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Der schwarze Falke
The Searchers
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Regie
John Ford
Drehbuch
Frank S. Nugent
Produzent
Merian C. Cooper
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 118 min Land USA Kinostart 06.10.1956 DVD-Start 28.06.2000 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Drei Jahre nach Ende des Bürgerkriegs kehrt Ethan Edwards zur Ranch seines Bruders Aaron und dessen Familie in Texas zurück. Von der Niederlage der Südstaaten gezeichnet, schließt sich Ethan bald darauf einer Gruppe von Männern an, die Jagd auf einen abtrünnigen Indianerstamm unter Führung des Häuptlings “Schwarzer Falke” machen. In Ethans Abwesenheit überfallen die Indianer Aarons Ranch. Sie töten drei Familienmitglieder und verschleppen die beiden Töchter. Von unbändigem Hass und Rachsucht angetrieben, macht sich Ethan mit einer Handvoll Männern auf die Verfolgung. An seiner Seite ist Martin, ein Halbblut, den Aaron und Martha adoptiert und wie ihren eigenen Sohn behandelt hatten. Sein Indianerblut sorgt für gewaltiges Konfliktpotential zwischen den beiden ungleichen Männern. Schon bald zeigt sich, dass sie gegensätzliche Ziele verfolgen. Eine jahrelange, zermürbende Odyssee durch den Westen der Vereinigten Staaten beginnt...
Schauspieler
John Wayne, Jeffrey Hunter, Vera Miles, Ward Bond, Natalie Wood, Hank Worden, Henry Brandon, John Qualen, Walter Coy, Dorothy Jordan, Ken Curtis, Lana Wood
Filmkritik von Achim Lay
John Ford drehte insgesamt vierzehn Filme mit John Wayne in der Hauptrolle. “Der schwarze Falke” ist zweifellos der Höhepunkt dieser fruchtbaren Zusammenarbeit. Wayne ist hier keineswegs in der Rolle des “All-American-Hero” zu sehen. Vielmehr verkörpert er einen rassistischen Antihelden, dessen Verachtung für die Indianer so weit geht, dass er seine eigene Nichte töten will, weil sie bei den Indianern aufwuchs. Ford zeichnet in seinem Meisterwerk das Porträt eines einsamen, verbitterten Mannes vor der grandios fotografierten Landschaft des Westens. Doch geht es ihm nicht nur um den Rachefeldzug seines tragischen Helden. Vielmehr stellt er unterschwellig das Eindringen des weißen Mannes in die von Indianern besiedelten Gebiete in Frage. Der Film, bei den OSCARs zu Unrecht übergangen, ist eine Anklage gegen Rassismus und mit seinen düsteren Bildern und melancholischen Musik eher in der Form eines klassischen Dramas inszeniert. Die Grenzen zwischen Recht und Unrecht verwischen, da der “schwarze Falke” und seine Krieger letzten Endes “ihr” Land gegen die weißen Eindringlinge verteidigen. Die Szene, in der sich Edwards schließlich zwischen Menschenverachtung und Mitgefühl, zwischen Leben und Tod entscheiden muss, gehört fraglos zu den Schätzen der Filmgeschichte!
