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Stagecoach
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Regie
John Ford
Drehbuch
Dudley Nichols
Produzent
John Ford
Genre Western FSK 12 Filmlänge 94 min Land USA Kinostart 13.10.1950 DVD-Start 19.06.2008 Verleih Atrium-Filmverleih |
Story
Die Postkutschenfahrt von Tonto nach Lordsburg steht unter keinem guten Stern. Apachenhäuptling Geronimo ist mit einigen abtrünnigen Gefolgsleuten auf dem Kriegspfad. Verpflegungsstationen und von weißen Siedlern bewohnte Ranches sind bereits niedergebrannt worden. Zum sicheren Geleit der Kutsche, die neben einer bunt gemischten Ansammlung eigenwilliger Charaktere auch 50.000 Dollar Lohngelder befördert, wird eine Schwadron Kavallerie abkommandiert. Unterwegs gesellt sich der berüchtigte Revolverheld Ringo Kid zu den Passagieren. Ringo ist aus dem Gefängnis entflohen, um den Tod seines Vaters und seines Bruders zu rächen. An der ersten Versorgungsstation stellt sich heraus, dass die Kutsche ohne die Eskorte der Soldaten weiterfahren muß. Das Vorhaben, sicher nach Lordsburg zu gelangen scheint zum Scheitern verurteilt. Doch eine Rückkehr nach Tonto wird von der Mehrzahl der Beteiligten abgelehnt. Die Reisenden setzen ihre gefährliche Fahrt durch unsicheres Territorium fort. Als der Angriff der Indianer erfolgt, gibt es scheinbar kein Entrinnen...
Schauspieler
John Wayne, Claire Trevor, Thomas Mitchell, John Carradine, Andy Devine, George Bancroft, Donald Meek, Tim Holt, Louise Platt, Berton Churchill, Tom Tyler
Filmkritik von Achim Lay
John Fords frühes Meisterwerk ist ein eindrucksvolles Plädoyer für soziale Gerechtigkeit im Gewand eines packenden Western. Im Mittelpunkt steht der gesellschaftliche "Klassenkampf", der sich an Bord der Kutsche abspielt. Der Mikrokosmos der Reisenden spiegelt gesellschaftliche Zwänge und Vorurteile perfekt wider. Ford versteht es hervorragend, die vermeintlich der Oberschicht angehörenden Fahrgäste als moralisch fragwürdige Egoisten zu entlarven. Dem gegenüber stellt er den alkoholkranken Arzt, die verrufene Hure und den mordlüsternen Gesetzesbrecher. Diese entpuppen sich als Helden, die maßgeblich für das Gelingen der Mission verantwortlich sind.
In der Rolle des "Ringo Kid" gelang John Wayne der Durchbruch zum Star. Unvergessen die Szene, in der sich Wayne beim Showdown mit drei Männern duelliert. Die Kamera fängt den zu Boden fallenden "Ringo" ein, schwenkt auf die verzweifelte "Dallas", die den Tod Ringos fürchtet und zeigt in der nächsten Einstellung den tödlich getroffenen Widersacher Ringos. Der Film markiert den Beginn einer langen und fruchtbaren Zusammenarbeit Waynes mit Regielegende John Ford, die schließlich ihren Höhepunkt in "Der schwarze Falke" fand.
Neben der sozialen Komponente zeichnet sich der Streifen durch die imposante Kulisse des "Monument Valley" aus. Ebenso eindrucksvoll wie die Landschaft ist die Kameraführung während der atemberaubenden Verfolgungsjagd beim Angriff der Indianer. Die für die damalige Zeit unglaublich packenden Actionsequenzen beim Überfall der Apachen auf die Postkutsche machten Stuntman Yakima Canutt zum Star seiner Gilde. Furios und authentisch, sind die Stunts von einer enormen Intensität. Dennoch sind es nicht die Actionszenen, die Fords Film zu seinem legendären Ruf verhalfen. Vielmehr bevölkert eine Ansammlung brillanter Charaktermimen die Leinwand. Claire Trevor, der mit dem OSCAR belohnte Thomas Mitchell sowie David Carradines' Vater John sind hier besonders hervorzuheben.
Lediglich die eindimensional anmutenden Indianer, die als mordender Haufen ohne menschliche Züge gezeigt werden, könnte man kritisch beäugen. Doch war dies bis in die sechziger Jahre hinein leider Standard in Hollywoodproduktionen und vermag den hohen künstlerischen Wert des Films nicht zu schmälern.
Wissenswertes
Der Film lief in Deutschland in gekürzter Fassung unter dem Titel "Höllenfahrt nach Santa Fé", wurde später in "Ringo" umbenannt und ist jetzt unter seinem Originaltitel "Stagecoach" auf DVD erschienen! Erst 1963 konnte das deutsche Publikum den Film in der ungekürzten Fassung begutachten.
Der Film wurde in der englischen Tonspur gesehen und bewertet.
Auszeichnungen
OSCAR-Nominierungen
Bester Film, Beste Regie, Beste Kamera (Schwarz/Weiß), Bester Schnitt, Beste Ausstattung
Gewonnene OSCARs
Bester Nebendarsteller (Thomas Mitchell), Beste Musik (Vertonung)
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