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Inglourious Basterds
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Regie
Quentin Tarantino
Drehbuch
Quentin Tarantino
Produzent
Lawrence Bender
Genre Kriegs-Drama FSK 16 Filmlänge 152 min Land USA Kinostart 20.08.2009 DVD-Start 11.01.2010 Verleih Universal Pictures |
Story
Frankreich, 1941: Auf dem Bauernhof von Perrier LaPadite finden einige der letzten Juden in der Gegend Unterschlupf. Dem friedlichen Zusammenleben bereitet Oberst Hans Landa, auch bekannt als der Judenjäger, jedoch ein jähes Ende. Als er das Grundstück wieder verlässt, hat nur eines der Judenmädchen überlebt: Shosanna Dreyfus gelingt die Flucht.
Vier Jahre später treibt eine Truppe, die sich die „Inglourious Basterds“ nennt, ihr Unwesen in Frankreich. Sie machen Jagd auf Nazis und setzen diesen übel zu. Zur gleichen Zeit taucht Shosanna in Paris, mit perfekter Tarnung, wieder auf. Sie macht Bekanntschaft mit dem Kriegshelden Fredrick Zoller und begibt sich damit mitten hinein in das Nest aus Männern, die ihre Familie auf dem Gewissen haben…
Schauspieler
Brad Pitt, Christoph Waltz, Mélanie Laurent, Eli Roth, Michael Fassbender, Diane Kruger, Daniel Brühl, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, Jacky Ido, B.J. Novak, Omar Doom, August Diehl, Denis Menochet, Sylvester Groth, Martin Wuttke, Mike Myers, Julie Dreyfus, Richard Sammel, Rod Taylor, Sönke Möhring, Samm Levine, Ken Duken, Christian Berkel
Filmkritik von Kathrin Lang
Gerüchten zufolge kursierte die Idee zu „Inglourious Basterds“ schon seit über zehn Jahren in der Filmbranche rund um Filmemacher Quentin Tarantino. Immer wieder soll er befreundeten Produzenten und Schauspielern aus dem Drehbuch vorgelesen und nach ihrer Meinung gefragt haben. Die Idee musste also einen langen Reifeprozess durchlaufen, bis der Film nun tatsächlich über die Leinwände dieser Welt flimmern durfte. Das Endergebnis kann sich – in guter, alter Tarantino-Manier – selbstverständlich auch sehen lassen.
Der Clou, das wirklich Besondere an „Inglourious Basterds“, ist letztlich die Aufteilung des Filmes in fünf Kapitel. Stellt man Kapitel für Kapitel nebeneinander, so steht und wirkt ein jedes für sich selbst. Zwar ergeben sie erst gemeinsam das große Ganze, sind in ihrer Form jedoch vollkommen unterschiedlich. Tarantino selbst hatte auch den Anspruch, jedem seiner Kapitel einen anderen Look zu verleihen. Erzählton und Gefühlslage sollte in jedem Kapitel variieren, wodurch „Inglourious Basterds“ eine ganze spezielle Wirkung verliehen wird. Letztlich ist es nämlich nicht die Story, die diesen Film dominiert, sondern die Inszenierung der einzelnen Kapitel. Tarantino nimmt sich überraschend viel Zeit, um den Abschnitten ihre Form zu geben: Er beobachtet genau, behandelt und thematisiert alles, was ihn interessiert. Die Detailgenauigkeit, mit der Tarantino seine Geschichte erzählt, ist verblüffend. Zwar bleiben auch da Gewaltszenen nicht gänzlich außen vor, nehmen für Tarantino-Verhältnisse jedoch eine ungewöhnlich dezentrale Rolle in dem Spiel ein. Herzstück sind die scharf geschliffenen Dialoge, die von den Schauspielern brillant in Szene gesetzt werden. Ganz vorne mit dabei: Christoph Walz, der seine Rolle des gefürchteten Judenjägers mit einer solchen Authentizität wiedergibt, dass neben ihm ein jeder seiner Kollegen erblasst. Zwar überhöht er seine Rolle bis ins geht-nicht-mehr, überzeugt gerade dadurch jedoch auf ganzer Linie. Die Goldene Palme und der Golden Globe wurden absolut zu Recht für diese Leistung vergeben. Der Entscheidung der OSCAR-Jury kann gespannt und voller Hoffnung entgegengeblickt werden. Ohnehin präsentiert sich die deutsch(-österreichische) Schauspielerriege von ihrer Schokoladenseite. Neben Christoph Walz glänzen auch Til Schweiger, Daniel Brühl, August Diehl und Diane Kruger mit Bestleistungen und lassen die deutsche Brust stolz anschwellen.
„Inglourious Basterds“ präsentiert eine Antikriegsgeschichte, in der sich Regisseur und Drehbuchautor Quentin Tarantino frei austobt. Natürlich sind auch hier seine Phantasien mitunter etwas krank, doch trösten darüber die tolle Inszenierung und das grandiose Schauspiel leicht hinweg.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Drama, Beste Regie, Bestes Drehbuch
Gewonnene Golden Globes
Bester Nebendarsteller (Christoph Waltz)
OSCAR-Nominierungen
Bester Film, Beste Regie, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Ton-Mix, Bester Ton-Schnitt, Bestes Drehbuch (Original)
Gewonnene OSCARs
Bester Nebendarsteller (Christoph Waltz)
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Kommentare
Rudi schreibt am 30.11.09, 16:03
Ich fand den Film ein typischer Tarantino-Streifen. Darum hat mir die Art wie der Film gemacht ist, die Idee und die verschiedenen Charaktere sehr gefallen. An der Qualität ist nichts anzusetzen, im Gegenteil.
Aber: Ich finde, der Streifen ist im falschen Genre gelandet. Es ist eher eine Kriegs-Komödie als ein Kriegs-Drama, denn spätestens, wenn Hitler das erste Mal auftaucht, wirds lächerlich. Man kann ihn letztendlich nicht ernst nehmen. Deshalb erübrigt sich jeder Versuch, irgend einen Sinn hinter dem Ganzen zu suchen.
Florian schreibt am 11.09.09, 12:56
Im großen und ganzen ein recht gelungener Film, aber auch keine Meisterleistung.
Am wenigsten hat mich von der schauspielerischen Leistung Eli Roth überzeugt, für mich eine absolute Fehlbesetzung; er sollte sich lieber aufs Drehbuchschreiben konzentrieren und den Reste dennen überlassen die es können. Eine farblose Figur ohne jeglichen Tiefgang und das von Anfang bis Ende des Films.
Sehr überzeugt haben für mich Christoph Waltz und Daniel Brühl - weiter so...
Volker schreibt am 02.09.09, 22:56
Ich liebe Tarantinos Kunst - aber dieser Film ist einfach nur schlecht, ich war maßlos enttäuscht - unsinnige Handlung der man auch bei viel Phantasie keine Tiefe abgewinnen kann - die Figuren platt und oberflächlich - einfach nur Effekthascherei....
