Robin Hood

Filmplakat Robin Hood
Regie Ridley Scott  Drehbuch Brian Helgeland  Produzenten Brian Grazer, Ridley Scott, Russell Crowe 
Genre Abenteuer  FSK 12  Filmlänge 140 min
Land USA, Großbritannien  Kinostart 13.05.2010  DVD-Start 23.09.2010  Blu-ray-Start 23.09.2010  Verleih Universal Pictures

Story

Das englische Heer steht zusammen mit seinem König Richard Löwenherz an der französischen Front, als dieser im Gefecht ums Leben kommt. Eine Gruppe von Kriegern ergreift sofort die Chance und macht sich auf die Rückkehr nach England. Unter ihnen der begnadete Bogenschütze Robin Longstride, der die abtrünnige Bande anführt. Auf ihrem Weg zur französischen Küste kommen sie durch einen Zufall in den Besitz der königlichen Krone, die in Andenken an König Richard zum englischen Herrschaftssitz gebracht werden soll. Durch eine List gelingt es Robin in die Rolle des edlen Ritters Sir Robert Loxely zu schlüpfen, wodurch seine Gruppe ungehindert die Flucht vor dem englischen Heer fortführen kann. Letztlich führt ihre Reise in das nördlich gelegene Dorf Nottingham, in dem Robin Longstride – dieses Mal angeheißen von Sir Walter Loxely – weiterhin als Sir Robert Loxely auftritt. Schnell verliebt er sich in die Witwe Lady Marion, die sich zunächst jedoch distanziert zeigt. Nicht zuletzt um ihre Hand zu gewinnen, kämpft Robin fortan gegen die gierige Herrschaft König Johns, die sich in horrenden Steuerzahlungen niederschlägt…

Schauspieler

Robin Hood Russell Crowe, Cate Blanchett, Mark Strong, Max von Sydow, William Hurt, Danny Huston, Kevin Durand, Scott Grimes, Bronson Webb, Oscar Isaac, Alan Doyle, Léa Seydoux, Eileen Atkins, Mark Addy, Matthew Macfadyen, Douglas Hodge

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Robin Hood „Es gibt einen ganzen Köcher voller möglicher Robin Hoods. Und selbst der wahrscheinlichste ist nur ein Schuss ins Blaue.“ (Historiker J.C. Holt)
Die Legende des Robin Hood gehört schon seit jeher zum festen Bestandteil unserer modernen Mythologie. Zunächst im 9. Jahrhundert in England mündlich überliefert, fand der Mythos bereits im 15. Jahrhundert seinen ersten schriftlichen Niederschlag in Balladen und hat bis heute unzählige Neuinterpretationen erfahren. Den einzig wahren Robin Hood scheint es nicht zu geben und doch hielten Dichter, Autoren und Drehbuchschreiber immer wieder an ähnlichen Ansatzpunkten fest: Robin Hood sollte stets eine Figur sein, die sich in der Ambivalenz zwischen Held und Gesetzlosem bewegt. Er sollte ein unvergängliches Symbol für Freiheit und den Kampf gegen das Ungerechte darstellen. So auch in der neusten filmischen Interpretation von Starregisseur Ridley Scott. Anstatt sich jedoch den längst bekannten Erzählungen über den legendären Bogenschützen zu widmet, setzt Scott mit seinem Film einige Zeit zuvor an und berichtet davon, wie die Geschichte zur Geschichte wurde: Wir sehen einen Robin Longstride, der als einfacher Krieger im englischen Heer an der Seite von König Richard Löwenherz kämpft. Nach dessen Tod führt ihn eine Reihe schicksalhafter Begegnungen nach Nottingham. Erst am Ende der Erzählung wird der Wandel von Robin Longstride zu Robin Hood vollzogen.

“Ich liebe Historienfilme“, ließ Ridley Scott verlauten. Sein „Robin Hood“ lässt daran keine Zweifel aufkommen. Weder Kosten noch Mühen wurden gescheut, um uns mit „Robin Hood“ einen imposanten Abenteuerfilm auf die Leinwände zu bringen, der durch exakte Recherchen zugleich zu einem spannenden Zeitdokument der Regierungsjahre König Richards und dessen Nachfolger König John wurde. England steht kurz vor der Revolution, ist unterjocht und ausgebeutet. Das einfache Volk steht vor einem Krieg gegen die Krone. Diese historischen Vorraussetzungen bieten Nährboden genug, um einen großen Helden hervorzubringen. Einen couragierten und klugen Helden wie Robin Hood. Nach mehrfacher Zusammenarbeit in der Vergangenheit holt Ridley Scott an dieser Stelle erneut seinen Stammschauspieler Russell Crowe mit ins Boot und überlässt ihm die große Aufgabe den legendären Bogenschützen glaubhaft in Szene zu setzten. Ausdrucksstark und entschlossen gibt Crowe den Robin Hood erwartungsgemäß vortrefflich. Ihm zur Seite steht die bezaubernde Cate Blanchett, die als willensstarke Lady Marion die zweite große Rolle in dem Leinwandspektakel übernehmen darf. Zusammen geben die beiden Mimen ein reifes und vollauf überzeugendes Leinwandpaar ab, das den Grundton der Heldensage erstklassig trifft. Ohnehin fehlt es Ridley Scotts „Robin Hood“ an nichts: Abenteuerlust, Spannung, Romantik, Witz – und das alles umgesetzt von einer starken Schauspielerriege, die vor dem Hintergrund eines ausgezeichneten Drehbuchs glänzen darf.

