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Vergissmichnicht
L' âge de raison
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Regie
Yann Samuell
Drehbuch
Yann Samuell
Produzent
Christophe Rossignon
Genre Tragik-Komödie FSK 0 Filmlänge 89 min Land Frankreich, Belgien Kinostart 23.12.2010 DVD-Start 24.06.2011 Verleih Schwarz Weiss Filmverleih |
Story
Die Managerin Margaret Flore ist eine toughe Frau, die es in der männerdominierten Welt der Wirtschaft geschafft hat die Nase vorn zu haben. Ihr Tag ist genauso straff durchorganisiert wie ihre Beziehung mit dem smarten Malcolm und ein Termin jagt den nächsten. Zeit ist Geld! Doch dann bekommt sie an ihrem 40. Geburtstag überraschende Post: Von ihrem 7jährigen Ich. Damals war Margaret noch Marguerite und dachte, dass sie bestimmt eine Erinnerung an ihre Wünsche und Träume bitter nötig haben würde. Der Notar Mérignac hatte die Briefe des kleinen Mädchens pflichtbewusst bewahrt und wird für die Managerin von heute nun zur nervtötenden Stimme aus der Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die Margaret sorgfältig verdrängt hatte und die nun Erinnerung um Erinnerung durch die Briefe an die Oberfläche kommt. Ist es für sie schon zu spät die Weichen im Leben noch einmal umzustellen?
Schauspieler
Sophie Marceau, Marton Csokas, Michel Duchaussoy, Jonathan Zaccaï, Emmanuelle Grönvold, Juliette Chappey, Thierry Hancisse, Déborah Marique, Roméo Lebeaut, Jarod Legrand, Alexis Michalik, Raphaël Devedjian
Filmkritik von Melanie Frommholz
Wie ein Wirbelwind durch einen Film fegen und dabei trotz einer gewissen Überdrehtheit die Herzen der Zuschauer im Sturm erobern ist genau das, was die französischen Schauspielerin Sophie Marceau aus dem FF beherrscht. Für ihre Frische und ihren Charme lieben wir die Mimin, die mit „La Boum - Die Fete“ zum Teenie-Star avancierte, nicht erst seit „Vergissmichnicht“. Sie ist der große Pluspunkt eines ansonsten durchweg durchschnittlichen Films, der das altbekannte Thema der Selbstfindung noch einmal variiert.
„Werde die Du bist“
Filmemacher Yann Samuell, der hier auch das Drehbuch beisteuerte, tritt mit einer sympathischen Idee für die Bewahrung von Träumen und Begeisterungsfähigkeit an. Die liebevoll gestalteten Briefe, die Hauptfigur Margaret von ihrem Kindheits-Ich bekommt, sind ein hübscher Hingucker in der ansonsten wenig überraschenden Variante eines „Finde-Dich-selbst“-Streifens. Samuell bleibt in den altbekannten Klischees, die man hier erwartet. Es gibt die schwierige Kindheit, das Widersehen mit der Jugendliebe und die Erkenntnis, dass man mit dem Erwachsenwerden doch vieles verdrängt was einem einmal wichtig war. Das alles ist für die Dauer des Films nett anzusehen und man baut auch Sympathie für die Hauptfigur und ihre Geschichte auf, sie wird aber nicht dauerhaft im Gedächtnis bleiben. Letztlich bleibt „Vergissmichnicht“ zu austauschbar und mit seiner Linie zu sehr an der Oberfläche der Dinge, um sich wirklich aus der Masse vergleichbarer Filme abzuheben.
Der Film ist die dritte Regiearbeit von Filmemacher Yann Samuell.