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Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten
Chéri
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Regie
Stephen Frears
Drehbuch
Christopher Hampton
Produzenten
Andras Hamori, Bill Kenwright, Thom Mount, Tracey Seaward
Genre Tragik-Komödie FSK 6 Filmlänge 93 min Land Großbritannien Kinostart 27.08.2009 DVD-Start 11.03.2010 Verleih Prokino |
Story
Ende des 19. Jahrhunderts in Paris. Léa de Lonval hat es durch geschickten Einsatz ihrer Reize geschafft, zu einer der einflussreichsten Kurtisanen aufzusteigen. Skrupellos hat sie Liebhaber um Liebhaber um deren Vermögen erleichtert und ist nun, Mitte 40, in der komfortablen Lage, nicht mehr „arbeiten“ zu müssen. Als ihre einstige Konkurrentin, die unausstehliche Madame Peroux, sie bittet, sich ihres Sohnes Chéri anzunehmen, willigt sie spontan ein. Warum nicht noch einmal einen jungen Liebhaber erziehen? Doch Léa hat die Rechnung ohne die Liebe gemacht. Der verwöhnte Chéri vergöttert seine Lehrerin bald und auch die erfahrene Kurtisane muss sich eingestehen, dass dieser Mann ihr Herz erobert hat. Als Madame Peroux verkündet, dass sie für ihren Sohn eine gute Partie ausgehandelt hat und er bald heiraten wird, bricht nach sechs wundervollen Jahren ihre gemeinsame Welt zusammen…
Schauspieler
Michelle Pfeiffer, Rupert Friend, Kathy Bates, Felicity Jones, Iben Hjejle, Frances Tomelty, Tom Burke, Hubert Tellegen, Anita Pallenberg, Harriet Walter, Rollo Weeks
Filmkritik von Melanie Frommholz
Gute Rollen für Hollywoodstars jenseits der 40 Jahre sind rar! Auch Michelle Pfeiffer hat diese bittere Wahrheit erkannt und ist nur noch selten in unseren Kinos zu Gast. Welch eine Verschwendung das ist zeigt ihr aktueller Film „Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten“. Wunderschön und mit einer ungeheuren Strahlkraft nimmt sie die Leinwand ein. Als Edel-Hure, die sich wider besseren Wissens in einen viel jüngeren Mann verliebt, ist sie kokett, souverän, verletzlich und unendlich traurig, zuweilen alles in nur wenigen Minuten. Dabei inszeniert Filmemacher Stephen Fears sie in diesem Abgesang einer alternden Schönheit weder theatralisch noch verklärt romantisch, sondern mit bissigem Humor und Ironie. Pfeiffers regelmäßiger Schlagabtausch mit ihrer Gegenspielerin Kathy Bates ist eine wahre Freude für Auge und Ohr. Fears Bilder der Belle Epoche bieten dazu einen würdigen Rahmen. So dürfen seine Schauspielerinnen durch opulente Szenen wandeln und in wundervollen Roben den Müßiggang des Tages genießen.
Wahrhaftiger und verruchter als Jane Austen- Filme oder Oscar Wilde-Geschichten je sein werden. „Chéri“ ist eine sinnliche und zugleich melancholische Zeitreise, auf die man sich unbedingt begeben sollte.