Wer Robin Hood seit der letzten Begegnung bereits vermisst hat, darf sich freuen. Das ewig währende Symbol für Freiheit kehrt auf unsere Leinwände zurück und das genauso groß und fantastisch wie man es nach Ridley Scotts Ankündigung einer Neuverfilmung bereits vermutet hatte. Durch die Vermengung einer neuen Geschichte mit altbekannten Grundmotiven wurde aus „Robin Hood“ ein erstklassiger Abenteuer- sowie Historienfilm, der von der Ausstattung bis hin zur Schauspielerriege alles bereithält was das Zuschauerherz sich wünscht. Wer da den Kinogang nicht antritt ist selbst schuld. 140 Minuten pures Filmvergnügen!

Wissenswertes

Robin Hood Der Mythos von Robin Hood wurde bereits mehrfach für die Leinwand umgesetzt. Bei der folgenden Aufzählung handelt es sich lediglich um eine Auswahl:
1938: Robin Hood, König der Vagabunden
1974: Walt Disneys Robin Hood
1976: Robin und Marian
1991: Robin Hood - König der Diebe
1991: Robin Hood - Ein Leben für Richard Löwenherz
1993: Robin Hood - Helden in Strumpfhosen
2010: Robin Hood

"Robin Hood" wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.



Besucherbewertung
3.1 / 5  (39 votes)

Kommentare

Rudi schreibt am 25.05.10, 17:17
Der Film kann mit seinem Vorgänger, Robin Hood - König der Diebe (1991), in keiner Weise mithalten! Dieser hatte viel mehr Charme und Leidenschaft! Kevin Costner bleibt der einzig wahre Robin Hood!
Nick schreibt am 21.05.10, 12:30
Der Film ist nicht nur langweilig, sondern auch ein enttäuschend konstruiertes Pre-Sequel zu der Robin Hood Geschichte, welche man normalerweise kennt. King John ist einfach richtig schlecht dargestellt, was das soll das Lady Marion mit der Kinderarmee in die Schlacht reitet? Die Ankunft der französichen Flotte erinnernt mich an Soldat James Ryan, das auftauchen zwischen zwei Booten von Russell Crowe, als er Lady Marion bewusstlos sieht und der dazu ausgestossene Schrei, erinnert an Hulk. Und wo will denn der ach so böse Verräter mit seinem Pferd hinreiten, da gab es nur einen Weg zum Strand runter und er reitet wie ein irrer den Starnd entlang ins "Nirgendwo" bis der gute FakeRobin den Schurken vom Pferd schiesst. Die ganze Story ist wirklich schwach, actionarm und manchmal nur zum ärgern. Mein Vater, mein Bruder und ich habe nur den Kopf geschüttelt. Da ist echt noch die erste Stunde besser, wo eigentlich gar keine Action ist, aber dafür manchmal unterhaltsam gepläuschelt wird!

Gebe es 0 Sterne würde ich einen 0,5 Stern geben. Also jetzt mal ehrlich, wer diesen Film richtig gut findet, dem spreche ich guten Filmgeschmack ab - aber ist ja nur meine subjektive Meinung. Wäre ich jetzt ganz mies würde ich zum Boykott dieses Films aufrufen, aber wie gesagt, muss ja jeder selber wissen.

Gladiator ist ein Meisterwerk, dieser Film gehört weggesperrt ins Baumhaus. Schade, Russell Crowe und Ridley Scott, dat war nix!
Denise schreibt am 19.07.10, 22:07
Ich kann Nick nur zustimmen.

Total langweilig, eine verhuschte Cate Blanchett und ein Russell Crowe, von dem ich eindeutig mehr erwartet hätte. Nicht nur, dass er die ganze Zeit mit einem Schwert kämpft (meine Güte, Robin Hood ist ja wohl bekannt für seinen Bogen!), die Kampfszenen sind zäh und die Story bis ins letzte Detail vorhersehbar.
Den Rest hat mir die Stelle gegeben, an der Lady Marion durch den Bösewicht verletzt wird und Russell Crowe wie in einer schlechten Komödie einen Slow-Motion-Schrei ausstößt.
Und was soll eigentlich der Darsteller von King John? Was lächerlicheres habe ich lange nicht mehr gesehen.
Ich kam mir als Kinobesucher vollkommen veralbert vor. Schade, dass ich mein Geld nicht zurück verlangen könnte.
Budget verballert!
Klint Ostwald schreibt am 16.05.10, 12:30
Kann mit der Kritik nicht übereinstimmen.
Meiner Meinung nach ist Russell Crowe als Robin Hood total gelangweilt. Cate Blanchett und Max von Sydow sind dagegen echt gut. Der Film ist gut in Szene gesetzt aber viel, viel zu lang geworden.
Fazit: Hätte besser sein können
Manu schreibt am 14.05.10, 08:10
Der Film hat richtig gerockt!

Von wegen "einschlafen"... Super Story
Edu schreibt am 13.05.10, 14:07
Der Film war richtig langweilig hätt mehr action erwartet.
Im Kino sind mehrere Leute eingeschlafen und das sagt viel aus!!!
Johannes Hardt schreibt am 13.05.10, 10:54
Bin mal gespannt drauf, wie der wird. Ich denke mal wie Gladiator.
Shruikan schreibt am 01.06.10, 19:27
Der Film ist sehenswert! Anfangs hatte ich befürchtet, er würde zu viele Kriegsszenen enthalten, doch überraschender Weise bietet der Film eine gute Mischung aus Action, Drama und Witz. Russell Crowe und Cate Blanchett harmonieren wirklich einmalig miteinander und sorgen für tolle Schauspielmomente. Der Film ist nicht mit den bisherigen Robin Hood Filmen vergleichbar, bietet für Hood-Fans jedoch auch gute Abendunterhaltung.
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