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Rebecca
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Regie
Alfred Hitchcock
Drehbuch
Robert E. Sherwood, Joan Harrison
Produzent
David O. Selznick
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 130 min Land USA Kinostart 30.10.1951 DVD-Start 02.10.2002 Verleih United Artists |
Story
Eine junge Gesellschafterin lernt in Monte Carlo Maxim de Winter kennen, einen attraktiven, wohlhabenden Witwer, der unnahbar alle Avancen der Männer suchenden Frauenwelt abwehrt. Nur eben diese junge, bescheidene Frau, der jegliche Eitelkeit fern ist, scheint in seine Einsamkeit vordringen zu können. Als Maxim um ihre Hand anhält, kündigt sie sofort ihre Stelle als Gesellschafterin und folgt ihm auf "Manderley", seinen Herrensitz, auf dem er schon mit seiner verstorbenen Frau gelebt hat.
Die Schatten Rebeccas scheinen überall auf "Manderley" auf die Frischvermählte zu lauern und vor allem Mrs. Danver, die Haushälterin, kann ihre Herrin nicht vergessen , betreibt einen regelrechten Kult mit ihren Erinnerungen und begegnet der neuen Mrs. De Winter mit unverhohlener Abneigung. Ganz anders Maxim – er ist nur damit beschäftigt, die Erinnerungen an seine erste Frau, die offenbar in einer nahe gelegenen Bucht ertrank, zu verdrängen.
Die junge Mrs. De Winter ist in dieser eigenartigen Atmosphäre völlig sich selbst überlassen, in ihr formt sich ein Bild Rebeccas, das mehr und mehr zur Obsession gerät und auch ihre junge Ehe auf eine harte Belastungsprobe stellt. Die Tote scheint die Lebenden nicht ruhen zu lassen und erst, als ans Licht kommt, was damals wirklich mit Rebecca geschah, scheint sich das Leben für die Eheleute zu wenden.
Schauspieler
Laurence Olivier, Joan Fontaine, Judith Anderson, George Sanders, Nigel Bruce, Gladys Cooper, Leo G. Carroll, C. Aubrey Smith
Filmkritik von Stefanie Rufle
„Gestern Nacht träumte ich, ich sei wieder in ‚Manderley’.“
Mit diesen Worten beginnt Alfred Hitchcocks legendäre Verfilmung des gleichnamigen Romans von Daphne du Maurier. Was Kennern des Romans als erstes ins Auge stechen dürfte, ist die Tatsache, dass die Perspektive im Gegensatz zur Vorlage nicht konsequent beibehalten wird. Im Roman wird alles aus Sicht der namenlosen Erzählerin erzählt, was im Film kaum möglich ist, wodurch der Geschichte aber viel von ihrer eigenartigen Atmosphäre geraubt wird. Auch wenn Hitchcock mit der Kamera stets sehr nahe bei seiner Hauptdarstellerin Joan Fontaine blieb, konnte ihm damit nicht der gleiche Effekt gelingen, den du Maurier in ihrem Roman erzielte. Auch die schier übermächtige Präsenz der verstorbenen Rebecca, die wie ein schwarzer Albtraum über dem Buch lastet, sucht man in Hitchcocks Werk vergebens. Gerade diese stete Anwesenheit einer Toten, ihr übermächtiger Schatten ist es aber, der die eigentliche Faszination dieser Geschichte ausmacht.
Die darstellerische Leistung von Joan Fontaine als Protagonistin ist ordentlich, auch wenn sie manchmal etwas übertrieben agiert. Doch vor allem die Selbstzweifel, mit denen sich die junge Ehefrau plagt, ihr Gefühl, niemals an die tote Rebecca heranreichen zu können, transportiert Fontaine überzeugend. Laurence Olivier gibt dem etwas blasierten, emotional verkümmerten und gequälten Maxim De Winter ein überzeugendes Gesicht, und auch George Sanders als windiger Neffe weiß zu überzeugen. Herausragend ist hingegen Judith Andersons darstellerische Leistung als Haushälterin Mrs. Danvers, die ihre vorige Herrin idealisiert und vergöttert. Auf brillante Art und Weise spiegelt sie die Seelenqual dieser verwirrten Persönlichkeit und deren Verachtung für die neue Mrs. De Winter wider.
Doch alles in allem gehört „Rebecca“ zu den weniger überzeugenden Filmen des Masters of Suspense. Vor allem aus heutiger Sicht wirkt er doch etwas sehr behäbig und angestaubt und die deutsche Synchronisation ist alles andere als zeitgemäß. Ein Hitchcock-Thriller, der atmosphärisch dicht und durchaus fesselnd ist, mit überzeugenden Darstellern zu punkten weiß, dem aber die mysteriöse Spannung fehlt, die man von großen Hitchcock-Werken gewohnt ist.
Wissenswertes
„Rebecca“ ist der erste Film Alfred Hitchcocks, der in Hollywood gedreht wurde. Er basiert auf Daphne du Mauriers gleichnamigem Roman.
Hitchcocks erstes Drehbuch stieß bei Produzent Selznick auf heftige Ablehnung, weil es zu sehr von der Romanvorlage abwich. Aus diesem Grund wurde das bereits fertige Drehbuch von Michael Hogan, Alma Reville und Joan Harrison gemeinsam mit Hitchcock, Selznick und dem eigens engagierten Bühnenautor Robert E. Sherwood angepasst.
Sir Laurence Olivier war verärgert, dass seine damalige Frau Vivien Leigh nicht die weibliche Hauptrolle bekam, was zu großen Spannungen zwischen ihm und Joan Fontaine führte.
„Rebecca“ erhielt als einziger Hitchcock-Film einen OSCAR als bester Film, der allerdings an den Produzenten Selznick ging.
„Rebecca“ war 1951 der Eröffnungsfilm der 1. Berlinale, Hitchcock erschien nicht, dafür aber Joan Fontaine.

Auszeichnungen
OSCAR-Nominierungen
Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Laurence Olivier), Beste Hauptdarstellerin (Joan Fontaine), Beste Nebendarstellerin (Judith Anderson), Beste Ausstattung (Schwarz/Weiß), Beste Special-Effekte, Bester Schnitt, Beste Musik, Bestes Drehbuch
Gewonnene OSCARs
Bester Film, Beste Kamera (Schwarz/Weiß)
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