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Affären à la carte
Le Code A Changé
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Regie
Danièle Thompson
Drehbuch
Danièle Thompson, Christopher Thompson
Produzenten
Christine Gozlan, Alain Terzian
Genre Tragik-Komödie FSK 0 Filmlänge 96 min Land Frankreich Kinostart 16.07.2009 DVD-Start 18.02.2010 Verleih Prokino |
Story
Paris im Juni. Man trifft sich zum Dinner. Überwiegend kommen Pärchen, aber auch Singles sitzen am Tisch. Jeder bringt sein emotionales Päckchen mit zum Essen, doch in geselliger Runde will man sein Gesicht nicht verlieren. Und so gibt man den charmanten Gastgeber oder den witzigen Gast. Man kennt sich gut – zum Teil. Die Atmosphäre pendelt zwischen echter Herzlichkeit und aufgesetzter Scheinheiligkeit. Keiner will sich eine Blöße geben und doch klingt zwischen den Zeilen Kummer und zuweilen auch Schmerz hindurch. Genau ein Jahr später will man sich erneut treffen. Doch so vieles hat sich verändert. Kinder, wo ist nur die Zeit geblieben…
Schauspieler
Karin Viard, Dany Boon, Patrick Bruel, Patrick Chesnais, Marina Foïs, Marina Hands, Blanca Li, Emmanuelle Seigner, Christopher Thompson, Laurent Stocker, Pierre Arditi
Filmkritik von Melanie Frommholz
In „Affären à la carte“ versammelt sich das „who is who“ der derzeitigen französischen Filmszene um den „Willkommen bei den Sch’tis“-Star und Stand-up-Comedian Dany Boon. Ensemblefilme über Themen wie Gott und die Welt, die Liebe, das Leben und alles dazwischen sind eine Stärke des französischen Kinos. In unserem Nachbarland scheint man auch die schwierigen Dinge des Lebens mit einer berührenden Leichtigkeit verpacken zu können. „Affären à la carte“ reiht sich jedoch leider nicht in die Reihe überzeugender und starker Streifen wie „Willkommen bei den Sch’tis“ oder „C'est la vie - So sind wir, so ist das Leben“ ein. Für eine Komödie ist der Film zu unkomisch, für ein Drama zu wenig tiefgründig. Die Geschichte um das Liebes- und Eheleben aber auch die gesellschaftliche Heuchelei von Glück, mit all ihren angedeuteten Schicksalen, ist keines von beidem konsequent und pendelt sich emotional auf einer unterhaltsamen Nulllinie ein. Es ist nett, diesem „Wer mit wem“ beizuwohnen, aber auch nicht mehr. Regisseurin und Drehbuchautorin Danièle Thompson zeichnet ausgehend von einem Abendessen das Bild einer Generation, die die erste Liebe schon hinter sich, Erfolg im Beruf und eventuell eine Familie hat. Ihr Film zeigt, ohne moralisch zu werten, jedoch auch ohne emotional nachhaltig zu berühren. Man verfolgt das Wohl und Weh der Figuren mit einem Abstand, den man bei all dem was ihnen widerfährt letztlich nicht haben sollte.
Das Bonusmaterial der DVD umfasst 80 Minuten und bietet neben einem "Making of" unter anderem auch Interviews mit Dany Boon und Danièle Thompson.
