The Tree of Life

Filmplakat The Tree of Life
Regie Terrence Malick  Drehbuch Terrence Malick  Produzenten Dede Gardner, Sarah Green, Grant Hill, Brad Pitt, Bill Pohlad 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 138 min
Land USA  Kinostart 16.06.2011  DVD-Start 10.11.2011  Blu-ray-Start 10.11.2011  Verleih Concorde Film

Story

Jack wächst mit zwei jüngeren Brüdern im mittleren Western der USA auf. Es sind die 60er Jahre und alles ist irgendwie schon gut so, wie es ist. Seine Mutter, eine liebevolle und zerbrechliche Frau, überschüttet ihn und seine Brüder mit all ihrer Liebe, während sein Vater ständig von einer grausamen Welt und den eigenen Interessen philosophiert. Er ist ein herrischer und strenger Vater, der einen krassen Gegenweg zu seiner Frau einschlägt, was immer zu immensen Spannungen im Haus der Familie führt. Jack muss in seinem Leben erkennen, was zählt, wenn er überleben will...

Schauspieler

The Tree of Life Brad Pitt, Sean Penn, Jessica Chastain, Hunter McCracken, Laramie Eppler, Tye Sheridan, Fiona Shaw, Jessica Fuselier, Nicolas Gonda, Will Wallace, Kelly Koonce, Bryce Boudoin, Jimmy Donaldson, Kameron Vaughn, Cole Cockburn

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 2 von 5 Ms The Tree of Life Terrence Malick brachte zuletzt 2005 sein Drama „The New World“ in die Kinos. Seitdem arbeitete er intensiv an „The Tree of Life“, der nun, 2011 das Licht der Kinoleinwand erblickt und schon lange vor Kinostart für Aufsehen sorgte.
Aufsehen, weil der zweifach OSCAR-nominierte Terrence Malick endlich wieder einen neuen Film drehte und natürlich des Castes wegen, der mit Brad Pitt und Sean Penn zwei große Namen in vorderster Front nennt. Die Schauspieler, wenn sie dann mal zu sehen sind, sind alle bis in die kleinsten Rollen sehr authentisch und lassen keine Wünsche nach anspruchsvollen Darstellungen offen. Brad Pitt ist als herrischer, aber unsicherer Vater fantastisch und auch Jessica Chastain als seine Frau brilliert als weiche und zerbrechliche Mutter, die nur das beste für ihre Jungs möchte. Ihre drei Söhne werden von drei unverbrauchten neuen Gesichtern gespielt, die allesamt unglaublich echt sind. Dabei stechen vor allem Hunter McCracken und Tye Sheridan heraus, die authentische und ergreifende Leistungen liefern.
Die Geschichte ist neben den großartigen Schauspielern jedoch eher gewöhnungsbedürftig. Malick gelingt es, ein kunstvoll gestaltetes Familiendrama auf die Leinwände zu bringen, das vom Leben erzählt und auf wichtige Dinge in unserem philosophisch-spirituellen Dasein aufmerksam machen will. Alles gute Ansätze und kreative Ideen, die Malick hier visuell stark umsetzte. Das alles ist jedoch nichts wert, wenn man sich als Zuschauer durch 138 Minuten quält in der Hoffnung, es möge bald vorbei sein. Genau dies tut man bei dem Gewinner der Goldenen Palme als bester Film bei den Filmfestspielen von Cannes nämlich durchweg. Malick meinte, etwas sowieso schon höchst Kunstvolles noch mit theatralischer Musik unterlegen zu müssen und seine Handlung mit der Entstehungsgeschichte inklusive Dinosauriern zu mischen. Klingt komisch – ist es auch. Hier sind so einige verantwortliche Köpfe weit übers Ziel hinausgeschossen. Dabei ist an der Kamera und vor allem an einem fantastischen Schnitt nie auch nur einmal zu meckern, die ganze Inszenierung ist jedoch furchtbar langatmig und schwerfällig, ja schon fast einschläfernd geworden.
„The Tree of Life“ ist Kino-Kunst par excellence. Es wird wenig gesprochen in diesem Drama, was den fantastischen Darstellerleistungen leider nicht gerecht wird. Man will sie hören, mit ihnen leiden. All dies geschieht nicht, weil sich Terrence Malick zu sehr auf etwas Größeres, Bedeutsameres versteifte und so seinen Film heillos überfrachtete. Die Konsequenz ist dabei so simpel, wie ernüchternd: Wenn anspruchsvolles Kino, das mit Handlung und Botschaft in die Herzen und Seelen der Zuschauer reichen soll, nicht ankommt, hat es sein Ziel verfehlt und völlig versagt.

Wissenswertes

The Tree of Life "The Tree of Life" wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.
Bei den Filmfestspielen von Cannes erhielt das Drama den Preis als bester Film.

Auszeichnungen

The Tree of Life
OSCAR-Nominierungen

Bester Film, Beste Regie, Beste Kamera



Besucherbewertung
3.2 / 5  (9 votes)

Kommentare

Michael schreibt am 13.06.11, 03:02
Ich kann mich meinem Vorgänger nur anschließen!
Lieber einen BicMac reinziehen für das Geld oder das Geld in einem Bild-Abonnement investieren.
Alternativ dazu einfach die Kohle aus dem Fenster schmeißen.
dev schreibt am 11.06.11, 09:35
Das ist mit Abstand d schlechteste Film, den ich je gesehen habe. Mehrfache Szenen, die zum Einschlafen bewegen, keinen durchgehenden Dialog und der Darstellerleistung nicht würdig. In der Pause verliessen 70% der Zuschauer den Saal! Lieber einen Big-Mac reinziehen für das Geld, dann weiss man was man hat!
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