14.10.2010 DVD-Start 31.03.2011 Verleih Tobis Film |
Story
Den frühen Tod seiner Mutter hat Michael nicht verkraftet: Anstatt sein Leben geregelt fortzuführen, gerät er nach ihrem Tod auf die schiefe Bahn. Heute hat er sich unter der Upper-Eastside-Jugend zum Drogendealer Nummer 1 hochgearbeitet. Tag für Tag, Nacht für Nacht zieht er durch die Straßen, um die verwöhnten Jugendlichen mit Gras zu versorgen, damit diese ihrem oberflächlichen Alltag für ein paar Stunden entfliehen können. Gegenüber seiner besten Freundin Molly erwähnt er nicht, dass ihn alle nur noch White Mike nennen. Ihr gegenüber hält die die Fassade vom netten Jungen gekonnt aufrecht. Sein sorgsam errichtetes Gerüst stürzt jedoch an genau jenem Tag ein, als sein drogensüchtiger Cousin Charlie von einem anderen Drogendealer ermordet wird...
Schauspieler
Chace Crawford, Emma Roberts, Rory Culkin, 50 Cent, Ellen Barkin, Erik Per Sullivan, Nico Tortorella, Ethan Peck, Philip Ettinger, Esti Ginzburg, Zoë Kravitz, Billy Magnussen, Emily Meade, Ako, Dionne Audain, Gregg Bello, Maxx Brawer
Erzähler (englisches Original):, Kiefer Sutherland
Filmkritik von Kathrin Lang
Es ist vorrangig die Inszenierung, die das Drama rundum die verwöhnte Upper-Class-Jugend in New York zu einem besonderen Filmerlebnis werden lässt. Auf dem erfolgreichen Roman von Nachwuchsautor Nick McDonell basierend, inszeniert Regisseur Joel Schumacher sein „Twelve“ als eine Mischung aus Hörcollage und bildlichem Filmerlebnis. Eine Stimme aus dem Off begleitet das Geschehen auf der Leinwand und gibt Einblicke in die Gedankenwelt der Figuren. Mit literarischen Elementen wird somit geschickt jene Lücke gefüllt, die der Film aus eigener Kraft heraus nicht füllen kann. Diese spannende Verknüpfung der Medien - das harmonische Zusammenspiel von Film, Buch und Hörbuch - verleiht „Twelve“ seine besondere Note und verdeutlicht, dass Joel Schumacher es nach wie vor versteht, durch außergewöhnliche Inszenierungen zu glänzen.
Doch auch die Geschichte, die „Twelve“ zu erzählen hat, vermag zu überzeugen. Hervorragend führt das Drama die Abgründe der versnobten Jugend vor. Wilde Partys, heiße Liebschaften – und dazwischen immer und stets die Drogen. Der ewige Teufelskreis, die Tücken und Gefahren werden durch „Twelve“ eindrücklich und schockierend zu Tage gefördert. Auch wenn die moralische Keule häufig etwas zu offensichtlich zum Einsatz kommt, so kann Joel Schumachers „Twelve“ als eindrucksvolles Mahnmal und authentische Milieustudie aufgefasst und rezipiert werden.
Das Drehbuch zu "Twelve" basiert auf dem Roman "Zwölf" von Nick McDonell. Der teils autobiographische Roman war das Debüt des Autors und erschien 2002.