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Amelia
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Regie
Mira Nair
Drehbuch
Ronald Bass
Produzent
Lydia Dean Pilcher
Genre Biopic Filmlänge 120 min Land USA Kinostart 17.06.2010 DVD-Start 22.10.2010 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
Amelia Earhart wurde 1897 in Atchison, Kansas geboren. Bereits als Kind war sie von Flugzeugen begeistert und machte daher schon bald ihren Pilotenschein - der Anfang einer schillernden Karriere. Nachdem Earhart 1922 mit 14.000 Fuß den Höhenweltrekord für Frauen aufstellte, wird sie über Nacht zum Star, als sie als erste Frau den Atlantik mit einem Flugzeug überquert. Mit George Putnam lernt Amelia schließlich einen Mann kennen, der es hervorragend versteht sie im Rampenlicht zu positionieren. Nach dem Atlantikflug und ihrem ersten veröffentlichten Buch, ist Earharts Gesicht auf der ganzen Welt bekannt. Sie genießt diese Aufmerksamkeit und jagt weiterhin Rekorden nach. Nebenbei engagierte sie sich sozial, heiratet Putnam und stürzt sich in eine wilde Affäre mit einem Fluglehrer…
Schauspieler
Richard Gere, Hilary Swank, Ewan McGregor, Virginia Madsen, Mia Wasikowska, Christopher Eccleston, Joe Anderson, Aaron Abrams, Gord Rand, Marina Stone, Ryann Shane, Dylan Roberts, William Cuddy
Filmkritik von Kathrin Lang
„Ich hoffe, dass Amelias Vermächtnis die Menschen ermutigt, leidenschaftlich gegen jede Beschränkung ihrer persönlichen Freiheit zu kämpfen.“ (Regisseurin Mira Nair)
Die Pilotin Amelia Earhart ist eine Legende. Als erste Frau, die den Atlantik mit einem Flugzeug überquerte, erschuf sie 1928 ein neues Bild der amerikanischen Frau. Über Nacht wurde sie nicht nur weltweit berühmt und für ihren Mut gefeiert, sondern auch emanzipiertes Vorbild für alle Frauen rund um den Globus. Noch heute wohnt dem Schaffen und Wirken von Earhart ein Zauber inne. Mit ihrer Leidenschaft, dem Fliegen, hat sie nicht nur den Himmel, sondern auch die Herzen der Menschen erobert. Das Biopic „Amelia“ versteht es den herzlichen, aber auch couragierten Charakter seiner Titelfigur einzufangen und auf der Leinwand zur Wirkung kommen zu lassen. Zweifellos war Amelia Earhart eine bewundernswerte Frau, die sich von den gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit selbstbewusst löste und den Freiheitsbegriff damit neu definierte.
Mit dem Anspruch die ganze Bandbreite des Schaffens von Amelia Earhart abzudecken, überfrachtet sich das Biopic allerdings unnötig. Innerhalb der 120 Spielminuten werden mehrere Gesichter der Titelfigur präsentiert: Amelia die leidenschaftliche Pilotin, die Geliebte und Ehefrau, die toughe Geschäftsfrau und sozial Engagierte. Die vielen Facetten werden jedoch nur oberflächlich angeschnitten. Obwohl man einen guten Überblick über Amelias Leben bekommt, bleibt dadurch keine Zeit für eine tiefer gehende Betrachtung. Viel zu schnell schreitet die Geschichte von einem Höhepunkt zum nächsten, ohne sich dabei die Zeit für einen genaueren Blick zu nehmen. Schade ist dies vor allem, weil „Amelia“ mit Hillary Swank in der Hauptrolle glänzt. Gewohnt souverän, überzeugend und stark gibt Swank die emanzipierte Frau mit Freiheitsdrang. Die OSCAR-Preisträgerin findet sich in jeder Szene gut in ihre umfangreiche Rolle ein und versteht es den Kern ihrer Figur glaubhaft umzusetzen. Mit einem abgespeckten Drehbuch, hätte sich das Biopic daher keinerlei Sorgen machen müssen. So jedoch scheitert es an dem vielfältigen Leben seiner Titelfigur und verkommt zu einer manchmal langweiligen und stets gehetzten Abhandlung aller Highlights. Schade!
Der Film wurde im englischen Original gesehen und bewertet.