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Nachtblende
L' homme qui voulait vivre sa vie
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Regie
Eric Lartigau
Drehbuch
Laurent de Bartillat, Eric Lartigau
Produzent
Pierre-Ange Le Pogam
Genre Thriller FSK 12 Filmlänge 109 min Land Frankreich, 2010 DVD-Start 01.07.2011 Verleih Universum Film |
Story
Von außen betrachtet führt Paul Exben ein erfülltes Leben. Vor kurzem ist der erfolgreiche und gut betuchte Anwalt mit seiner schönen und bezaubernden Frau Sarah und den beiden entzückenden Kinder ins Grüne vor die Tore von Paris gezogen. Die Kanzlei, die er mit einer alten Freundin der Familie betreibt floriert, so dass finanzielle Sorgen gar nicht erst aufkommen können. Hinter der Fassade bröckelt Pauls Glück jedoch Tag für Tag mehr. Ständig hadert er mit sich, dass er damals dem Druck seines Vaters nachgegeben und seine Leidenschaft, die Fotographie aufgegeben hat. Er ist rastlos und als er erfährt, dass Sarah mit dem Nachbarn, einem Fotographen, ein Verhältnis hat, bricht sich seine Wut in einer Affekthandlung ihre Bahnen. Er tötet den Nebenbuhler bei dem Versuch ihn zur Rede zu stellen und zerstört damit die Fundamente seines Lebens. Paul flieht und wagt einen Neuanfang mit einem geraubten Leben als Künstler. Doch die Schatten der Vergangenheit holen ihn ein.
Schauspieler
Romain Duris, Marina Foïs, Niels Arestrup, Branka Katic, Catherine Deneuve, Eric Ruf, Enzo Caçote, Luka Antic, Rachel Berger, Esteban Carvajal-Alegria
Filmkritik von Melanie Frommholz
Mit „Nachtblende“ inszeniert der französische Regisseur Eric Lartigau auf der Grundlage des gleichnamigen Bestsellers von Douglas Kennedy eine packende Mischung aus Drama und Thriller. Das Szenario ist dabei zwar kein Unbekanntes, doch die Geschichte eines Mannes, der durch tragische Umstände das eine Leben verliert und gegen einen hohen Preis die Chance bekommt ein neues zu leben ist zeitlos faszinierend. Mit sicherer Hand lenkt Lartigau die Atmosphäre der spannenden Handlung zwischen düsterer Verzweiflung, aufkeimender Hoffnung und der Angst vor Entdeckung auf einem gleichbleibend dichten Niveau. So wird man von den Geschehnissen unweigerlich in den Bann gezogen. Die Kamera unterstreicht dabei das Innenleben der Hauptfigur Paul Exben mit stimmungsvollen und eleganten Bildern. Gespielt wird Exben von einem ausdruckstarken Romain Duris, den wir zuletzt in „Der Auftragslover“ von seiner komischen Seite sehen konnten. Diesmal bietet ihm seine Rolle die Möglichkeit die Grenzen eines Getriebenen auszuloten. Eindrucksvoll trägt er so gut wie im Alleingang diesen Film mit einer starken Präsenz. In den Nebenrollen sind es Marina Foïs und Catherine Deneuve die im Gedächtnis bleiben. Enttäuschend ist lediglich das von Eric Lartigau und seinem Co-Drehbuchautor Laurent de Bartillat gewählte Ende der Geschichte. Sie lassen die Handlung zu sehr auslaufen und verlassen damit ihre Linie, die sich sonst durchweg durch großen Realismus auszeichnet.
Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Douglas Kennedy. 
