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I Phone You
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Regie
Dan Tang
Drehbuch
Wolfgang Kohlhaase
Produzent
Peter Schwartzkopff
Genre Love-Story FSK 12 Filmlänge 95 min Land Deutschland, China Kinostart 26.05.2011 DVD-Start 19.01.2012 Verleih STUDIOCANAL |
Story
Das chinesische Blumenmädchen Ling ist selig. Der vermögende Geschäftsmann Yu hat ihr vor seiner Abreise nach Berlin, nach einer gemeinsamen Liebesnacht, ein iPhone geschenkt. Nun können sie immer telefonieren. Die deutsche Hauptstadt ist doch so weit weg von ihrer Heimat, der Millionenmetropole Chongqing. Tatsächlich ruft Yu auch bald an und sendet Ling verliebte Nachrichten, die die junge Frau auf die Idee bringen, ihren Liebsten in Berlin zu besuchen. Gedacht, getan. Doch am Flughaften wartet auf Ling nicht Yu, sondern dessen Bodyguard Marco. Er soll für Ling den Babysitter machen und sie so schnell wie möglich wieder in einen Flieger gen China verfrachten. Doch Ling denkt gar nicht daran, sich abschieben zu lassen ohne Yu gesehen zu haben. Ohne Geld und Pass irrt sie auf der Suche nach ihm durch Berlin, trifft türkische Taxifahrer, polnische Maler, Obdachlose und Huren. Und Hund Robert.
Schauspieler
Jiang Yiyan, Florian Lukas, Wu Da Wei, Wang Hai Zhen, Bing He, Annette Frier, Fritz Roth, Tino Mewes
Filmkritik von Melanie Frommholz
Der bekannte deutsche Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase lieferte der Newcomerin Dan Tang das Drehbuch für ihre Liebesgeschichte „I phone you“. Kohlhaase, der zuletzt für Andreas Dresen die Bücher für dessen Kinofilme „Sommer vorm Balkon“ und „Whisky mit Wodka“ schrieb, hat hier eine nette kleine Liebesgeschichte erdacht, die charmant unterhält und sich neben einer Lovestory auch ganz grundsätzlich dem Thema Kommunikation widmet. Die bekannten Kulissen von Berlin bilden den Rahmen für Lings Suche nach ihrem Liebsten, die gekennzeichnet ist von illustren Begegnungen, Sprachproblemen und dem Telefon als Kommunikationsmittel. Leider bleibt die Geschichte dabei aber immer an der Oberfläche und erreicht nicht die Tiefe und Aussagekraft von Storys wie „Sommer vorm Balkon“. Dan Tangs Inszenierung hat zweifellos zwar die notwendige Leichtigkeit für das Thema, sie lässt die Handlung aber zu sehr treiben, selbst in den Momenten, die sich für mehr Dichte anbieten. Man empfindet die 95 Minuten länger als sie tatsächlich sind. Bei der Besetzung der Hauptdarstellerin hatte sie allerdings ein gutes Händchen. Yiyan Jiang, die hier in ihrer ersten Hauptrolle zu sehen ist, passt gut in die Rolle der naiven aber patenten Ling und ist ein großer Sympathieträger. Man begibt sich gerne mit ihr auf diese etwas andere Entdeckungsreise durch die Berliner Straßen.
