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Der Adler der Neunten Legion
The Eagle
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Regie
Kevin Macdonald
Drehbuch
Jeremy Brock
Produzent
Duncan Kenworth
Genre Abenteuer Epos FSK 12 Filmlänge 114 min Land Großbritannien Kinostart 03.03.2011 DVD-Start 04.08.2011 Verleih Concorde Film |
Story
Wir befinden uns in Britannien, im 2. Jahrhundert nach Christus: Das Römische Reich erstreckt sich mittlerweile bis hoch nach Britannien. Im hohen Norden des Landes verläuft jedoch eine dicke Mauer, die das römische Imperium von dem Herrschaftsgebiet der rebellischen Stämme Kaledoniens abschottet. Vor 20 Jahren wurde der Bau dieses mächtigen Walls von dem römischen Kaiser Hadrian befohlen, als eine 5.000 Mann starke Truppe unter dem Befehl von Flavius Aquila in den Kampf gegen die rebellischen Stämme zog und aus dem Kampf nicht mehr wieder zurückkehrte. Seither hat sich kaum einer auf die andere Seite des mächtigen Hadrianwalls getraut – der Wall markiert für die Bewohner des Römischen Reichs das Ende der bekannten Welt.
Marcus Aquil, Sohn von Flavius, ist mittlerweile jedoch ein angesehener Soldat und fest entschlossen, den Ruf seines Vaters eines Tages wiederherzustellen. Beim römischen Heer hat er es schon weit gebracht und genießt ein gutes Ansehen. Als er wegen einer schweren Verletzung jedoch in den vorzeitigen Ruhestand entlassen wird, ist endlich seine große Zeit gekommen: Als Marcus zufällig zu Ohren kommt, dass der goldene Adler, das Wahrzeichens seines Vaters und seines Volkes, das damals mit den 5.000 tapferen Männern und seinem Vater verschollen ist, in einem Stammestempel im hohen Norden des Landes gesehen wurde, zögert er nicht lange. Zusammen mit seinem Sklaven, dem loyal erscheinenden und treu untergebenen Esca, macht er sich auf den Weg in die weit entfernten und unbekannten Gefilde. Als Marcus und Esca kurze Zeit später den Hadrianswall schon weit hinter sich gelassen haben, müssen sie jedoch feststellen, dass ihre Aufgabe schwerer ist, als sie anfänglich vermutet haben. Das Hochland von Kaledonien erweist sich als unüberschaubares Territorium und als lebensfeindliche Wildnis – ein Land, das viele Gefahren birgt...
Schauspieler
Channing Tatum, Mark Strong, Jamie Bell, Donald Sutherland, Denis O'Hare, Jon Campling, Douglas Henshall, Dakin Matthews, Jamie Beamish, Paul Ritter, Ben O'Brien
Filmkritik von Kathrin Lang
Auf dem Roman „The Eagle of the Ninth“ von Rosemary Sutcliffs basierend, bringt uns Regisseur Kevin Macdonald zusammen mit Drehbuchtor Jeremy Brock den epischen Abenteuerfilm „Der Adler der neunten Legion“ in unsere Kinos. Erzählt wird uns damit eine Geschichte von zwei mutigen Männern, die sich lange vor unserer Zeit zugetragen hat. Die Zeitreise führt zurück in das Britannien des 2. Jahrhunderts nach Christus – es ist die Zeit des antiken Roms, eine Zeit des Krieges und des Heldentums. Obwohl solche Geschichten derweilen immer seltener im Kino erzählt und damit umso sehnlicher erwartet werden, kann „Der Adler der neunten Legion“ dennoch nicht begeistern. Der gutgemeinte Vorsatz, ein historisches Drama in unsere Kinos zu bringen, das nicht nur optisch etwas hergibt, sondern auch viel Abenteuer bietet, kann nur zur Hälfte erfüllt werden. Während die Kamera tolle Bilder einfängt und das schöne Panorama des alten Britanniens dazu einlädt, die beiden Helden gespannt auf ihrer Abenteuerreise zu begleiten, plätschert die Story müde vor sich hin. Nach einem griffigen Anfang, in dem die Hauptfigur Marcus Aquila (Channing Tatum) eingeführt und schmackhaft gemacht wird, verliert sich „Der Adler der neunten Legion“ in einer weitgehend ereignislosen Geschichte, der klar die Höhepunkte fehlen. Das Hauptmotiv des Films, Loyalität, und der Beweggrund der beiden Helden, sich mutig ihrer bevorstehenden Aufgabe zu stellen, die verlorene Ehre eines Volkes wiederherzustellen, wird zwar gut umgesetzt, trägt jedoch nicht den ganzen Film. Auch Channing Tatum fügt sich, trotz allen Bemühungen, nicht in jeder Szene gut in die historischen Kulissen des alten Britanniens ein. Trägt er die altertümlichen Kostüme, wirkt er verkleidet, trägt er sie nicht, erinnert seine Erscheinung mehr an einen modernen Helden der Neuzeit. Den smarten Tyler aus „Step Up“ kann er in vielen Szenen ebenso wenig hinter sich lassen wie den zuckersüßen John aus „Das Leuchten der Stille“. Channing Tatums Zeit für historische Epen wie „Der Adler der neunten Legion“ ist leider noch nicht gekommen. Schauspielkollege Jamie Bell fügt sich hingegen schon besser in die Kulissen ein; leider jedoch wird sein Talent in der Rollenkonzeption nicht voll ausgeschöpft.
Inszenatorisch weitgehend stolperfrei umgesetzt, scheitert „Der Adler der neunten Legion“ an seinem schwachen Drehbuch und an einem Hauptdarsteller, der seiner Aufgabe noch nicht ganz gewachsen ist. Ein langweiliger Film, der von einem Abenteuer erzählen möchte, ohne dabei wirklich abenteuerlich zu sein. Schade!
Wissenswertes
Das Drehbuch von "Der Adler der Neunten Legion" basiert auf einem Roman der Autorin Rosemary Sutcliff.
Der Film wurde im englischen Original gesehen und bewertet.
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Kommentare
Robert schreibt am 07.02.11, 09:44
Schade, ich hatte mich schon auf einen schönen Historienfilm gefreut. Wird dann wohl was für den DVD Player.

