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Das Leben des Emile Zola
The Life of Emile Zola
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Regie
William Dieterle
Drehbuch
Norman Reilly Raine, Heinz Herald, Geza Herczeg
Produzent
Henry Blanke
Genre Biopic Filmlänge 116 min Land USA, 1937 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
Paris 1862. Der erfolglose Schriftsteller Emile Zola wartet auf seinen Durchbruch als Autor. Doch die Zeiten sind schlecht und seine sozialkritischen Werke bringen die Obrigkeit gegen ihn auf. Er verliert sogar seinen Arbeitsplatz, als er die Stadtoberen in seinem Werk kritisiert. Als er die Zufallsbekanntschaft einer Prostituierten macht, gelingt ihm mit deren Geschichte völlig unerwartet ein Bestseller. In der Folge versteht er es, die Leserschaft mit seiner Prosa zu begeistern. Durch den Erfolg gesättigt, büßt er seine gesellschaftskritische Haltung ein. Erst im fortgeschrittenen Alter besinnt er sich wieder auf die alten Ideale. Für die Befreiung des zu Unrecht verurteilten Offiziers Alfred Dreyfus setzt er seine Reputation aufs Spiel und prangert den allmächtigen Staatsapparat an. Als Staatsfeind geächtet, muss sich Zola bald selbst vor Gericht verantworten...
Schauspieler
Paul Muni, Gale Sondergaard, Joseph Schildkraut, Gloria Holden, Donald Crisp, Erin O'Brien-Moore, John Litel, Henry O'Neill, Morris Carnovsky, Vladimir Sokoloff, Grant Mitchell
Filmkritik von Achim Lay
William Dieterles mehrfach prämiertes Portrait des französischen Schriftstellers ist ein Werk mit Licht und Schatten. Authentizität mag nicht die oberste Prämisse bei der Umsetzung gewesen sein. Wer eine detaillierte, auf historischen Fakten basierende Biografie Zolas erwartet, wird mit einem gewissen Hang zur Oberflächlichkeit leben müssen. Dennoch vermag die Story vor allem mit der Darstellung der “Affäre Dreyfus” zu überzeugen. In einem zeitgeschichtlich interessanten, dramaturgisch fesselnden Handlungsstrang, der Zola als intelligenten, freiheitsliebenden Gerechtigkeitsfanatiker par excellence präsentiert, werden die Stärken der Inszenierung offenbar. Besonders Zolas Auftritt im Gerichtssaal übt eine große Faszination aus. In seiner Ansprache an die Geschworenen wird eine Seelenverwandtschaft zu Jim Garrisons berühmter Rede in Oliver Stones “JFK” über die geistigen Werte der Demokratie deutlich. Diese kraftvollen Szenen rechtfertigen die verliehenen Oscars. Der konstruiert wirkende Beginn des Films mag als Ursache herhalten, dass er nur wenigen Filmfreunden ein Begriff ist. Die Veröffentlichung einer deutschsprachigen DVD hätte vor allem “Scarface”-Darsteller Paul Muni mit seiner bemerkenswerten Leistung allemal verdient!
Auszeichnungen
OSCAR-Nominierungen
Beste Regie, Bester Schauspieler (Paul Muni), Beste Ausstattung, Beste Musik, Bester Ton, Bestes Drehbuch, Beste Regieassistenz
Gewonnene OSCARs
Bester Film, Bester Nebendarsteller (Joseph Schildkraut), Bestes Drehbuch
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