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Allein gegen die Angst (TV)
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Regie
Martin Eigler
Drehbuch
Martin Eigler
Produzenten
Prof. Dr. Georg Feil, Titus Kreyenberg
Genre Drama Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2006 Verleih ZDF |
Story
Jochen und Marlene Wiesner führen eigentlich eine Bilderbuchehe. Tolles Haus, beruflich ist alles im grünen Bereich und auch die 15jährige Tochter Franzi ist problemlos.
Weil Jochen jedoch den Beschützer herauskehren muss, ändert sich das gesamte Leben der Familie. Von jetzt auf gleich befindet sich die Familie bei der Polizei und im Zeugenschutzprogramm, muss umziehen und ihr gesamtes Leben von einem Moment auf den anderen hinter sich lassen. Eine schwere Prüfung für Jochen und Marlene. Als dann auch noch herauskommt, dass Jochen seine Frau seit über einem Jahr mit einer Arbeitskollegin betrügt, scheint der Ofen ganz aus...
Schauspieler
Anja Kling, Harald Schrott, Lea Kurka, Jan Gregor Kremp, Christoph Bach, Victoria Mayer, Edgar M. Böhlke, Paul Faßnacht, Alexandra von Schwerin
Filmkritik von Thomas Ays
Martin Eigler führte bei diesem Mafiathriller die Regie und schrieb auch das Drehbuch, was wohl dazu führte, dass wegen der sogenannten Betriebsblindheit so einiges gehörig schief ging. Zum einen sind manche Handlungsverläufe höchst fragwürdig, bis hin zu vollkommen unlogisch und auch die Geschichte an sich und vor allem deren Botschaft ist nicht sehr optimistisch. Es darf ja ganz gern realistisch sein, doch „Allein gegen die Angst“ sagt sehr deutlich aus, dass man sich am besten nicht an die Polizei wenden sollte, schließlich ist man am Ende immer der Depp – komme, was da wolle. Ob das immer eine gute Botschaft an die Zuschauer ist? Auch die Figuren tun teilweise unglaublich unlogische und auch unprofessionelle Dinge, die wohl dazu dienen sollen, den Spannungsfaktor zu erhöhen, tatsächlich aber nur dazu beitragen, dass sich ein genervter Zuschauer kopfschüttelnd an die Stirn schlägt. Muss sich denn jetzt wirklich noch ein Polizist in seine Klientin verknallen?
Das eindeutig Überzeugendste an diesem Thriller sind die Schauspieler, die allesamt glaubhafte Leistungen abliefern. Christoph Bach ist wieder in einer Paraderolle zu sehen und auch Harald Schrott als Jochen Wiesner ist durchweg überzeugend. Anja Kling hingegen ist nur als beeindruckend zu bezeichnen. Sie agiert mit einer solchen Präsenz und Kraft, dass einem oftmals die Spucke wegbleibt.
Weniger wäre mehr gewesen: „Allein gegen die Angst“ hätte viel Potential gehabt und verschenkt fast alles aufgrund unnötiger Spannungsmomente.
