Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens

Filmplakat Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens
Regie Friedrich Wilhelm Murnau  Drehbuch Henrik Galeen  Produzenten Albin Grau, Enrico Dieckmann 
Genre Stummfilm  FSK 12  Filmlänge 94 min
Land Deutschland  Kinostart 03.04.1922  DVD-Start 08.10.2007  Verleih UFA

Story

Im Jahr 1838 reist der Makler Hutter aus der deutschen Hafenstadt Wisborg ins ferne Transsylvanien. Im Auftrag seines Arbeitgebers Knock soll er dort den Grafen Orlok aufsuchen. Der ist am Erwerb eines Hauses in Wisborg interessiert. Nach einer beschwerlichen Reise erreicht der zunächst euphorische und vom Erfolg seiner Mission überzeugte Hutter das Schloss des Grafen inmitten der Karpaten. Die unwirtliche Gegend und die Warnungen der Bewohner aus der Region lassen erste Zweifel aufkommen. Orlok entpuppt sich als mysteriöser Zeitgenosse, der großes Interesse am Foto von Hutters Gattin Ellen zeigt. Als Hutter des Nachts den Grafen schlafend in einem Sarg vorfindet, wird ihm die Tragweite seiner Entdeckung bewusst. Orlok macht sich auf den Weg nach Wisborg. Tod und Verderben sind seine Begleiter und Hutter ahnt, dass der Graf es auf das Blut seiner Frau abgesehen hat...

Schauspieler

Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens Max Schreck, Gustav von Wangenheim, Greta Schröder, Alexander Granach, Georg Heinrich Schnell, Ruth Landshoff, John Gottowt, Gustav Botz, Max Nemetz, Wolgang Heinz, Guido Herzfeld

Filmkritik von Achim Lay

Achim vergibt 5 von 5 Ms Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens Auf dem Roman "Dracula" von Bram Stoker basierend, gelang Murnau ein Film für die Ewigkeit. Sein Horrorklassiker ist "die Mutter aller Vampirfilme" und mag den Machern heutiger Slasherfilme vor Augen führen, wie man Angst und Schrecken ohne blutige Gewaltorgien verbreitet. Murnau, der bis in die heutige Zeit aufstrebenden Regisseuren als Vorbild dient und von den Größen der Filmgeschichte wie Truffaut oder Hitchcock verehrt wurde, schuf ein filmisches Monument in visionären Bildern. Expressionistische Schattenspiele von hoher Intensität und unvergessliche Kameraeinstellungen zeugen von der hohen Kunst des deutschen Regisseurs. Die musikalischen Leitmotive für bestimmte Inhalte und deren Wirkung auf das Publikum sind phänomenal. Wie bei allen Stummfilmen kommt der Musik naturgemäß eine große Bedeutung zu. Auch die Darsteller, allen voran der wahrhaft dämonische Max Schreck, wissen durchweg zu überzeugen. Fast neunzig Jahre nach Drehbeginn bietet die restaurierte DVD-Fassung Gelegenheit, in eine Sternstunde deutscher Filmkunst einzutauchen. Dass Murnau sein Meisterwerk größtenteils an Originalschauplätzen drehte, kommt der Atmosphäre des Films zugute. Wenn sich Hutters Angetraute dem Grafen hingibt, um dem Massensterben in ihrer Heimatstadt Einhalt zu gebieten, kann man den kalten Hauch des Todes förmlich spüren. Die erotische Komponente, sich lieber dem unbekannten, teuflischen Wesen hinzugeben als dem allzu vertrauten Ehemann, wird hier zweifellos dezent angedeutet. Ellen erliegt der Aura Nosferatus und vernimmt eine "Symphonie des Grauens"!

Wissenswertes

Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens Da Bram Stokers Witwe nach dessen Tod zu viel Geld für die Rechte am Namen "Dracula" verlangte, sah sich Murnau aufgrund des geringen Budgets gezwungen den Film "Nosferatu" zu taufen und die Namen der Figuren zu verändern. Die Aussenaufnahmen wurden in erster Linie in Lübeck und Wismar gedreht, wo die meisten Schauplätze noch heute erhalten sind!



Besucherbewertung
5.0 / 5  (1 vote)

Kommentare

Laura Graf und Kristina Lay schreibt am 29.08.09, 23:37
Nosferatu ist ein toller Film mit Klasse!
Die Bewertung stimmt zu 100%!
Ich finde jeder müsste ihn mal gesehen haben.
Laura Graf und Kristina Lay schreibt am 29.08.09, 22:20
Nosferatu ist einfach nur geil!!!
Die Kammeraeinstellung ist teilweise echt genial.
Er hat die Sonderwertung reglich verdient!
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