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In the Mood for Love - Der Klang der Liebe
Fa yeung nin wa
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Regie
Wong Kar-Wai
Drehbuch
Wong Kar-Wai
Produzent
Wong Kar-Wai
Genre Love-Story FSK 6 Filmlänge 98 min Land Hong Kong, Frankreich Kinostart 30.11.2000 DVD-Start 23.08.2001 Verleih Universal Pictures |
Story
Hong Kong, Anfang der sechziger Jahre. Die anmutige Mrs. Chan und der gutaussehende Mr. Chow beziehen am selben Tag benachbarte Wohnungen. Beide müssen den Umzug ohne ihre Ehepartner bewerkstelligen, die beruflich arg strapaziert und in der Folge selten zu Hause sind. Als sich herausstellt, dass Chows Ehefrau ausgerechnet ein Verhältnis mit dem Gatten von Mrs. Chan hat, bricht für die beiden alleingelassenen eine Welt zusammen. Zutiefst verletzt und ohne Orientierung taumeln sie durch ihr Leben. Einsamkeit und Tristesse sind ihre ständigen Begleiter. Allmählich entwickelt sich zwischen ihnen eine zarte Liaison. Von Selbstzweifeln geplagt, stehen nicht nur gesellschaftliche Konventionen ihrer gegenseitigen Zuneigung im Weg...
Schauspieler
Maggie Cheung Man-yuk, Tony Leung Chiu-wai, Ping Lam Siu, Rebecca Pan, Tung Cho Cheung, Lai Chen, Man-Lei Chan, Tsi-Ang Chin
Filmkritik von Achim Lay
Wong Kar Wai schuf ein visuelles Meisterwerk in betörend schönen Bildern. Seine Geschichte um eine unmögliche Liebe ist geprägt von Anmut und Schönheit, aber auch von unerfüllter Sehnsucht und Melancholie. Inmitten der anonymen Metropole ist die Verzweiflung der Betrogenen herzergreifend. Von Maggie Cheung und Tony Leung mit großer Hingabe gespielt, bilden zwei Menschen das liebevolle Herzstück einer traurigen Geschichte um verlorene Hoffnungen und ein böses Erwachen. Aus ihrer heilen Welt gerissen sind die Beiden charakterisiert durch den Verlust ihres seelischen Gleichgewichts und die Sehnsucht, dieses zurück zu erlangen. Auf flüchtige Blicke und zaghafte Gespräche folgen ein paar gemeinsame Abende. Doch den Schmerz der Erniedrigung können diese Momente nicht vertreiben. Sie können nicht zueinander finden. Einen gemeinsamen Weg aus der seelischen Finsternis wird es nicht geben. Wenn die beiden einsamen Herzen in schierer Verzweiflung den unvermeidlichen Augenblick der Konfrontation mit ihren wirklichen Partnern "proben", fühlt man mit ihnen mit und ist ob ihrer Hilflosigkeit erschüttert. Eine strickte Selbstdisziplin und der Wille, sich nicht auf eine Stufe mit den untreuen Partnern herabzulassen, stehen einer engeren Bindung der Beiden im Weg. Als Chow seine Liebe gesteht und Mrs. Chan bittet, mit ihm Hong Kong zu verlassen, fehlt der verunsicherten Frau der Mut, endgültig mit der Vergangenheit und dem untreuen Ehemann zu brechen und ihren wahren Gefühlen nachzugeben. Die Entscheidung, ihr Gesicht zu wahren und bei ihrem Gatten zu bleiben, wird, wie die letzten Minuten des Films bezeugen, eine Trennung für immer und ein Ende aller Hoffnungen auf ein erfülltes Leben bedeuten.
Wong Kar Wai zeigt sich hier als kompletter, mit einiger Brillanz gesegneter Regisseur. Seine Geschichte ist in Bilder voller Poesie getaucht. Man ist als Zuschauer zutiefst berührt und verliebt sich regelrecht in die beiden leidgeplagten Menschen.
Die engen Gassen und das schmale Treppenhaus symbolisieren die Ausweglosigkeit der Protagonisten. So schafft Wong Kar Wai auch optisch, nicht zuletzt durch stark stilisierte, in grellen Farbtönen einerseits, tristem grau und regenüberfluteten Strassen auf der anderen Seite, eine beklemmende, beinahe unwirkliche Atmosphäre. Die Misere der beiden hilflosen Geschöpfe wird dadurch für den Betrachter spürbar.
Die Musik, eine Mischung aus tragischen Geigen und europäischen Liebesliedern jener Zeit, umhüllt den Zuschauer wie eine wärmende Decke und klingt dennoch wie ein verzweifelter Hilfeschrei.
Sein Film ist ein Meisterwerk, dessen magischer Aura man sich nur demutsvoll ergeben kann.
Sein Plädoyer, zu seinen innersten Gefühlen zu stehen, ein Bekenntnis seiner wahren Liebe gegenüber abzulegen, auch wenn es dem Einzelnen noch so schwer fallen mag, wird umso vehementer untermauert, da man das herzzerreißende Gegenbeispiel vor Augen geführt bekommt. Während Mrs Chan wenigstens ein Kind von ihrem Mann bekommen hat, und somit einen Menschen an ihrer Seite hat, den sie vergöttert, führt Chow, der sein Schicksal nach außen hin mit stoischer Ruhe erträgt, ein tragisches Leben voller Schwermut, Leid und bitterer Erinnerungen. Die Zeit heilt vielleicht alle Wunden, aber nicht das gebrochene Herz eines unglücklich verliebten!
Wenn der Abspann läuft, sollten alle in einer glücklichen Partnerschaft lebenden Zuschauer tief durchatmen und ihre Lieben fest in ihre Arme schließen. Es ist nicht selbstverständlich, Liebe und Geborgenheit empfinden zu dürfen!
Wissenswertes
"In the mood for love" wurde weltweit mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht. Unter anderem gewann der Film den französischen Filmpreis "César", wurde von den New Yorker Filmkritikern als bester ausländischer Film ausgezeichnet und Tony Leung gewann bei den Filmfestspielen in Cannes den Darstellerpreis.
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