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Black Death
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Regie
Christopher Smith
Drehbuch
Dario Poloni
Produzenten
Jens Meurer, Phil Robertson
Genre Action FSK 16 Filmlänge 102 min Land Deutschland Kinostart 09.09.2010 DVD-Start 10.02.2011 Verleih Senator Film |
Story
Die Pest hat England im Jahre 1348 fest im Griff. Der schwarze Tod hat ganze Landstriche entvölkert und die Menschen wissen nicht, wie sie der Seuche Herr werden sollen. Mysteriöserweise ist ein Dorf am Rande eines abgelegenen Moores von dem Schrecken der Pest bislang verschont geblieben. Der Bischof schickt seinen Kämpfer, den Ritter Ulric, zusammen mit einer kleinen Gruppe von erfahrenen Kämpfern und Folterknechten aus, um dem teuflischen Treiben dort den Garaus zu machen, denn nur der Gehörnte persönlich kann das Dorf vor der Pest schützen. Ulric nimmt unterwegs den jungen Ordensnovizen Osmund als Führer mit. Dieser hat seine ganz eigenen Gründe, warum er sich der gefährlichen Reise anschließt. Gemeinsam gelangen sie schließlich in die abgeschiedene Idylle und sehen sich der größten Glaubensprüfung gegenüber.
Schauspieler
Sean Bean, Eddie Redmayne, Carice van Houten, Kimberley Nixon, John Lynch, Tim McInnerny, Emun Elliott, Johnny Harris, Andy Nyman, Tygo Gernandt, Jamie Ballard, Nike Martens, Thorsten Querner
Filmkritik von Melanie Frommholz
Die malerischen Wälder und Auen von Sachsen-Anhalt und Brandenburg waren Kulisse für den neusten Streifen von Regisseur Christopher Smith, dessen Film mit Sean Bean, Eddie Redmayne und Carice van Houten bekannt besetzt ist. Smith, der sich bislang mit durchwachsenem Erfolg nur an Horror-Filmen versucht hatte, macht zumindest optisch einen gelungenen Ausflug in die dunkle Zeit des Mittelalters. Atmosphärische Bilder und eine gute Ausstattung führen den Zuschauer visuell in die Epoche der Hexenverbrennungen, des fanatischen Glaubens und der Pest. Für die Geschichte hat sich Smith, der sonst seine Drehbucher immer selbst schrieb, den Neuling Dario Poloni an Bord geholt. Kein echter Gewinn. Die Story entwickelt sich zu geradlinig und offensichtlich und versteht es nicht den Zuschauer zu fesseln. Polini schaffte es überdies nicht dem Mittelalterthema neue Aspekte abzugewinnen. Was er hier bietet haben wir anderswo leider schon deutlich besser und facettenreicher gesehen. Bei ihm bewegen sich stereotyp angelegte Figuren in ausgetretenen Storypfaden. Auch die Dialoge sind eher einfach gehalten und taugen nicht für überschwängliche Begeisterung. Oft erscheint die Handlung Füllwerk bis zur nächsten Folterszene. Smith konnte dann nämlich doch nicht von der Gewalt lassen und so bekommen wir hier sämtliche mittelalterlichen Foltermethoden ausführlich vorgeführt. Dass es hier noch zu einer Alterfreigabe ab 16 Jahren gereicht hat lässt erneut stark an der Freiwilligen Selbstkontrolle zweifeln. Ein Mehr an Gewalt macht das zuwenig an inspirierter Geschichte jedoch nicht wett und so bleibt von „Black Death“ ein enttäuschender Eindruck zurück.
"Black Death" wurde in Deutschland gedreht. 