Die Spur des Falken

The Maltese Falcon

Filmplakat Die Spur des Falken
Regie John Huston  Drehbuch John Huston  Produzent Hal B. Wallis 
Genre Film Noir  FSK 12  Filmlänge 101 min
Land USA  Kinostart 03.05.1946  DVD-Start 28.06.2000  Verleih Warner Bros.

Story

Als sein Partner Miles Archer erschossen wird, gerät Privatdetektiv Sam Spade für die ermittelnden Cops zum Hauptverdächtigen. Archer hatte für eine gewisse Miss Wonderly einen Mann namens Thursby beschattet. Als auch Thursby ermordet wird, sich Miss Wonderly als Frau mit vielen Gesichtern und noch mehr Namen entpuppt und sich einige finstere Gestalten mit Waffengewalt in den Besitz einer obskuren Statue bringen wollen, ist Spade so richtig in seinem Element. Mit harten Bandagen und coolen Sprüchen bringt er die wahren Beweggründe der Beteiligten ans Tageslicht...

Schauspieler

Die Spur des Falken Humphrey Bogart, Mary Astor, Peter Lorre, Sydney Greenstreet, Gladys George, Ward Bond, Barton MacLane, Lee Patrick, Elisha Cook jr., Jerome Cowan, James Burke

Filmkritik von Achim Lay

Achim vergibt 5 von 5 Ms Die Spur des Falken Auf Dashiell Hammetts' Kultroman basierend, legte Regisseur John Huston mit seinem Debütfilm den Grundstein für seine berauschende Karriere und verhalf Humphrey Bogart nach zahllosen B-Pictures zum lange ersehnten Durchbruch. Bogart avancierte als zynischer, mit allen Wassern gewaschener Privatschnüffler zur Stilikone. Mit Trenchcoat und Fedora-Hut, mit coolen Sprüchen und harten Fäusten sorgt er in diesem zeitlosen, in seiner Komplexität genialen Klassiker des Film Noir für Ordnung. Trotz des minimalen Budgets von 300.000 Dollar schuf Huston ein Werk von augenzwinkerndem Charme, Wortwitz, intelligenten Dialogen und einer wegweisenden Kameraführung, die den düsteren, pessimistischen Stil glänzend zur Geltung brachte.
Gegen Ende des zweiten Weltkriegs war die amerikanische Gesellschaft auf der Suche nach neuen Helden. Der zynische Einzelgänger Spade, von Bogart perfekt verkörpert, kam gerade recht, auch wenn später, vor allem in Howard Hawks' "Tote schlafen fest" noch eine gewisse Selbstironie hinzukam, die den Charakter des stilbildenden privaten Ermittlers perfektionierte. Mit der weiteren Besetzung, von der durchtriebenen Mary Astor über den zwielichtigen Peter Lorre bis hin zum beinahe liebenswerten Gangsterboss Sydney Greenstreet, ist John Huston ein wahrer Glücksgriff gelungen.
In San Francisco angesiedelt, beschränkt sich die Handlung finanziell bedingt weitgehend auf Innenaufnahmen. Dabei gelang Huston durch die einprägsame Musik, spärliche Ausleuchtung und eine geschickte Bildmontage das Kunststück, einen atmosphärisch unglaublich dichten Film zu kreieren. Aufgrund der Komplexität der Story wie auch der psychologischen Spannungen zwischen den Charakteren, gilt der Film als Meilenstein des Kriminalfilms, als Startschuss für die "Schwarze Serie" und als einer der besten Filme der vierziger Jahre. Die unvergessenen, geschliffenen Dialoge gehören in jede Zitatsammlung der Filmgeschichte.
Turbulentes, liebenswertes Kino der Extraklasse, mit dem Huston bis zum heutigen Tage die Konventionen des Genres definierte!

Auszeichnungen

OSCAR-Nominierungen

Bester Film, Bester Nebendarsteller (Sydney Greenstreet), Bestes Drehbuch



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