Resturlaub

Filmplakat Resturlaub
Regie Gregor Schnitzler  Drehbuch Tommy Jaud  Produzent Christiane Ruff 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 111 min
Land Deutschland  Kinostart 11.08.2011  DVD-Start 30.11.2011  Blu-ray-Start 30.11.2011  Verleih Sony Pictures

Story

Ein Franke in Buenos Aires: Pitschi Greulich hat genug von seinem öden Leben im stinklangweiligen und immerzu gleichen Bamberg. Seine Midlife-Crisis lässt ihn den Entschluss fassen, nicht nur seine besten Kumpels sowie seine langjährige Lebensgefährtin Biene plötzlich weit hinter sich zu lassen, sondern auch sein altes Ich. Am Flughafen erbittet er am Schalter ein Ticket zu einem Ort, „der viel zu weit weg ist“. Die Reise in das neue Leben führt Pitschi per Zufall nach Buenos Aires. Dort will er sich nun zu einem heißblütigen Argentinier entwickeln, der das Leben in vollen Zügen genießt. Behilflich ist ihm dabei die umwerfend aussehende Sprachlehrerin Luna, die Pitschi mit ihren optischen Reizen den letzten Verstand raubt. Doch geht das tatsächlich so einfach – das alte Leben hinter sich lassen, um sich von Grund auf neu zu erfinden?

Schauspieler

Resturlaub Maximilian Brückner, Mira Bartuschek, Stephan Luca, Martina Hill, Antoine Monot, Jeff Burrell, Ivanka Brekalo, Dave Davis, Melanie Winiger, Matthias Matschke, Anja Schoenleben, Manuela Wisbeck, Rosetta Pedone

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Resturlaub Am Kinoprogramm kann man oft die aktuelle Jahreszeit ablesen: Während das Jahr immer mehr auf luftigleichte Temperaturen zusteuert, häufen sich die spritzigen Sommerkomödien, die den Weg auf die Leinwand finden. Einen unter mehreren deutschen Sommerbeiträgen aus dieser Filmkategorie beschert uns Regisseur Gregor Schnitzler („Soloalbum“) mit der nun zweiten Tommy Jaud Bestsellerverfilmung. „Resturlaub“ heißt das filmische Zweitwerk, zudem der Erfolgsautor sogar höchstpersönlich das Drehbuch beisteuerte.

War es 2007 noch Oliver Pocher, der mit der Romanverfilmung „Vollidiot“ sein überraschend souveränes Schauspieldebüt feiern durfte, holt man 2011 mit „Tatort“-Kommissar Maximilian Brückner nun gleich einen bereits etablierten Schauspieler mit ins Boot. Wenngleich man Pocher 2007 sicherlich keine Bruchlandung unterstellen konnte, steigt das Niveau von „Resturlaub“ mit Brückner an vorderster Schauspielfront doch gleich merklich an. Wer den Bayer bislang hauptsächlich aus dem Saarland-„Tatort“ kennt, der wird ihn bei „Resturlaub“ nun von einer ungewohnt komischen Seite kennenlernen. Während die Geschichte der Beziehungskomödie in weitgehend vorhersehbaren Bahnen verläuft, ist es hautsächlich der deutsche Mime, der „Resturlaub“ mit seiner Darstellung besonderen Esprit verleiht. Die Gags, mögen sie manchmal an der Grenze des Peinlichen entlang schlittern, werden von Brückner in seiner Rolle des Landeis, das sich im heißblütigen Buenos Aires nun neu erfinden will, immer wieder urkomisch wiedergegeben. Der fränkische Dialekt sitzt dabei ebenso gut wie seine Gestik und Mimik.

Auf Überraschungen kann man an der Storyfront lange warten. Dennoch unterhält die abenteuerlustige Midlife-Crisis von Pitschi in ihrem Genrerahmen angenehm lustig und luftigleicht. „Resturlaub“ kommt für all jene genau richtig, die zwischen Badeausflug und Eiskonsum nach sommerlicher Filmunterhaltung Ausschau halten.

Wissenswertes

Resturlaub "Resturlaub" basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Tommy Jaud, der ebenfalls das Drehbuch schrieb. Die erfolgreiche Romanvorlage erschien im Jahr 2005 und wurde seitdem bereits über 750.000 mal in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft.



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