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Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen
Ghosts of Girlfriends Past
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Regie
Mark Waters
Drehbuch
Jon Lucas, Scott Moore
Produzenten
Brad Epstein, Jonathan Shestack
Genre Komödie FSK 6 Filmlänge 100 min Land USA Kinostart 28.05.2009 DVD-Start 23.10.2009 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Profi-Fotograf Connor Mead liebt seine Freiheit und vor allem seine Frauen. Ganz richtig: Von diesen hat er nicht nur ein Exemplar, sondern gleich eine ganze Armada. Er ist der typisch gutaussehende Macho, der Frauenherzen ebenso schnell erobert wie er sie bricht. Als sein Bruder heiratet, kann er es eigentlich kaum fassen. Wie kann sich ein Mann nur einer Frau verschreiben? Also reist Connor zu der Hochzeitsgesellschaft, um diese ordentlich aufzumischen und für ein bisschen Verwirrung zu sorgen. Dort begegnet er auch seiner Jugendliebe Jenny, die er eigentlich schon längst vergessen hat. In der Nacht vor der Hochzeit wird der Weiberheld jedoch mit seiner Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft konfrontiert, wodurch ihm die Augen geöffnet werden. Doch vielleicht ist es nun zu spät…
Schauspieler
Matthew McConaughey, Jennifer Garner, Lacey Chabert, Michael Douglas, Emma Stone, Breckin Meyer, Anne Archer, Robert Forster
Filmkritik von Kathrin Lang
Da haben wir sie wieder: Die altbekannte Geschichte vom machohaften Weiberheld, der vor lauter Bäumen die richtige Frau nicht mehr sieht. Bevor hier nur all zu vorschnell ein Urteil gefällt wird, sollte man dieser x-ten Lovestory made in Hollywood allerdings eine faire Chance geben. Denn: Nicht überall wo langweilig und vorhersehbar drauf steht, ist auch selbiges drin. Im Falle von „Der Womanizer – Die Nacht der Exfreundinnen“ trifft Letzteres gewissermaßen zwar zu, doch gilt: Der Weg ist das Ziel - und dieser wurde durchaus lustig und charmant gegangen.
Mal von dem groben Grundgerüst abgesehen, sind den Machern von „Der Womanizer – Die Nacht der Exfreundinnen“ tatsächlich auch einige unverbrauchte, wenn nicht gar neuartige Ideen eingefallen, die sie geschickt in ihren Film integrieren. Zwar wirkt das mystische Element der vier Geister, die Matthew McConaughey nachts heimsuchen um ihn zu bekehren, zunächst ein wenig befremdlich, sorgt jedoch schon bald für willkommene Abwechslung. Nicht nur, dass die Geschichte dadurch turbulenter ins Rollen gebracht wird, auch wird dadurch der oftmals nur all zu langatmige Rückblick in die Vergangenheit verkürzt und mit einigen witzigen Pointen schmackhaft gemacht. Ohnehin ist es der Filmcrew wunderbar gelungen ihre Story in Fahrt zu halten. Langeweile wird nur all zu schnell in ihrem Kern erstickt und von einigen pfiffigen Dialogen und Handlungssequenzen abgelöst. Zwar verkommt das Ganze manchmal zu einem etwas mühevolle Hangeln von einem pointierten Gag zum Nächsten, doch zündet immerhin fast jeder Witz, wodurch sich das Publikum von „Der Womanizer – Die Nacht der Exfreundinnen“ schwerelos und unkompliziert unterhalten lassen kann.
Dass aus dieser romantischen Komödie ein solch schwereloser Popcornfilm wurde, liegt nicht unwesentlich auch an den Darstellern. Jennifer Garner steht der bissige Ton der toughen Exfreundin zwar nur mäßig gut, doch dafür verkörpert sie hervorragend den Kern ihres Charakters. Die Mischung aus dem netten Mädchen von nebenan und dem besonderen Etwas, das sie als Ausreißerin unter all den anderen Frauen hervorstechen lässt, steht ihr überaus gut und wurde toll umgesetzt. Neben ihr agiert ein wie immer souveräner Matthew McConaughey, dem eine Kate Hudson zu seiner Seite zwar besser stand, der aber auch Hand in Hand mit Jennifer Garner eine gute Figur abgibt. Er spielt den Typen mit der harten Schale und dem weichen Kern ausgezeichnet und liefert eine witzige und an ihren Höhepunkten sogar Taschentuch reife Darbietung ab, die so manches Frauenherz höher schlagen lassen wird. Aus den Reihen der Nebendarsteller tritt vor allem ein - wie immer - exzellenter Michael Douglas hervor. Er verkörpert den alten Schwerenöter Wayne mit einer unwiderstehlichen Portion Charme und nimmt damit Auftritt für Auftritt die gesamte Leinwand für sich ein. Neben der guten Einzeldarstellung, fällt bei „Der Womanizer – Die Nacht der Exfreundinnen“ aber auch eine wundervolle Gemeinsamkeit auf: Alle drei Darsteller verbergen geschickt ihre Herzlichkeit, offenbaren diese nach und nach aber doch, um schließlich in guter alter Hollywoodmanier die Herzen der Zuschauer zu erobern. Irgendwie kitschig, irgendwie schön!

