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Queer as Folk (TV-Serie) - Staffel 1
Queer as Folk - Season 1
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Regie
Michael DeCarlo, Alex Chapple, Kevin Inch, David Wellington, Russell Mulcahy, Jeremy Podeswa, John Greyson, Kari Skogland
Drehbuch
Ron Cowen, Daniel Lipman, Russell T. Davies, Jonathan Tolins, Jason Schafer, Garth Wingfield, Richard Kramer, Doug Guinan
Produzenten
Sheila Hockin, Kevin Inch
Genre TV-Serie (Gay) FSK 16 Filmlänge 1008 min Land USA, Kanada, 2000-2001 DVD-Start 06.06.2006 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
Im aufregenden Pittsburgh ist die schwule Szene für Michael, Emmett, Ted, Justin und Brian alles. Dabei unterscheiden sich die Jungs vollkommen:
Michael ist der mit dem Lausbubenlächeln, er liebt Comics, seinen besten Freund Brian und ist, Job bedingt, gezwungen die Hete zu spielen.
Emmett ist das krasse Gegenstück zu Michael. Offensichtlicher könnte man nicht schwul sein. Dabei hat der liebenswerte Kerl ein großes Herz und würde für seine Freunde durchs Feuer gehen.
Ted ist Buchhalter und hält sich für ein Mauerblümchen, das niemand haben will. Also liebt er Cybersex und schmachtet in verschiedenen Clubs die knackigen Kerle an. Als er sich endlich Hals über Kopf verliebt – und wiedergeliebt wird – wird es für ihn gefährlich.
Justin ist 17 und entdeckt gerade seine Homosexualität. Dabei weiß er genau, was er will: Brian. Der Männerschwarm hat es dem Jungspund richtig angetan. Dabei muss er erst lernen, was es in der Schwulenwelt heißt, Beziehungen zu führen. Die gibt es meist nämlich gar nicht.
Brian hingegen liebt niemanden - außer sich selbst. Jede Nacht einen anderen Kerl - oder mehrere. Seine Weisheit: "Liebe ist, was Heten brauchen, um einen wegzustecken!" Und doch braucht auch er die Freundschaft zu Michael, ohne den er in manchen Situationen die Kontrolle über sein Leben vollkommen verlieren würde.
Neben diesen tollen Jungs gibt es auch zwei Freundinnen im Bunde: Melanie und Lindsay leben seit geraumer Zeit zusammen und erwarten gerade ein Kind - gespendet von Brian höchstpersönlich. Das kann nur Probleme geben.
Sie alle leben in ihrer eigenen kleinen Welt, bestimmt von Sex, Drogen, Freundschaft, Liebe, Arroganz, Vorurteilen, Lesbenkaffeekränzchen, AIDS und Beziehungskisten. Das ist ihre Geschichte...
Schauspieler
Gale Harold, Hal Sparks, Randy Harrison, Scott Lowell, Peter Paige, Michelle Clunie, Thea Gill, Sharon Gless, Sherry Miller, Jack Wetherall, Chris Potter
Kritik von Thomas Ays
In Deutschland verbannte man die Schwulenserie „Queer as Folk“ ins spätabendliche Fernsehprogramm, wo sie natürlich nicht sonderlich erfolgreich wurde. Das mag daran liegen, dass diese kanadisch-amerikanische Produktion sehr, sehr freizügig geraten und daher auch erst ab 16 Jahren freigegeben ist. Dennoch wäre es wünschenswert gewesen, diese TV-Serie mehr zu pushen – schließlich wird jede noch so billige Thriller-Krimi-Serie mit ihren Millionen Ablegern ebenfalls hochgelobt und noch dazu zur besten Primetime gesendet. „Queer as Folk“ ist der beste Beweis dafür, dass wir hier in Deutschland eben doch noch nicht soweit sind, „anderes Fernsehen“ bedenkenlos anzunehmen.
