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Lucky Bastard
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Regie
Everett Lewis
Drehbuch
Everett Lewis
Produzenten
Scott Arundale, Robert Shulevitz
Genre Drama (Gay) FSK 16 Filmlänge 87 min Land USA, 2009 DVD-Start 28.09.2010 Verleih Pro-Fun Media |
Story
Rusty restauriert Häuser - mit Leidenschaft. Auch wenn sein Geschäftspartner gerne "etwas bauen" würde, um "voranzukommen", lässt sich Rusty nicht aus der Ruhe bringen. Im Grunde ist der gutaussehende junge Mann vollkommen hin und hergerissen, innerlich unsicher und sucht noch nach dem Platz in seinem Leben.
Sein Freund Daniel ist gerade geschäftlich unterwegs, als Rusty Denny kennenlernt. Offenbar hat der keine Bleibe, sieht aber unverschämt gut aus, was einem sexuellen Abenteuer also nur auf die Sprünge hilft. Doch Denny hat ein Drogenproblem, in das er Rusty nur zu gerne mit hineinziehen würde.
Wo ist Rustys Platz im Leben?
Schauspieler
Patrick Tatten, Dale Dymkoski, Timothy Ryan Cole, Johnny Kostrey
Filmkritik von Thomas Ays
Everett Lewis inszenierte sein Drama über die Suche nach sich selbst durchaus stimmig, macht aber viele unverzeihliche Fehler, die dem Drama die Substanz rauben.
Die Begegnung zwischen Rusty und Denny geht schnell. Viel zu schnell. Im krassen Gegensatz dazu scheint es dem Regisseur und Drehbuchautor nur um die vielen Nacktszenen gegangen zu sein, anstatt wirklich in die Seele von Rusty zu blicken. Bettgeschichten noch und nöcher mag das schwule Publikum ja lieben, dann darf man aber den Anspruch an die Geschichte (meist) vergessen. Hier hätte es sehr viel Anspruch sein dürfen, zumal alle Schauspieler dem Druck des emotionalen Spiels gewachsen gewesen wären. Doch Lewis vergibt diese Chance und konzentriert sich auf Bauchmuskeln und Dirty Talk.
Qualitativ ist an „Lucky Bastard“ wenig auszusetzen. Der Ton stimmt, die Intensität der Bilder ebenso. Auch die vielen erotischen Szenen sind kompetent und selten wirklich billig gefilmt worden.
Unterm Strich ist „Lucky Bastard“ ein Mischmasch aus gutgemeintem Seelenstrip und erotischem Abenteuer. Die wichtigen Figuren mit ihren Problemen und Ängsten gehen jedoch aufgrund der vielen Sexszenen verloren, ohne dass der Filmemacher dafür Ausgleich schafft. Ein durchschnittliches Charakterprofil.
"Lucky Bastard" ist lediglich im englischen Original mit deutschen Untertiteln erhältlich.