Diese TV-Serie macht beinahe alles richtig. Liebenswerte, authentische und charismatische Figuren, gepaart mit einer tollen Optik und guten Geschichten. In „Queer as Folk“ wird es einem bestimmt nicht langweilig, dafür sorgen schon die Jungs und Mädels der Hauptcrew.
Im ersten Moment denkt man schnell an Oberflächlichkeit und/oder nerviger Klischeebedienung. Sicherlich spielen nackte (Männer-)Körper in dieser Serie eine große Rolle, besagte Oberflächlichkeit ist nun mal aber fester Bestandteil dieser schwulen Szene. Tolle, eingeölte Körper, der „Run“ auf junge Männer und viel, viel Sex. Wären da nicht Michael, Emmett, Brian, Justin, Melanie, Lindsay und Ted, würde es furchtbar langweilig werden. Tatsächlich werden diese Figuren nicht nur von wundervollen und authentischen Schauspielern gespielt, was beweist, dass man bissigen Witz mit viel Sex und echten Botschaften paaren kann und dass diese Gleichung in diesem speziellen Fall auch wunderbar funktioniert.
Neben einem durchgehenden roten Faden hat die erste Staffel von „Queer as Folk“ vor allem eine wunderschöne Liebesgeschichte zu bieten, die mit Brian und Justin nicht nur ungeheuer spannend, sondern auch erotisch und beispiellos romantisch geworden ist. Man möchte nach jeder Folge sofort wissen, wie es weitergeht. Besonders Randy Harrison, der Justin spielt, weiß seine Reize voll auszuspielen und mit seinem Körper, seiner Ausstrahlung und seinem Aussehen zu punkten. Diesem Typen will man nur zu gern auf den Leim gehen.
Alles in allem ist die erste Staffel von „Queer as Folk“ eine durchweg gelungene und noch dazu kreativ und originell gefilmte Season geworden, die beeindruckt, fesselt und einen so schnell nicht wieder loslässt. Daumen hoch! So muss (schwules) Fernsehen sein.
Wissenswertes
Episodenguide:
• Alle neun Sekunden
• Immer und überall
• Kommen und gehen
• Ein kleiner Schnitt
• Hart an der Grenze
• Die Kunst der Verzweiflung
• Ich will Dich nicht, bleib bei mir!
• Babylon Bumerang
• Sonny Boy
• Queens of the Road
• Zur Feier des Tages
• Bewegung oder Stillstand
• Ich sehe das Licht
• Überraschende Wendung
• Fesselnde Erfahrungen
• Bitte französisch
• Zwei Amerikaner in Paris
• Saunaliebe
• Bowling für die Ewigkeit
• King of Babylon
• Und alles bleibt anders
• Der letzte Tanz
Diese TV-Serie umfasst folgende Staffeln:
Queer as Folk (TV-Serie) - Staffel 1
Queer as Folk (TV-Serie) - Staffel 2
Queer as Folk (TV-Serie) - Staffel 3
Queer as Folk (TV-Serie) - Staffel 4
Queer as Folk (TV-Serie) - Staffel 5
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Kommentare
Shruikan schreibt am 26.01.12, 21:10
Noch nie zuvor gab es eine Serie, die das Thema Homosexualität so offensichtlich behandelt hat, wie "Queer as Folk". In den ersten Folgen glaubt man zunächst, dieses neue Format als "Klischeestreifen" abtun zu können. Obwohl die Handlung manchmal unerträglich übertrieben ist und durchaus mit Klischees spielt, sind es die zwischenmenschlichen Geschichten, Emotionen und Erlebnisse, die diese Serie zu einem Gesamtkunstwerk machen. Quer as folk zeigt den Alltag einer Minderheit, die auch heutzutage noch mit vielen Anfeindungen und Problemen zu kämpfen hat, daraus aber auch durchaus positive Dinge zieht. Die Serie ist nicht nur für Schwule und Lesben gemacht, sondern für jeden, der anders fühlt, anders denk oder einfach anders ist und zeigt, dass das wichtigste im Leben - die Liebe - keine Schubladen kennt.
